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Der Israelit · 1887-10-24 · Heft 82 (24.10.1887) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 82 (24.10.1887)
Date
1887-10-24
Page
– (sequence 12)
Language
German
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wahrer d~C" xrz (Sproß aus frommem Hause,) da sowohl sein Later, Red Zokew. sowie auch sein Großvaters. Red Tapid Spitzer 7-r nicht mir ungemein firciifl religiöse Jchudim. sondcm auch große und begeisterte freunde des Thorasludinms waren und da sie alS Geschäftsleute, Leide besaßen große Branntweinbrennereien und berrr'cbcn sic auch die Oekonömie dabei, keine Muße hauen, sich mit der ' Erforschung des Wortes Gottes zu beschäftigen, so unterstützten sie dafür in reichlichem Maße 7n-»-> -^2-.7 und zahlreiche Bachurim und hielten sic auch ihre Söhne, besonders Red Iokcw, 7:2-27 'pvx 17 rret zum Thorastudr'um an. Selbstverständlich wurde auch Red Schcmaja Spioer, als der älteste seiner Brüder, schon frühzeitig zum Thoraüudium angehalten und wurde er in dasselbe von seinem Onkel, dem großen Zadik b"r, -212 ‘n dessen Nanrt noch heute in Stampfen und Umgebung nur mit großer Ehrfurcht genannt wird, eingcführt. Wenn ich nicht irre, besuchte Rcb Schemata durch einige Jahre auch die Jeschibah in seinem Geburtsorte, wo damals ein Nesse des mährischen Landrabbincrs, der gleichfalls Marcus Benedict p* V.-2: cy:2 rr2 p"nm ■ps:n r*.n trm -m7 M'by hieß, als Rabbiner snngiric. Später besuchte Rcb Schcmaja auch die hiesige Jeschibah, wo damals noch der große und weltberühmte «in ”S"D lehrte nnd von hier ging er dann nach Eisenstadt, um auch dort einige Jahre zu den Füßen von Red Mosche Perls (u-rr p* 1*12;) zu sitzen und das Wort Gottes ans dessen heiligem Munde zu vernehmen. So belad.u mit Tbora und Gottesfurcht kehrte Reb Schcmaja nach feiner Vaterstadt zurück, vermählte sich hier mit einem Mädchen ans frommem Hanse, (diese seine treue, edle Gattin steht ihm noch heute treu zur Seite) und übcrsicdclle dann nach Malazka, wo er sich gleichfalls eine Brannttvcinbrennerei errichtete. Selbstverständlich konnte sich Rcb Schcmaja nicht mehr ausschließlich dem Thorastudinm widnien, dafür aber war er 5*31? ruxso T2» 'zrsz, da er mehrmals als Rofch-Hakohol, Zcdykoh-Ehcbratz-Gabai rc. fungirte. Auf feine Veranlassung trennte sich damals Malazka, wo bisher nur ei» Tajan saß, vom Ctampfcner Radbinalc und constitnirre sich zn einer selbständigen Gemeinde. Als Rabbiner wurde mm Tr. Pisko aus Prag berufen, der noch heute dieses Anrt in Ehren und voller Rüstigkeit bekleidet. Bor ungefähr zwanzig Jahren übersicdcltc Rcb Schcmaja nach Wien, da er sich mit der Absicht, trug, der Himmel hat ihm Balcrfreuden versagt, (rvarr £-222 2*2 er: *v 'b *rr::) sich, vom Geschäfte gänzlich zurückzuzichen und sich ausschließlich der Ruhe zu widmen. Seiner frommen Gattin jedoch, die an das Kehilahleben gewohnt war, wollte der Stadtaufeuthalt' nicht behagen, und so kehrte sie mit ihrem Gatten wieder nach Malazka zurück, um dort ihre Lebenslage zu bcschricßea. Da Beide nun schon hochbctagt sind, so entschlossen sie sich, eine Stiftung für ihr Seelenheil' za - machen und ihrer Gemeinde ein sgc r^rc, im Gotteshaus zu erbauen. Tie Juden Malaczkas werden daher noch in den spätesten Zeiten den. Namen des Rcb Schcmaja Spitzer und seinerwackcrn Gattin in Ehren nennen, und im Jenseits re £22r cr.37 wird ihr Name strahlen und glänzen 2"i-r«2 x-p-.7r 17N2 und die frommen Werke, die sic hier verübt haben, werden ihnen c';r rao -nr«7 das Geleite geben dis zn dem Throne des Allmächtigen. Rußland. Petersburg, ». Oktober. Tie „Row. Wr." berichtet auf Grund oisiziellcr Taten, daß in der Zeit von 188 l bis 1886 im Ganzen 114,000 Inden aus Rußland nach Amerika ausgrrvandrrt sind. Lodz. Zn den Baukosten der kürzlich eingewcihren neuen Synagoge, die sich ans drei Viertel Million Rubel belaufen, hat rin Ehrist, Namens Scheibler, 15060 Rubel gegeben. Mesopotamien. Bagdad im September. Die schon seit Monaten in uusercr Gemeinde venrilirte Frage, wer nun, nachdem unser verehrter greiser Oberradbiner Ehacham Elischa dem Audrängcn feiner zahlreichen Feinde weichen und auf sein hohes Amt hatte verzichten münen. dessen Nachfogler sein werde, hat endlich ihre Beantwortung gefunden. Es wurde nämlich der bisherige erste Tajan unserer Gemeinde. Ehacham Abraham Mofcheh Hillel, zum Nachfolger seines bisherigen Borgcfctzteu gewählt. Ehacham Abraham Mofcheh Hillel ist heute ein Mann der Fünfziger und glanzte er bisher weniger durch feine große Gelehrsamkeit als durch seinen eminent klugen nnd practifchen Sinn. Im Gegensätze zn Ehacham ElrsÄa. der alles Moderne pcrhorrescirte nnd sich dadurch zahlreiche Gegner machte, wußte er zwischen EonscrvatisumS und Neuerung die Mittelmaße cinzuhalten, so daß er es mit keiner Pan« verdarb und in beiden Lagern, in die sich unsere Gemeinde feit einigen Jahren geschieden hat, wohlgelitten war. Unser Eultusvorstand macht nun letzt schritte, damit der neugewählte Oberradbiner auch von nnserrn erhabenen Souverän als solcher anerkannt und ihm der Titel Ehacham Baschi verliehen

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