Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 82 (24.10.1887)
- Date
- 1887-10-24
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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, _i.kr. im... 1472 wahrer trsr jtj (Sproß aus frommem Hause,) da sowohl sein Vater. Red Zokew, sowie auch sein Großvaters, Rcb David Spitzer >7 nicht mir ungemein srreng religiöse Jehudim, sondcm auch große und begeisterte Freunde des Thorastudiums waren und da sie als Geschäftsleute, Beide besaßen große Branntweinbrennereien und betrieben sic auch die Ockonornie dabei, keine Muße harten, sich mit der Erforschung des Wortes Gottes zu beschäftigen, so unterstützten sie dafür in reichlichem Maße rrrn und zahlreiche Bachurim und hielten sie auch ihre Löhne, besonders Red Jokcw, nrcV 'p?x 'b tc zum Thorastudium an. Selbstverständlich wurde auch Red Lchcmaja Lpiver, als der älteste seiner Bruder. schon frühzeitig zunr Thorastudimn angehalten und wurde er in dasselbe von seinem Onkel, dem großen Zadik "> dessen Namk noch beute in Ltampfen und Umgebung nur mit großer Ehrfurcht genannt wird, eingeführt. Wenn ich nicht irre, besuchte Rcb Lchcmaja durch einige Jahre auch die Ieschibah in seinem Geburtsorte, wo damals ein Rene des mährischen Landrabbincrs, der gleichfalls Marens Benedict *,;* '~'c: cy» rrc -n?,-ö p”sm vx:rs rv: 2"rii -ir& C7y hieß, als Rabbiner fungirte. Später besuchte 3icb Lchcmaja auch die hiesige Ieschibah, wo damals noch der große und weltberühmte bti -.E'o lehrte und von hier ging er dann nach Erscrrstadt, um auch dort einige Jahre zu den Füßen von Rcb Mosche Pcrls (•:•?? trar) zu sitzen und das Wort Gottes aus dessen heiligem Munde zu vernehmen. So bcladur mir Thora und Gottesfurcht kehrte Rcb Schemata nach seiner Vaterstadt zurück, vermählte sich hier mit einem Mädchen aus frommem Hause, (diese seine treue, edle Gattin steht ihm noch heute treu zur Leite) und nbcrsicdelle dann nach Malazka, wo er sich gleichfalls eine Branntweinbrenncrci errichtete. Selbstverständlich konnte sich Rcb Lchcmaja nicht nichr ausschließlich dem Thorastudirun widmen, dafür aber war er pry r«.cjo n*2»* 'z'zz, da er mehrmals als Rosch-Hakohol, Zedokoh-Ebebratz-Gabai rc. fungirte. Auf seine Veranlassung rrcuntc sich damals Malazka. wo bisher nur ein Daian saß, vom Ctampscncr Raddinate und coustitnirre sich zu einer selbständigen Gemeinde. Als Rabbiner wurde nun Tr. Pisko aus Prag berufen, der noch heute dieses Amt in Ehren und voller Rüstigkeit bekleidet. Vor ungefähr zwanzig Jahren übersiedelie Red Lchcmaja nach Wien, da er sich mit der Absicht trug, der Himmel hat ihm Vatcrsrendcn versagt, *r £ *rrs) sich vom Geschäfte gänzlich zuruckzuzkchen und sich ausschließlich der Ruhe zu widmen. Seiner fronime» Gattin scdoch. die an das Kehilableben gewohnt war, wollte der Ltadtansenthalt nicht behagen, und so kehrte sie mit ihrem Gatten wieder nach Malazka zurück, um dort ihre Lebenslage zu beschließen. Ta Beide mm schon hochbetagt sind, so entschlossen sie sich, eine Lüftung für ihr Seelenheil zu mache» und ihrer Gemeinde cm cyr npc, ein Gotteshaus zu erbauen. Tie Juden Malaczkas werde» daher nock in deu spätesten Zeiten den Namen des Red Schemata Lpiver und seiner wackcrn Gattin in Ehre» neunen, und im Jenseits rc wird ihr Aaurc strahlen und glänzen ct*o jrpTn -sra und die froiiuiicn Werke, die sie hier verübt habe», werde» ihnen z%:~ nrrc site das Geleite gebe» dir zu dem Throne des Allmächtigen. Rußland. Petersburg» ». Oktober. Tie „Row. Sr.* bcrich-cr auf Grund ossizicllcr Taren, daß m der Zeit von hsSl öiSlSSö im Ganzen 1 M.ooo Inden aus Rußland nach Amerika ausgewandcrt sind. Lodz. Zn den Baukosten der kürzlich emgcwcihrcn uciren Synagoge, die sich auf drei Bienet Million Rubel belaufen, hat ein Ehrift» Kamms Lcheiblcr, Rubel gegeben. Mesopotamien. Bagdad im September. Tie schon seit Monaten in' unserer Gemeinde vcnrilirtc Frage, wer nun, nachdem unser verehrter greiser Oberradbiucr Ehacham Elischa dem Andrängen seiner zahlreiche« Feinde weichen und aus sein hohes Amt hatte verzichten imliicif, dessen Rachsogler sein werde, hat endlich ihre Beantwortung gefunden. Es wurde nämlich der bisherige erste Tajan unserer Gemeinde. Edacham Abraham Moscheh Hillel, zum Nachfolger seines bisherigen Vorgesetzten gewählt. Ehacham Abraham Moscheh Hillel ist heute ein Manu der Füi'.fzigcr und gläuzre er bisher weniger durch seine große Gelehrsamkeit als durch seinen eminent klugen und practischea Sinn. Im Gegensätze za Ebacham Elischa, der alles Moderne perhorreseirte und sich dadurch zahlreiche Gegner machte, wußte er zwischen Eonscrvatrsmus und Neuerung die Mittclstrüße cinznhalren, so daß er es mit keiner Parrer verdarb und in beiden Lagern, in die sich unsere Gemeinde seit einigen Jahren geschieden hock, wodlgelirren war. Unser Eultusvorstand macht nua letzt Schritte, damit der nmgewählte Lberrabbürer auch von unfern erhabenen Souverän als solcher anerkannt und ihm der Titel Ehacham Baschi verliehen