Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 97 (15.12.1887)
- Date
- 1887-12-15
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
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39 und den Segen des geheiligten Bodens gemessen würden. Ach, welch eine köstliche Freude für uns, diese reine, liebliche Luft hier zu athmen! Fürwahr, wir haben sehr viele Mühseligkeiten hier zn ertragen gehabt, wir haben ans nur sehr mangelhaft ernähren können, — aber, G. s. D., wir sind Alle gesund und arbeitslustig geblieben; uns kräftigt das Gottvertrauen und die Liebe zn unserem theuren Lande. O, dass es uns gelingen möchte, unser heisersehntes Ziel, für welches wir unsere besten Kräfte einsetzen, m.! G. H. und durch die Liebe unserer Brüder auch zu erreichen; Gott wird uns beschützen, dass wir nicht auf halbem Wege «mattet hinsinken. — Verzeihen Sie, edelster Menschen- und Zions- Freund, dass wir uns vor Ihnen so recht aus der Tiefe unseres Herzens ausgesprochen haben und genehmigen Sie etc. (Folgen die Unterschriften.) Erster Bericht des Vereins "DTrij m?>\, in Jerusalem pro nm Generalversammlung am 28. Ijar 5647 (Fortsetzung*). ■*ir£s\ Für all das Gute, das wir mit G. H. den Armen unserer Stadt erwiesen haben, sind wir den edlen Spendern hier und ausserhalb, sowie den Edlen in allen Ländern, die uns ihren Beistand angedeihen Hessen, zum innigsten Danke verpflichtet; besonders Herrn Rabbiner 1> r. Hildesheimer in Berlin und Herrn Bezirks-Rabbiner Dr.Salvendi in Dürkheim ad. H., die die Herzen der Edlen augeregt, uns ihre Unterstützung zu gewähren.— Besonderen Dank auch schulden wir einem der Gründer unseres Vereins, der stets ein warmes Interesse für denselben an den Tag gelegt, Herrn Josna Zeitlin ans Dresden nämlich, der sich ungefähr zwei Monate hier aufhielt, während dieser Zeit im Allgemeinen viel Gutes hier stiftete und auch unserem Vereine sein Wohlwollen in hervorragender Weise an den Tag legte. Ausser seinen früheren reichlichen Spenden und seinen während seines Hierseins uns übergebenen Beträgen, gab er uns die Zusicherung, nach Erhalten der Bauerlaubniss unsererseits noch zwei weitere Häuser für die armen Flüchtlinge auf seine Kosten errichten zu lassen und dem Verein seine Gewogenheit für alle Zeit zn erhalten. — unseren Sitzen! Die ganze Versammlung erhebt sich, der-«*”? j'.C’N"*? Herr Oberrabbiner Panisil spricht ein Gebet für das Seelenheil des Heimgegangenen und ein *2» für Herrn Baron v. Hirsch und dessen Gemahlin. Wir haben noch einen anderen schweren Verlust zu beklagen, nämlich den jüngstens im 23. Jahre seines Lebens verstorbenen Herrn Chajim Mordechai Cohen in Isomir, der in seiner Heimath eine lebhafte, erspriessliche Thätigkeit für unseren Verein entwickelte; sein Andenken wird stets ein gesegnetes für uns bleiben. — Es folgt nun der dctaillirte Rechenschaftsbericht. Verausgabt wurden: A. Für 102 Handwerker-Lehrlinge 7877*/« Gerusch. Von diesen waren: 26 Schreiner, 22 Schuster, 9 Buchbinder, 8 Steinbaner, 8 Eisen- und Kupferschmiede, 7 Schneider, 4 Polsterer. 4 3 E*I2iT.w*> 3 Uhrmacher, 3 Juweliere, 2 Klempner, 1 Apotheker, 1 Weber und 1 Färber. Mit tiefer Betrübnis* erfüllte uns das schwere Geschick, das einen unserer edelsten Gönner botrofien, der uns zehn Häuser für die i arabischen Flüchtlinge am Fasse des j „Oelberges“ erbaute. Herrn Baron 31 oritz v. - jj. Hirsch nämlich, dem sein einziger Sohn, Baj ron Lucien, im 28.Lebensjahre durch den Tod j -entrissen wurde. An dem unbeschreiblichen Schmerze der schwer geprüften Eltern nehmen j auch wir, neben den Hunderttausenden! Anderen ihrer Verehrer den innigsten AntheiL j Erheben wir uns zu Ehren des Verewigten von Ihrer Heimath nach sind: Aus 32, aus p“2R 1. aus r.£S fl' aus 4, aus Russland 40. aus Rumänien 4, aus der Türkei 8, aus Oesterreich 2, zusammen 102. Zur Befreiung von der Mission 3073 */4 Gerusch. Von den Unterstützten waren: 20 aus der Türkei und Egypten. 13 Russen, 5 Rumänen, 3 aus Oesterreich-Ungarn, zusammen 41. An unterstützungsbedürftige Passanten 2524 Geras eh. Aus Russland 22, aus der Türkei 13, aus Rumänien 5, aus Oesterreich 4, zusammen 44. ') L Nr. 222.