Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 97 (15.12.1887)
- Date
- 1887-12-15
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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40 D. An Arbeitsuchende 1682 Gernsch. Ton diesen waren: Aus Russland 41, aus der Türkei 20, aas Rumänien 6, aus Oesterreich 4, zusammen, 71. E. An momentan Unterstützte 372Q5/4 Gerusch. Von diesen waren: Aus Russland 06, aus der Türkei 56, aus Jerusalem 26, aus Rumänien 22. aus Oesterreich-Ungarn 15, zusammen 215. F. Au die Flüchtlinge aus Cypern 812 6 erusch. G. An Darlehen gegen Uredit Versicherung 4511f/« Gerusch. 11. Für Reparaturen und Anlagen an den Häusern der arabischen Flüchtlinge 375 */4 Gerusch. .1. Für Wie alljährlich veranstalteten wir auch diesmal eine Verloosung und sammelten Spenden in der heiligen Stadt und ausserhalb derselben, um den Armen zu zu verhelfen und ist es uns auch mit G. H. gelungen, den Preis der rilüS* von dem wir geglaubt hatten, dass er sich sehr hoch stellen würde, billig stellen zu können. Wir legten noch eine vierte Bäckerei an, damit die Besitzer der Oefen den Preis der ^,*^2 nicht in die Höhe schrauben könnten. Den Dürftigsten gaben wir die 71*^ unentgeltlich und den übrigen Armen der Stadt verkauften wir sie je nach Verhaltniss um einen billigen Preis. ‘.KM8/« Ratil ^».22 vertheilten wir umsonst iui Betrage von 7813 '/4 Gerusch. vierzig Ratil an 'TStTl und andere besonders Fromme im Betrage von 404'/4 Gerusch. Ausserdem verkauften wir 2231 Ratil zu billigem Preise, was uns eine Zulage von 3764'/« Gerusch verursachte. Die Ausgaben für Geräthe, die wir zum Backen gekauft und für das nächste Jahr aufbewahrt haben, sammt den Zinsen “"M *T 7»^) von dem Gelde, das wir für -”^-JIelil geliehen haben, betrugen 515 Gerusch: Gesammtsurame: 12587*/4 G erusch. (Schluss folgt.) Schreiben vom Vorstände des Vereins „Freunüe6er'rnuhMt«miuen"(2^X*'U'U) in Fürstenwalde an den Herausgeber. Den letzten Unterstützungszuschuss von 10 Mark für die hiesige jüdische Taubstummen-Anstalt hierdurch mit innigstem Danke bescheinigend, erlaube ich mir Ihnen mitzutheilen. dass wir demnächst eine grössere Taubstummenanstalt zu erbauen beabsichtigen, die etwa für 40 bis 50 Kinder ansreichen soll, um endlich den Anforderungen der Zeit einigermassen gerecht zu werden. Es sind nach den statistischen Nachweisungen einige achtzig jüdische Kinder in christlichen Anstalten nntergebracht, die fast alle ohne Religionsunterricht heran wachsen, denn wie mir bewusst, erhalten nur die jüdischen Zöglinge in Schneidemühl von dem dortigen Rabbiner den Religionsunterricht. Bei mir sind gegenwärtig 26 arme Kinder angemeldet, die der Aufnahme entgegen-. sehen, aber vorläufig nicht aufgenommen werden können, da es äa den hierzu nüthigen Mitteln noch fehlt. Es geschieht leider tür diese Unglücklichen von Seiten unserer Glaubensgenossen noch viel zu wenig. Anders gestaltet sich das Taubstummen- Bildungswesen bei den Nichtisraeliten. Wir haben gegenwärtig in Deutschland 07 Anstalten, in denen 6082 Taubstumme ausgebildet werden. Von diesen Anstalten sind 71 Staats-, Provinzial- und städtische Anstalten, 26 Privat- oder Vereinsanstalten, in welchen 1500 Zöglinge Unterricht und Verpflegung erhalten. Zu diesen letztem gehört auch die hiesige jüdische Taubstununen-Anstalt, in welcher zur Zeit nicht mehr als 12 Zöglinge Aufnahme finden können. Es wäre hohe Zeit, dass wir Israeliten endlich auch diesen Bedauernswerthen gegenüber unseren Woblthätigkeitssinn bethätigen möchten. Ueberzeugt, dass Sie, hochgeehrter Herr, mit grösster Energie und warmem echt jüdischen Herzen für alles Gute im Judenthuine arbeiten, hoü'e ich, dass Sie meine obigen Worte nicht missdeuten werden. Mit dem Wunsche, dass Gott Ihnen Kraft nnd Ausdauer geben möge, noch ferner für Israels Wohl thätig zu sein, zeichnet mit den besten Wünschen für Ihr Wohlergehen hochachtungsvoll 31. Reich. Notiz. Aus I s orair tfceüt man uns Folgendes mit: Herr Baron Edmond v. Rothschild und seine Gemahlin besuchten unsere Stadt am 29. Siwan 5647. Sie besichtigten die jüdischen Wohnungen hierselbst und die Allianceschule, deren Vorsteher. Herr Pariente, sich durch seine vortreffliche Leitung der Schule einen guten Namen erworben hat. Der Baron spendete für die Annen unserer Stadt 2000 Francs; SO Livres gab er zur Gründung einer Schule in Magnesia und 20 Livres für die dortigen Armen. Am 1. Tamm us verliess derselbe auf einem Schiffe, das nach Konstantinopel fuhr« unsere Stadt. — Truck ran Cicat Lehmann. Mainz.