Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 72 (15.9.1887)
- Date
- 1887-09-15
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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1323 lich thätigen Mannes, in frommer Pietät das Werk ihres Gatten befördert; die Schule sei sofort von 42 Schülern besucht gewesen und im Bcrh-Hamidrasch feien 'Männer IKatig gewesen, wie Rabbi Rathau Maas. .Rabbi Mcir Schiff, Rabbi Mendel Kap, Rabbi Elicscr Wallan, deren Eigenart Redner treffend charaklcrisute, bis dann mit dem vor wenigen Jahren verschiedenen Rabbi Moses Iciaisa Cohn die Reihe der Klausner geschloffen sei. Schon seit dem Jahre is:i7 aber sei die Wirksamkeit der Stiftung fast mir auf die Erhaltung des Gottes- Kaufes rcducirt worden und auch denen Stätte, das Haus „nun weinen Schwan," sei mit dem Abbruch der Indengaffe gefrört worden. Tie hohen Güter, welche einst in der engen dumpfen Indengaffe den Stolz und die Freude unserer Kater gebildet hätte«, auch iu unserer Zeit, die dem jüdischen Stamme freie und nngchinderte Bewegung gebracht Härte, uns und unfern Kindern zu erhalten, das sei die Ausgabe, an welcher die Löb-Rciß-L:isruug haue Mitwirken wollen, indem sic ihre Milte! der Rcligiousschulc zur Verfügung sie uc; zusammen sollten deshalb beide wirken an und in diese«« Werke, wo Alle sich einigen sollten, denen die Erhaltung der alten und ewigen Gotteslehr-: am Herzen liege. Ter Rede folgte noch der Vortrag cincsPsalms, woran i'.d) das Miricha- und Maariw-Gcbct schloß. 3t u m ä n i c n. Bukarest, 3. September. In der Rächt von . gestern auf heute ist die große Papierfabrik dort Lerca «bei Kakau) vollständig tliedcrgcbr^.mit. Bcüirumt, dem Importe fremden Papiers erfolgreich Konkurrenz zu machen, halte cs dieses Etablissement trotz aller Nachzahlungen der Aktionäre, trotz der zu Sportzinfen bewilligten Anlchcn und trotz aller anderen ihm vom Staate cingcränmirn Vcrgünsiigungcn doch zu keiner l^xisteuzkraft zu bringen vermocht. Tas Feuer soll angelegt gewesen sein; da aber von den: als eifriger Antisemit und Tcntschcnsrcffcr dekaunlen früheren Favmoirektor her Fremden und Juden der Eintritt in das Etablissement versagt war. so werden unsere Ehauvinisicn diesmal darauf verzichten müssen, den verheerenden Brand als ein Werk der fremden Konkurrenz und der mit ihr verbündeten Israeliten dinznffcllen. Ncbrigcns bat die Geschichte der Millionen verschlinge«,den Papierfabrik gezeigt, wie ein wirklich nationales .Induftrienuternehmen nicht beschaffen sein dürfte und rönnen die bei dieser Gelegenheit gemachten Erfahrungen unseren tun die Hebung der rumänischen Industrie bemühten Kreise« zur' heilsamsten Lehre dienen. Spanien. Madrid im September. Ter hiesige türkische Gesandte hat das Unterrichtsministerium hier davon verständigt, daß nächstens ein türkischer Gelehrter auf Koffert des Sultans Spanien besuchen werde, um die in den Bibliotheken des Landes, zttmal in der weltberühmten des Escurial. vorhandenen arabischen Manuscripte zu -untersuchen und die interessantesten derselben für die kaiserliche Bibliothek in Konsrantinspel zu covircn. Bon Spanien aus wird sich dann dieser Gelehrte zu gleichem Zweck auch nach Fez und Marokko begeben, da in diesen beiden afrikanischen Städten noch heute zahlreiche in Europa kaum dem Namen nach bekannte arabische Manuscripte ansgcspeickcrt liegen, welche die Mauren bei ihrer Vertreibung aus Spanien dorthin geschafft haben. Es wäre daher sehr zu empfehlen, wenn der jüdisch-literarische Verein „Mekize-Nirdamiin" oder die „Allianle Israelitc" in Paris, sich mir dcnt hiesigen türkischen Gesandten in Verbindung fesen wollte, damit er den genannten literarischen Abgesandten des Sultatrs veratrlaffe, bei seinen wtffcnsämftlkcken Ercursionen zugleich auch nach solchen arabischen Manuscriptcn zu fahnden, die der jüdisch-spanischen Geschichte und Literatur augchörcn, um dieselben dann gänzlich anzukaufcn oder wenigstens copircn zu lasten. So ist cs mir bekam», das; in der schon erwähnten Bibliothek des Escnrial mehrere kostbare arabische Werke jüdischer Auroren im Manuscripte vorhanden sind, deren Veröffentlichung ffch gewiß lohnen würde. Aber auch in den erzbischöflicher« Bibliotheken von Toledo und Sevilla befinden sich arabische Mannscripte jüdischer Autoren, von denen einige sogar mit hebräischen Lettern geschrieben sind. Ter genannte literarische Abgesandte drs Sultans, dem sich gewiß die Pfortrn aller spanischen Bibliotheken ans-» Bereitwilligste öffnen werde«!, könnte ,mtt auch der jüdischen Literatur und Wttienschast große Tienffe keiften. Feuilleton. Die öolren Feiertage (CWO 2-2') Bagdad, Mossnl iNiniveh) und Hilleh (Babel). <rch'.uß.) Ter schöne abendländische Gebrauch, am Vorabende des Ncujahrsscsrcs feine Anverwandten aufzusuchcn und ihnen ein glückliches ucueS Jahr zu