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Der Israelit · 1887-08-29 · Heft 67 (29.8.1887) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 67 (29.8.1887)
Date
1887-08-29
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1223 die officiöse „SUfarma*, von einem Israeliten, von Primo Lcvi, geleitet wird, Erispi und Lcvl sind intime Freunde. Nach dieser Richtung haben die italienischen Juden also keine Besorgnisse zu hegen, Und Las um so weniger, da der König und die Königin mit Recht als zuverlässige Protektoren des Indenthums gelten. Syrien. Palmyra. (Forts.) Die Frau hieß eigentlich Zeinub, ein Name, der unter den jüd. Frauen Arabiens noch heute sehr verbreitet ist. Bekanntlich hieß auch die Jüdin, welche der Prophet Mohamcd gezwungen hatte, ihn zu heirathen, Zeinub. Die Kriechen machten dann aus Zeinub Zenobia. Dieser Odenathus unterstützte die Römer bei ihrer Eroberung Mesopotamiens mit Freiwilligen, Waffen und Lebensmitteln, und ans Tank hierfür ernannten sie ihn zum Mitregcnten dieser Provinz. Nach seinem Tode übernahm seine Kaltin die Regierung des Landes und ließ sie sich dann zur Kaiserin des Orients (Syrien, Äesopowmien, Palästina und Nord-Arabien) ausrufen. Kaiser Aurelian zog gegen die kühne Frau ins Feld und nahm sie schließlich gefangen. Als dann nach Beendigung dieses Feldzuges Kaiser Aurelian einen Triumphzng in Rom hielt, da schritt die schöne und anmuthige Zenobia mit einer Krone ans dem Haupte, aber mit gefesselten Händen vor dem Triumphwagen des Imperators. Sie vergaß aber auch in dieser traurigen Stunde ihrer kaiserlichen Würde nicht und schritt sie so stolz einher, gleichsam als hielte sie selbst ihren Triumphzng. .Kaiser Aurelian wies ihr dann in der Umgegend Roms einige Ländereien an, ans denen sie in einem sehr vorgerückten Alter starb. Nach zeitgenössischen Schriftstellern soll Zenobia sechs Sprachen, Palmyrenisch, (Hebräisch). Syrisch, Latein, Kriechisch, Ehaldäisch und Arabisch, geläufig gesprochen und geschrieben haben. Als sich im Jahre 273 die Palmyrener neuerdings gegen die römische .Herschaft erhoben, da zog Kaiser Aurelian abermals gegen sie ins Feld, schlug sie und zerstörte ihre Stadt. Seit damals liegt die von.Salomo gegründete Stadt in Trümmer». Salomo war der erste König, der nm die Einkünfte des Staates oder seine eigenen zu vermehren, ein Monopol eingesührt hat. Aus dem Verse: nnc rr-poi wnscis ncVrV nr« C'D'-zti ■vr.22 rr.po -Van (und die Pferdeaussuhr für Salomo aus Egypten und die Gestüte der Agenten des König?, die oft auch ganze Gestüte für baares Geld ankauften) geht nämlich hervor, daß Salomo die Pferdeausfuhr aus Egypten nach Palästina und dessen Nachbarländer» auf eigene Rechnung und durch eigene Agenten betreibe» ließ, die dann nicht nnr einzelne Pferde, sondern.wenn eS Noch that, oft auch ganze Gestüte ankausten, um so die königlichen Stellungen immer voll zu halten. Daher heißt es dann im nächstfolgenden Verse, daß jeder egyptische Wagen 600 Silberlinge und jedeegyptische Pferd 150 -Silberlinge kostete, so wie der König den Preis dafür festgesetzt hatte. Unter Salomo muh auch die Goldschmiedekunst, zumal die Reittiguug des Goldes von seinen Schlacken nnd dessen Verbindung mit dem Silber eine» nie geahnten Aufschwung genommen haben, denn daS Buch der Könige, indem es von den Goldschmicdearbeiten dieses Königs spricht, zählt zugleich viererlei Sorten Gold auf: w'v ,nua ,emsr rn: und ms. lieber letztere Goldsorte (otc) werden wir an einer anderen Stelle sprechen, hier wollen wir nur die drei ersten Goldsorten erklären: TaS Wort wnr heißt eigentlich im Hebräischen: ausdrücken, ausprcsscn (ycrtDo yt«) und bezcichnete es daher ganz gcrcinigrcs Gold: sn» muß mit Silber vermengtes Gold, also legirteS, bezcichuen, denn Silber heißt im Arabischen rra, woraus dann das hebräische Wort w entstand, während VuO 2nr wieder superseincS Gold bezeichnet haben mag. Dasselbe wurde daher auch zur Anfertigung von Tafel- und Trinkgeschirren verwendet. Auch der Rllhm, daS erste stehende Heer geschaffen zu haben, gebührt keinesfalls, wie man allgemein annimmt, den Römern, sondern dem weisen Salomo, denn er besaß (König I. E. XI. B. 26) zwölftausend Panzerreiter mit 1400 Kricgswagea nnd verlegte er erstere als Garnisonen in die verschiedenen Städte seines Reiches. Dieselben dienten aber nicht nur zur Aufrechthaltung der Sicherheit gegen Außen hin, sondern auch im Innern, um hier das Leben der Bürger zn schützen und die Sicherheit auf den Straßen ausrecht zu erhalten. Daß aber ein solches permanentes Rciterheer auch große Auslagen verursachte, ist selbverständlich und mußte daher Salomo die Steuerschraube ein bischen fester drehen, um so die für den Staatshaushalt nöthigen Summen anfzubringen. Als Lohn dafür erfreute sich das Bolk einer nie geahnten Sicherheit: ircxn rwn 'czi mn vx nc^V Vsom rrrcv am (Juda nnd Israel wohnten in Sicherheit, Jedermann unter seinem Weinstocke und unter seinem Feigenbäume), eine Wohlthat, deren sich selbst heute nur wenige Völker des Orients erfreuen. Selbst das türkische Reich, daS doch eine wohlorganisirte und disciplinirte Armee besitzt und auch über eine zahlreiche Gendarmerie verfügt, läßt ia Betreff

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