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Der Israelit · 1887-08-25 · Heft 66 (25.8.1887) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 66 (25.8.1887)
Date
1887-08-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1200 In feinem Talmudexcmplar nnb das soll in unserem Tosaphot w‘"tn /ä? bedeuten; warum aber Naschi dieser Text bereits Vorgelegen haben mutz, und dieser nicht so ans einer Emcndation Naschis hervorgegaugcn sein kann, daS wird in Tosaphot nicht, aber hier in Lr Sarua begründet, denn Naschi bemerke dort in Laba mezia nicht er nimmt also nicht eine Text-Eorrcctur vor. sondern nimmt den gegebenen Text seines (Exemplars als Grundlage sür seine Erklärung. Durch unfern Lr Sarua lernen wir aber auch den Verfasser dieses an Unrechter Stelle eingefchobencu und verstümmelten Tosaphot kennen. Lr Sarna bringt nämlich auch wie Tossaphot die innere Begründung für die Nichtigkeit der LcSart -.'Lv sast mit denselben Worten wie Toffaphot und zwar im Namen des N. Zizchak ben Samuel, den er an vielen Stellen (II, 109. 133) als den Lehrer seines Lehrers bezeichnet. Bekanntlich ist dies derjenige, welcher in Toffaphot „9li" genannt wird. Von hohem Interesse ist ein Gutachten des Verfassers des Machsor Vitri, N. Simchi den Samuel, eines Schülers von Naschi, in welchem er einen Vorgang aus dem Leben seines Onkels, R. KalonymoS, wahrscheinlich derselbe, der in Worms Nabbincr war. und der von Naschi so sehr gerühmt wird (Beza 241»), bringt, welcher sowohl aus die Indcnstcncrvcrhältnnie der damaligen Zeit, wie auch aus die aufrichtige Frömmigkeit des N. Kalonymos, von der zwar N. Limcha sagt, datz ste nur Pflicht und -Schuldigkeit sei, ein Helles Licht wirst. Wie Herr Ehajim Hirschensohn das Werk typisch schön ansgcstatrct hat, so bat dessen Vater, N. Jacob Hirschensohn sich durch seine Notizen um das Verständnitz des Textes verdient gemacht, dessen sinnstörende Schrcidfehlcr er in denselben berichtigt. Es bedarf wohl keiner bcsondcnr Anfforderung an die Lirrratm sreunde, das Werk sich auzuschassen. Die Thatfache. datz es nach langjährigem Schrasc dem -Staub der Bibliotheken entzogen ist. datz cS da ist, ist ja schon Aufforderung und Anreiz genug, das Werk zu besitzen, um seinen Inhalt kennen zu lernen. Dem Herausgeber aber, welcher in rühmenswcrlher Bescheidenheit allen Dank und jedes Verdienst von sich ab und in kindlicher Liebe in einer schäm geschriebenen Widmung allcS dies seinem verstorbenen Vater. R. Lalomon Posen zumeist, dem er ja die Zuneigung und Liebe zur Thora verdanke, der ihm ja Vorbild gewesen sei. wie ein Jude für Thora und treue Pflichtcrfüllnng einznstchen habe, sei dieser ja einer der els Männer gewesen, die durch Gründung einer Gemeinde der Thora in Frankfurt wieder den Boden schufen, als die eigenen GlaubcnSbrüdcr sie, die Thora, mit allen Mitteln zu unterdrücken suchten — diesem Herausgeber zu danken, lassen wir uns nicht wehren, ihm rufen wir -jro -er und jeen pm zn und wünschen ihm weitere Erfolge auf dem Gebiete unserer alte» jüdischen Literatur. Dr. A. Sulzbach. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen. Deutschland. Bcierthal in Baden, 22. Aug. Ein seltenes Fest, das am verflossenen reo 's rar in unsrer Gemeinde stattsand, verdient wohl auch in weiteren Kreisen bekannt zu werden. Bor 52 Jahren hat der hiesige doch nfej Verein unserer Synagoge eine neue rrvn "so gespendet, im Lause der Zeit wurde solche einer nahmhasten Ausbesserung bedürftig. Am vergangenen rar konnte nun dieselbe wre« dcrhcrgcstcllt ihrer Bcstimmnng zngcsührt werden, was in recht feierlicher Weise ansgcsührt wurde. In feierlichem Zuge unter wohlgeordneter Borauschrcitung der Schuljugend wurde die festlich geschmückte nun von dem noch einzig lebenden der Spender derselben vom Hanse des Gemcindevorstandcs nach der festlich dckorirtcn Synagoge getragen, wo die ältesten Kemeindemitgliedcr mit den übrigen cose zum Empfang an?» gestellt waren, cs wurde der VcrS een in feierlichster Melodie 3 Mal abgesungcn, wobei man aus allen Gesichtern Thränen der Freude und Rührung bemerken konnte; als hierauf die andern rmn -so in die Lade gestellt wurden, trug unser Lehrer H. K a r r a s ch ein von ihm hierzu verfaßtes deutsches Bcgrütznngsgedicht vor. Nachher wurde auch die nun hcrgcstellte m-n reo in die Lade gestellt und cs folgte Hr vom Vorbcter und der ganzen Gemeinde gesungen, wie auch Rccitatiou verschiedener Psalmen. Nach dem Leienen ergriff rucrst der Synagogcn-Vorstand das Wort, gedachte dankend der ehemaligen Spender dieser rnsn neo und ermunterte die ganze Gemeinde zur Nachahmung, dann hielt Lehrer. Karasch eine dem Feste angemessene wohlgclungcne Rede. Ein Festessen, woran sämmrliche Gemeinde-Mitglieder thcilnahmen, wo es auch an gelungenen Toasten nicht mangelte, schloß die herrliche Feier, die in unserer friedlichen Gemeinde noch lange in freudiger Erinnerung bleiben möge. Berlin, 20. August. Zn der nächsten Woche tritt Herr 1)r. Nosenzweig aus Teplitz seine

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