Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 65 (22.8.1887)
- Date
- 1887-08-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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t 1186 feiner injährigen Regierung das Blut und das Leben seines Volkes geschont hat. wie selten noch ein König vor oder nach ihm. Nicht umsonst sagt die heilige Schrift von ihm 7-snw 7-C3 z:p" sc: (Nach Dir wird deinesgleichen nicht mehr kommen). Leider ist dieser so von Gott begnadete König nicht nur von der Nachwelt, sondern sogar auch von seinen eigenen. ZeitnudSrammeSgenossen verkannt worden und sein Volk, das er groß, stark, geehrt, reich, wohlhabend und gebildet gemacht, hat seinem Sohn den Vorwurf gemacht: •J7j? rs< nrfn i'zn: „Dein Vater har unser Joch erschwert", daS waren die Worte, mit welchen die Seltenen Israels dem Andenken ihres groben, unsterblichen Königs, der in der Geschichte tlud in dem Gedächtnisse der Menschheit für ewige Zeiten sonleben wird, gehuldigt haben. freilich hat Salomo sein Joch erschwert und die Kräfte deS Staates aufs äußerste angesvauut. wie es noch jeder König geihau hat, der Grobes schassen wollte; dafür hat er aber auch erspart, während seiner injährigen Negierung auch nur ein einziges Mal zum Schwerte zu greifen und sein Volk auch nur für eine Woche von seiner friedlichen Beschäftigung loszureißen und es unter die Waffen zu Ulfen. Wie grob war Salomo als Fiuanzmau» und wie hat er die Einnahmen feines Landes vermehrt: 772.-<27 2 2 2m: tC PN i’JC (Ta? Silber war zu Salomo's Zeiten gär nicht geachtet), sagt die heilige Schrift von ihm in wenigen Worten und wir sagen es ibr in der Schule und zuHauft gedankenlos rrach, ohne dabei zu bedenken, dag dieser König als Volkswirth seiner Zeit um volle 3000 Jahre voran? war. denn er war der erste, der ans die Idee kam, die Goldwährung zur alleiuherrscheudeu zu machen, weshalb er auch denftours des Silber? soweit als nur möglich herabdrückte. Und {in der Thal hat Salomo während seiner injährigen Negierung nahezu 3000 Zentner Gold * ••)) in sein Gleich eiugcsühn und so da? in demselben circulirende Gold um nahezu 270 Millionen Mark*'» verrnchrt. Nehmen wir die damalige *) Je 120 «cnmar cxbitlt er von der .«röniain von Lade und vom Könige Hiram. wLLrrnb »eine 24i'fc ikm von drei;u drei Iabrcn über 400 t»cu:r:er <^o!d ouS i7xbir braärrrn.?ikbmen wir nun an. dasdiese Lchi'ie wäbrenb drrRegierungs reir Salomo's nur sechs Mal die Heimreise von Crbtr äugetreten Leben. so ergibt dies euch schon 24u0 C'tntncr tvc!b. ••) Ifr L-rr'.d deS Goldes rum Silber war schon irn Loden U'.rrnLume wie 30:1') jo daß die 3000 öcnruer e-olb des Salomo *0,000 Zentner Silber g'.rrLkamrn. '.'iehmcn mir nun den 'Preis eines c>rrnnns Silbers rur damaligen Zeit, wo dieses weiße Mrrall san gar keinen. L-crrh wehr harre. Bevölkerung Palästinas mit sechs bis sieben Millionen Seelen an. so kamen ans jeden Kopf der Bevölkerung circa 40 Mark in Silber, was für die damalige gcldarme Zeit viel sagen will. Salomo war aber auch der erste Monarch, der auf die Idee verfiel, eine grobe Handelsflotte auszurüsten und sie nach Indien (Ophir) zu senden, um von dort her das glänzende gelbe Metall und noch andere Erzeugnisse dieses Landes, als: Pfauen, Auen, (ylfcu&cin, Sandelholz (c';c2s* 'zx) und kostbare Steine (rr:p* psr) holen zu lasten. Haben die römischen, haben die bnzantinischen Kaiser, haben die Karolinger, die Hohenstaufen, die alten Habsburger und die alten Bourbonen auch daran gedacht, Handelsflotten auSznrüsten und sie nach Indien zu senden, damit sie mit der Bevölkerung daselbst Handelsverbindungen anknüpfen sollen? Erst vor vierhundert Jahren verfielen die Portugiesen aus die Idee, eine Handelsflotte nach Indien zu senden, ihnen folgten daun die Spanier, die Holländer, die Engländer (im Jahre 1 «00), die Franzosen und schließlich auch die Belgier (1721). Salomo war daher auch in dieser Hinsicht seinen Zeitgenosten um volle 3000 Jahre voraus. Und wie ließ sich Salomo den Handel mit Indien angelegen sein! ■ca r.srr 771 tn (Damals ging Salomo nach Gzjon Gabor)" sagt die heilige Schrift von ihm. j Also er scheuere gar nicht den langen und beschwerl'! licken Weg von Jerusalem durch die Wüste nach : } Gzjon Gabcr am Rothen Meere, wo die für In- -! dien bestimmten Schiste gebaut und ausgerüstet | wurden, um sich so durch den eigenen Augenschein ■ davon zu überzeugen, daß Alles in Ordnung sei? und daß alle seine Befehle pünktlich ausgesübn s wurden. Und wie groß wüsten Salomo's Kennt- ■ j, niste in der Geographie gewesen sein, wenn er ans j die Idee kam. die Schiste durch das Rothe Mccr i und den indischen Ocean nach Indien zu senden? j Zweifelsohne hat er diesen Schiffen auch Jnstrukj lionen mitgegeben, wie sie sich auf dieser langen 1 Reise verhalten, und in welchen Häfen sie überall j aulegen sollen. (Fortsetzung^ folgt.) " j nur mit 3ü<>0 Mark an. io rcvräicntinen 3000 tirntnrr t^olb 27» j Millionen Mar! in Silber. Tie Silbrrmüuze hieß auch »nrer . Salomo .Schekel", rin 2»amr. der ihr bis;ur Zerstörung de- .! zweirrn rrmprlL geblieben in. » *) 21 nntderDlr müssen'das benrrilrn. , 2irrdal:niß deL Goldes zum Silber war — mit größeren cd::; l geringeren 'pariaiiönen — durärtchnittlich wie 1: 12. und b wird cä auch von unjeru da» Schrijrgr'.ehnen angegeben. : l