Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 63 (16.8.1887)
- Date
- 1887-08-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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1145 J i 1 1 der Name des Verfassers die beste Garantie für die Gediegenheit dcS Inhaltes ist. „Zwei patriotische Kundgebungen* ist der Titel des folgenden Artikels. Audem Archive der israelitischen Gemeinde zu Halberstadt, mitgctheilt von Moritz Stern, (rin höchst interessante- Gcdenkblatt des Sieges-, Friedens- und Tankfestes gefeiert am 16. Januar 1746 in Haldcrstadt zu Ehren Friedrichs des Große», mit einem in der Synagoge zu Haldcrstadt abgcsungcnc», weihevollen, hebräischen Festgedicht, datier pr) rccrs'a d\ dem eine deutsche in Neimen gefügte höchst gelungene Ucbersctzung bcigcsügt ist. Für da? reisende, jüdische Publikum sehr willkommen ist gewiß das nun folgende, jüdische Hörcl- Adreßbuch und auSnohmlos für Jeden der sehr reichhaltige Annonccntbcil für alle jüdischen Interessen. Ten Schluß bilden: Gemeinnütziges, Anecdotcu und eine anziehende kleine Erzählung, übcrschrieben: On-jou AulLena. Tie letzte Seite enthält einen deutschen Iahreskalenvcr für das Jahr 1838. Möchte dieses handliche, im wahren Sinne des Wortes jüdische Volksbüchlein die Verbreitung finden, die es mit Recht beanspruchen kann und gleich dem „Israelit" recht viel zur Erbauung, sowie zur Belebung dcS orthodoxen IudenrhumS rvjrsn bzz Ssrar* beitragen! Trier. Michel Levy. Zeitungsnachrichten nnd (Korrespondenzen. T e u t s ch l a n d. Burgprcppach. Tic Talmud-Thoraschule, Lchrcrvorbcrcilungs - Anstalt dahier, har auch in dic'cm Jahre 10 Zöglinge ihrcS oberen Euncs znr Prüfung für die Aufnahme in das iSracl. Lchrerscnnnar nach Würzburg gesandt. Neun davon wurde der d (stinriitt nach bestandener Prüfung gestaltet. Tiefer glänzende Erfolg legt ein ehrendes Zengniß ab von der Wirksamkeit deS Vorstandes der hicfigcn Anstalt, Herrn Tr. Deutsch, sowie von jener dcS Lchrpcrsonals. welche Faktoren cs verstehen durch methodische Pficge deS Unterrichtes, Lchrgcfchicklichkeir und durch die besten Lehr- und Lcrnmiuel in der kurzen Zeit von :i und 4 Jahren den ungeheuren Lernstoff der jüdischen und deutschen UrirenichtSgegenstände lückenlos und zielerrcichend zu bewältigen, so daß ihre Pfleglinge nach Verlassen der Anstalt ein abgerundetes positives Wissen im Rahmen des Lehrplanes erlangen, wie solches die heurige Prüfung und die der Vorjahre in ihren Resultaten zur Genüge danhun. Die Seminare' zu Würzburg, Köln, Hannover zählen die ihnen von hier zugcführten Prüparandeu zu den bessern ihrer Seminaristen, wie sich die betreffenden Interessenten schon öfters dahin äußerte». Aber auch jene, die in Geschäfte ekntreten und nur deshalb die Talmud-Thora besuchen, um in unverfälschter Religiosität erzogen zu werden, und gründliches, jüdisches und kaufmännisches Wissen sich auzueignen (denn auch diesem DerufSzwcig wird womög» lichst Rechnung getragen), sind gerne gesuchte Lehrlinge. Abgesehen davon, daß der erste Zweck deS Institutes Studium der jtw vereint mit jn*t yn ist, ist aber der andere: Mithilfe armer Familienvätcr- und L^üner in der Erziehung ihrer Söhne zum Berufe, fei es zum Lehrerberufe oder für eine andere Laufbahn. Die finanziellen Unterstützungen übersteigen einige Tausend Mark, freilich viel, wenn man hört» mit welcher Mühe die Mittel herbeigeschafft werden, um diese gemeinnützige Justitutioa zu erhalten. Daher die zahlreichen Gesuche um Aufnahme in die Talmud-Thoraschule, die schon jetzt, obwohl das neue Schuljahr erst Mitte Oktober beginnt, die Höhe erreicht haben, so daß mit Beginn desselben die Schul erzähl wieder nach dem jetzigen Stande complct sein wird. Mannheim, II. August. In feierlicher Weise fand heute Vormittag die Grundsteinlegung der neuen zur L. M. Klansstiftung gegehörigcn Synagoge statt, zu welcher sich ein zahlreiches Publikum ckngcfundeu hatte. Nachdem der Vorsitzende der.stlauSstiftungS-Kourmission, Herr Simon Bcneheim, die feierliche Handlung mit einer kurzen Ansprache eröffnet haue und die in den Grundstein einzulegenden Dokumente verlesen waren, hielt Herr Sradtrabbiucr Tr. Appel die Weihcrcde, aic rui: dem Wunsche schloß, cs möge der Bau vollendet werden dem Begründer und den Erbauern zum Ruhme, der israelitischen Gemeinde und der Gesammtheir zum Heile, der Stadt zur Zierde. Nach Nicdcrlcgung der Dokumente in den Grundstein erfolgten die üblichen drei Hammerschläge durch die anwesenden Herren der KlausstiftnngS-Kommksfion nnd des SynagogenrarheS. Eine Ansprache des Leiters deS Baues, Herrn Architekten W. Manchot. welcher das Gelingen der Arbeiten dem Schuye des höchsten Bauherrn empfahl, schloß die schöne und erhebende Feier. Frankreich. * Paris, 14. August. (Privat - Telegramm.) Nicht der d esi.zc türkische Botschafter, wie irrthümlich geglaubt 'wurde, sondern ein Telegrophenbe-