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Der Israelit · 1887-08-11 · Heft 62 (11.8.1887) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 62 (11.8.1887)
Date
1887-08-11
Page
– (sequence 5)
Language
German
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jtfjj _ .-jAWÜMMBn« 1 ■1 1121. I ■ '* \ i i |< I! i i ii r „flurf»** fbirt hat. Dies soweit mir erinnerlich. Ich glaube eine Pflicht der Dankbarkeit zu erfüllen, wenn in Vergeltung der gewissenhaften und systematischen Unterlage, welche mein alter Lehrer und Direktor für mein späteres Lernen in zartem Alter mir mitgtgcbcn hat, ich hiermit seine Verdienste um die israelitische Generation in Jassy der 60er Jahre gebührend hervorhcbe. Leider hat seine Thätigkcit als öffentlicher Lehrer nicht lange gedauert, denn nur zu bald kam 1866, damit die Auflösung der israelitischen Gemeinde» und ihrer Anstalten. Dadurch und durch llnglückssälle in der zahlreichen Familie verarnne er gänzlich und ich kann mich noch erinnern, daß er vor neun Jahren, wo ich zulcyr in Jassy war. eine wenig florircnde Privatschule innc^ hatte. Seine ungeheuere Thalkrast war mit dem Tode seiner Frau längst gebrochen. Auch Herr Schwarz ist einer der „Fremden-, gegen welche wegen ihrer „Gefährlichkeit- Rumänien nach allen Richtungen ^Vorkehrungen treffen zu müssen glaubt, mit dessen Federn aber man sich neunzehn Jahre lang schmückt und dessen rechtmäßigen Lohn man ebensolange raubt. Herr Raoul Günsbourg, Direktor dcsRep/li'linnffs'ThfrttfrS Ir» Uftcräfiiirn in Vr .—‘~”7—*■,■" .»»3%.....»..-, ... Paris unt der Zusammenstellung einer Truppe für die Herbststagioue beschäftigt, gedenkt aus seinem Rückwege nach Rußland in Schloß Padesch, Sommersttz deS Königlichen Paares in Sinaka, vor den hohen Herrschaften, sowie dann in Bukarest eine Vorstellung zu geben zum Vesten der Bonuschaner Abgebrannten. Dies und das ausgezeichnete Talent des Genannten, der auch vor dcui Russischen Hof iymparhrsche Aufnahme gesunden hat, wollte ich cigeurlich nicht hcrvorhebcn, und ich weis; auch nicht, ob Schauspieler nach Ihren! Geschmack sind. Was ich sagen wollte, ist, daß die rumänischen Zeitungen ihm in allen Tonarten Lob spenden und ausdrücklich hcrvorhebcn, daß Herr Günsbourg ein ,Runräucist, dessen Eltern noch heute in Bukarest wohnen. Daß crJsraelit ist, werde ich Jlmcn sagen. Natürlich ist Herr Günsbourg den rumänischen Zeitungen nur so lange ein „Landsmannals er in Rußland zu verbleiben gedenkt und auch weil er etwas zu geben hat, nämlich die Theatervorstellung zu Gunsten einer rumänischen Stadt. Er würde aber sofort ein „Fremder" werden, wie tec_ Sängerinnen Ldesscanu (CbcjTcr) und Lr'tban!n Lnkarcst, wenn er sich entschlösse, seine Ttzärigkcit nach Rumänien zu verlegen. — Immer nrdi zum Brande ist zu rcgistriren, daß die (rein.) antisemitische Zeitung „Testeptarcain Bukarest Nch rühmt, daß sie darum keine Subscriptiou eröffnet habe, „weil die Betreffenden Inden find.* Ohne diese edle Gesinnung für seinen lieben Nächsten im Unglück im Geringsten zu bezweifeln, glaube ich doch noch, der wirkliche Grund ist der, daß das Schmutzblättchcn ganz genau wußte, eS wird ihm kein Mensch auch nur einen Pfennig anvertrauen. Die Ministerien des Unterrichts, deS Innern und des Krieges drücken im Monktornl Öfficial ihren „wärmsten Dank" aus: ad. 1. Herr« S. Benvemsti (Spaniole) in Krajova für 17 Bücher 07 werden ebenso gern angenommen wie 280) an öffentliche Schulen, ad. 2. den Herren I. Inster, Leon Äaneach und Salomon Elis (letztere beide Spaniolen) für 820 Frcs. zur Reparatur der Dorfschule in dem von ihnen gepachteten Gute GraSdiniya, ad. 3. den Herren Singer und TheUer für an die Militärambulanzen offerirten Rhum, Kognac und Schnaps. Sie wissen, was Sie von dem Dank zu Halten haben.-. Rußland. In der Petersburger Synagoge hat am 4. Juli eine Todtenfcicr stattgefunden, wobei für den verstorbenen Katkoro, als einen von humaner Gesinnung für die Juden durchdrungenen Patrioten, gebetet wurde. Achnlichcs wird auS Kiew gemeldet. Petersburg. Der „Post" zufolge ist auf Antrag deS General-Gouverneur Gurko gestattet worden,daß diejenigen ausländifchenJuden, welche ihrGildcnpalcnt biSzum I. Januar k.J. bezahlt haben, bis zum Abläufe dieses Termins ihre Geschäfte sorttrcibcn können. Eine weitere Verlängerung der Gildcnpatenke ist aber bisher nicht zugestanden und alle dcsfallsigcn Gesuche, selbst die von dem Gcncral-Gouvcrncnr befürworteten, sind von dem Finanzminister abschläglich dcschiedrn worden. Uedcrdcm ist in den Antwortschreiben der Finanz» Ministeriums auf diese Gesuche noch ausdrücklich bemerkt, daß die jüdischen Bittsteller nach Ablauf des obenerwähnten Termins Rußland zu verlassen hätte». Palästina. Jerusalem. Wie die „Arch. Jsr." berichten, hat Tr. Gregor d'Arbella, bisher Leibarzt des Sultan? von Sansibar, den Posten eines mcdicimschen Superintendenten der jüdischen Ackerbau-Eoloruen in Palästina, welche unter dem Patronate des Baron v. Nochschild in Paris stehen, angenommen. Tr. d'Arbella hat bekanntlich, wie wir ausführlich

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