Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 61 (8.8.1887)
- Date
- 1887-08-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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iiH jpj'j.tM,«!^ 3^w.-I4V.,':V^v,^^.T;^'L.t: 1103!’" i »i i if.' l i 1 i!Ü; I \r ZeitungSaachrichte» «vd Korrespondenzen. Deutschland. Fraukfart a. M., 5. Aug. Von der Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland ist soeben das erste Heft des zweiten Bandes erschienen. Dasselbe enthält u. A. eine schSkcnSwerthc Arbeit, „Aus der Zeilschriftcn-Litcramr zur Geschichte der Juden in Deutschland," gesammelt und mitgcthcitt von G. A. .£>. Burkhardt und M. Stern. Es ist in dieser Arbeit, der Frucht eines emsige» SammclsscißcS, Alles verzeichnet, was Zeitschriften über Juden in Deutschland' in Form von Abhandlungen oder Notizen bis zum Schluffe des Jahres 1886 enthalten, und „cs findet daher," wie cs in der Einleitung heißt, „jeder, der sich mit der Geschichte der deutschen Juden tm Allgemeinen oder im Besonderen mit ihren Schicksalen in einem einzelnen Lande oder einer Stadt beschäftigt, die bisherige diesbezügliche Literatur, soweit ffe in Zeitschriften nicdcrgclegt ist, zusammcngcstellL und wird so. da in den Aufsähen der Zeitschriften auch selbstständige Werke erwähnt werden, leicht mit der gelammten. ihn intercsffrenden Literatur bekannt." Das vorliegende Heft, mit dem die Sammlung noch uichr abgeschlossen ist, bringt 578 Nummern, bei denen auch der „Israelit" mit vierzig Nummern bclhciligt ist. — Was die in dem Hefte mitgcthciltcn Briefe, die Gabriel Ricßcr u. M. A. Stern initeinander gewechsen, betrifft, können wir. offen gestanden, den historischen Werth derselben nicht recht cinschcn. Jn-; icrciumt ist vielleicht nur die Art und Weise, wie! Gabriel Ricßer, der jedenfalls ein gradcr und chr-; lichcr Eharaktcr war, sich über die Nückffchlnahmc! und die „Heuchelei" der Reformer ausspricht, die -weniger Verehrung vor der Bibel, als Furcht vor - een Staatsbehörden haben, „die keine Furcht haben . vor Gott, weil ffe ganz gewiß wissen, daß stc keine -Schlage von ihm kriegen, aber gewaltig viel Furcht 'vor Rcgicrnngsräthcn und Bürgermeistern." Dra- -'ufch und wenig glimpflich bcunheilt derselbe auch Namentlich die glückliche? Weise schon längst hinter rns liegende Acformdcwegung in unserer Stadt und!as damalige Vorgehen gegen die Orthodoxen, denen pan einen recht feindlichen Stoß in's Genick vcrr-iijiat:" er spricht „von benr falschen Spiel, das r Frankfurt diejenigen mit dem alten Judcnthum rcrrcn, die zu benrii Leitung berufen sind:" „sein?.cchlsgcfllhl sträubt sich gegen die Lage, in welcher die Frankfurter Orthodoxen befinden würden" fdrgl. mehr. Frankfurt a. M., 7. August. In der alten Frankfutter Syuagoge, der sogen. „Altschul'", befand sich ein marmorner snpa jn», der f. Z. beim Nicderrcißeu der Syuagoge erhalten wurde. Da derselbe ein wcrthvolles jrunstwerk ist, soll er in der neuen, im Religionsschulgcbäude eingerichteten Löb Reiß-Synagoge angebracht und dcßhalb vorher rcuovirt und in derselben Weise, wie er früher war, hcrgestcllt werden. Die Frau Baronin Wilhelm von Rothschild hat zu diesem Zwecke die Summe von zweitansend und fünfhundert Mark gespendet. — Berichtigend sei hier bemerkt, daß das ursprüngliche .Kapital der Löb Rciß-Stiftung nicht, wie es in einer unlängst von mir gemachten Minheilung in Folge eines Druckfehlers hieß, 7000, sondern siebenzig tausend Gulden betrug. .Hannover. Dem Protokoll der am 6. Juni zu Hannover stattgefundenen Versammlung des Vereins jüdischer Lehrer in der Provinz Hannover entnehmen wir: - Der Bor fixende. Lehrer Fauerbach—Hildeshcim, rcfcrirte, daß die in deis vorjährigen Eonscrcnz gewählte Eommisston behufs einer an die Herren Landrabbincr der Provinz cinzureichenden Eingabe um Herbeiführung einer genauen Interpretation des S 56 der Schulordnung vom Jahre 1854, die Anstellung der Lehrer betreuend, ihres Auftrages sich entledigt habe und ihm von den Herren La.ndrabbinern die Antwort geworden fei, daß cs zur Zeit nicht angczcigt erscheine, dem Gesuche nach.znkommcn, da der Minister infolge der Beschwerde eines einzelnen Lehrers damit uulgehe, eine Abänderung des erwähnten Paragraphen vorzunchnicn. Er habe daher nach cingezogener näherer Erkundigung hierüber Veranlassung genommen, in Gemeinschaft mit den übrigen Mitgliedern des Verciusvorstandes und unter Zuziehung des Herrn Direktors Tr. tiroiicr bei der Berarhung darüber, eine Petition an das königliche Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegen-- Herten zu richte», in welcher die Schwierigkeiten, die dem Lehrer bei Erlangung der desinitiven Anstellung an» Grund des genannten Paragraphen oft gemacht würden, genau gcschildett und die Wünsche der Lehrer für Abänderung desselben Ausdruck fanden. ES stehe daher zu hoffen, daß die Angelcgerrhcit, welche schon so oft die Versammlung beschäftigt habe, zu einem günstigen Resultate für die Lehrer führen würde. Hierauf erhält Lehrer Spanier—Hannover- Munden das Wort zu feinem Bottrage: „Jnwie-