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Der Israelit · 1887-08-01 · Heft 59 (1.8.1887) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 59 (1.8.1887)
Date
1887-08-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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' -1 ->-1 ~rn ---«—-. 1070 nicient kaufte, die ihn von den griechischen Inseln oder auS den, Golfe von Smyrna, wo sich noch heute grobe Marmor brüche befinden, herholtcn. Bearbeitet wurden die Marmorblöcke erst in Phönicken, da cS sich unmöglich denken labt, dab inan solch eine feine Sculpknralbcit, wie sie die irr Sidon gefundenen Sarkophage zeigen, über das Meertransvortirt habe. Hinabgelasscn wurden die Marmorblöcke dann in die Gruft mittelst eines Sandhügcls. so wie cs die Aegypter zu thun pflegten. Auf dem Boden der Gruft wurde nämlich ein größer Sand- Hügel onfgcschuttct, der bis zu. deren Lcffmuig hinanreichte und auf diesen Hügel wurde dann der Marmorblock gelegt. Hierauf begann man den Sand hinwegzuräumen und je kleiner derHügcl wurde, desto tiefer sank der Block in die- Gruft hinab. Auffallend ist eS dagegen, daß in'diesen in Sidou aufgedccktcn Sarkophagen mit Ausnahme einer einzigen Münze kein Geldzeichen gefundenwurde. Tie erwähnte Münze stammt ans der RegicrungSzeit des syrischen König» Alexander Bala. der um 149 v. der allgemeinen Zeitrechnung regiert hat. Bei den Griechen hingegen war cs bekanntlich ein allgemeiner Gebrauch, daß sie dem Tobten eine Münze unter die Zunge legten, damit er so dem mythologischen Fähnnannc, der ihn in einem Schiffchen über den Acheronfluß*) setzte, den nöthkgcn Lohn entrichten könne. Bemerkenswerih ist es dagegen jedenfalls, daß alle Figuren ans den Sarkophagen. Beinkleider (c*dj::c) tragen, obwohl dieses Kleidungsstück weder den alten Griechen noch den Römern bekannt war und eigentlich in Ehaldaca erfunden wurde, von wo es dann die Aramäcr nach Syrien nub Phönicicn brachten. In de» Nischen, wo die Sarkophage standen, entdeckte man auch mehrere aus gebranntem Thon angcscrtigtc Oellampen, welche die sonderbare Form eines modernen Tellers haben. Ter Rand dieser Lampen ist bedeutend erhöht und mit einem Schnabel versehen, in dem der Docht ruhte. Auch mehrere aus Alabaster verfertigte, birnensörmige Fläschchen (wahrscheinlich das hebräische -s) zur Aufbewahrung wohlriechender Lele wurden in den Nischen gesunden. Bier derselben sind so groß, daß sic nahezu ein hal- *) Ter Name dieses Flusses ist pbönrcsscken oder vielmehr bedräischen Ursprünge- und lautele in Wirklichkeit: {TOf* »als» der le;<te, der äuxenre Fluß, der die ^benvelt von dem Jenseits jÄeibet. Nederhaiivt haben die Entchen die meisten ihrer mvlhvtvziichen Ausdrucke dem Pbönici'chen entlehnt, da vdönicijche Kausteute zuerst den Eöxenkultur nach Hellas gebracht haben. Lo ist .Nektar' vahrscheinlich das hebräi'che d. h. der Wein ist vortresftich, dast man ihn sogar den«'örtern opfern darf: .InS' die Morgenrörhe ist das hebräische NEerrr d. h. die HinrmelSdeam u. m. A. so. T-er Ueberjexer. des Kilogramm Ocl fassen können. Wenn wir nun genau diese Begräbnißstätte der alten Eidonier betrachten, die doch eigentlich eine Grube war, in die ma>l die Todten hinablicß, so fangen wir erst zn begreifen an, was der königliche Sänger mit de» Worten: rnp -ach cmn trprn rrw (Tu, Gott aber, wirst sie hinablaffen in den Brunnen der Richtigkeit) eigentlich meinte. Auch den Pfolmvers hm r.*s ~ao hy -exn (Damit der Brunnen nicht seinen Mund über mich schließe), der doch sonst beinahe »»verständlich ist, werden wir besser verstehe». Wen» loir nun das Leben unserer Boreltern im heilige» Lande, ihre Sitten, Lebensweise. Ansichten, Tracht, Nabrung und sogar auch die Worte der heiligen Schrift besser verstehen wollen, so müssen wir auch das Leben und die Geschichte ihrer Nachbarvölker: der Aegypter, Phönicker, Philister, Babylonier, Afsyrcr etc. fleißig studiren, da sie Vieles von diesen Völkern angenommen und ihnen dafür Manches aus ihrcnk Leber» gegeben haben. So habe» wir erst oben erwähnt, daß die Alten ausschließlich uurMetallspiegcl befassen, die sie nun fleißig polirten, damit sie ihren Glanz nicht verlieren sollten. Als nun Moses die Stiftshütte in der Wüste errichtete, da haben die frornmen Frauen Israel» ihre kupfernen Spiegel dazu hcrgegcbcn, daß man daraus ein Waschbcckcn.'sür die Priester hcrstelle. Diese Spiegel wurden dann -zu einem Haufen (tes bedeutet im Hebräischen Haufen oder große Schaaren) vor demStktszctte znsammcngelegr. Daher heißt es Exodus XX^VIII 8: Und er verfertigte das kupferneBekken und das.kupferne (bestell ans den Spiegelhaufcn, die. vor der Stiftshütte aufgcschichtct waren. Die ConverMin. Vor» Friedrich Rott. (Fortsetzung.) »Das können Sie auch/ verletzte Herr Kalman lebhaft. »Sie kennen meine Frau zwar nur oberflächlich, denn ihren ganzen vollen Werth, de» kennt i cm and als ich. — Sehen Sie, daß ich der ernst-fromme Jude bin, als den Sie mich kenne».

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