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Der Israelit · 1887-07-28 · Heft 58 (28.7.1887) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 58 (28.7.1887)
Date
1887-07-28
Page
– (sequence 21)
Language
German
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1061 Arbeit Gelegenheit geben, feine Einrichtung daran zu messen und hüben und drüben berichrigend cinzugreifen, und die allgcmciuen Ideen darin, dürsten auch für die Richtdetheiligten von Interesse sein. Die Elassencombination, Stundenzahl und Unterrichtszeit, wenn disponible Räume e? zulasten, muß mit derjenigen, welche für den Religionsunterricht anderer Eonfcssioncn vorgezeichnet sind, Zusammenfällen. Darnach bilden Ober- und Unterprima, Ober- und Untersekunda eine Abtheilung mit vierjährigem Eursus; Ober- und Untertertia die zweite Abtheilung mit zweijährigem EursuS; Quarta. Quinta und Sexta die unterste Abtheilung mit dreijährigem Kursus. Stunden sind 6 angcsetzt, auch für andere Eonfcssioncn und wenn es zur Zeit im Gymnasialgebäude an Klassenzimmern fehlt, so sollen 2 Stunden im Gemeindcschullocale criheilt werden. Wenn Allerlei. Zur Regeneration der Schule in Deutschland schreibt Herr Tr. tv. Fried iii der „Voss. Ztg." folgende bcherzigenswcrthe Worte, die auch wir unseren Lesern mitthcilcn wollen, besonders da die israel. Schule auch eine deutsche Schule ist und sein soll; wir verwahren uns hier im Voraus gegen jeden Vorwurf, der vielleicht unscrm Ideal gemacht werden könne und erklären, die israelitische Schule, die wir erstreben, soll eine israelitische und eine deutsche sein, da der Israelit Deutscher von Geburt, sein Vaterland Deutschland, und seine Ration die deutsche ist. Tcßhalb gelten die Worte des Dr. (?. Fried auch für die israel. Schule. Er schreibt: Berlin. (Zur Regeneration der deutschen Schule.) „In immer weiteren Kreisen bricht sich die Ueberzeugung Bahn, daß unserem Schulwesen nicht nur eine Ansbcperung in vielen Eiuzclpunktcn sondern eine Umgestaltung von nölhcn ist. Ist etwa das Ziel des heutigen Unterrichtes, den Schüler so zu erziehen, daß er geistig und körperlich fähig ist, sich sein Lcbcnsschicksal selbständig zu schassen? Rein, das Ziel des heutigen Unterrichtes ist, den Schüler durch ^Gewährung von Berechtigungen die sclbststäudige Schaffung seines Lcbcusschicksals uunöthig zu machttl! Wer noch zweifelt, ob diese Beantwortung der Frage das Richtige trifft, der denke daran, daß unsere Zeit in eigcnthümlichcr Sclbstcrkcnntuiß diejenigen, welche zwar die Berechtigung zur Anstellung, aber nicht die Anstellung haben, als „geistiges Proletariatbezeichnet. Der Wettbewerb zwischen Gymeinige Direktoren nur 4 Stunden einräumten, war nur der Mangel an einem Elassenzimmer die Ursache; aber nicht etwaige Ueberbürdung. da auch andere Konfessionen 6 Stunden Religionsunterricht hatten^ jede der combinirten Elasten 2. Alle werden darin einig fein, daß vorzugsweise 5 Unterrichtsfächer in diesen Lehrplan gehören: 1) Systematischer Religionsunterricht für alle drei Abtheilungen. 2) Lektüre der h. Schrift, für die mittleren und ober» Elasten. 3) Hebräisch, in allen drei Abtheilunge», 4) Bibl. Geschichte, nur in der Unterabtheilung, 5) Rachbiblische Geschichte, nur in obern Elaste». Mehr dürsten die Ansichten über das Verhält» niß dieser Fächer zu einander divcrgiren. (Fortsetzung folgt.) nasial- und Rcalanstaltcn, in welchen sich der Kampf während der letzten Jahre verlor, hatte unleugbar die eine gute Seite, die jedem Wetteifern um de» Sieg eigen ist: die Anspannung aller Kräfte, die schrankculose Entfaltung aller guten Fähigkeiten. Der uncrmäßliche Schaden, der aus diesem Einzclkampfe erwuchs, ist aber darin zu suchen, daß durch ihn die Aufmerksamkeit von manigfachcn gemeinsamen Mängeln beider Anstalten abgclenkt wurde. AIS sich dann vor drcivicrtcl Jahren einige Herren zu einem „Deutschen Einhcitsschul-Berein" zusammenfanden, wurde bald von unparteiischer Seite erkannt, daß es sich dabei im wesentlichen um nicht viel anderes, als um einen neuen kleinen Ausbcsserungsversuch des Gymnasyums handelte, der sich nur dadurch zu seinem Rachthcilc von den früheren Experimenten dieser Art unterschied, daß er mit dem Anspruch auftrat, nunmehr die Realschulen höherer Ordnung uunöthig gemacht zu haben. Ein anderes, wie es scheint oussichtsvollcres Progamm zur Schulfrage gelangt jetzt seitens der „Deutschen akademischen Bereinigung" zur Veröffentlichung. Diese Vereinigung. deren Ehrenvorsitzender Gehcimrath Professor I)r. Friedrich v. Esmarch in Kiel und dessen Vorsitzender Dr. med. Konrad Küsterin Berlin ist, bezweckt im Wesentlichen, cinzutretcn für die Heranbildung von körperlich kräftigen, sittlichen, selbstständigen, charakterfesten Männern. Zur Reform der Schulen hat die Berliner Ortsgruppe für die am 3. Juli d. I. stattgefundene öffentliche Hauptversammlung folgende Thesen zur Berathung gestellt: I. Unsere Kinder sind durchdie gegenwärtige Einrichtung des deutschen Schulwesens vielfach überlastet. Einseitig grammattkalische

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