Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 58 (28.7.1887)
- Date
- 1887-07-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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1042 mit sich in die Heimath, und es währte nicht lange, so wurde Rabbi Iischmakl den Elischa einer der größten Lehrer Israels — (OJittin 5Sa.). Dreizehn Jahre zählte er, als Nabbi Nechuuja bcn Hakanah (siche oben Mischna 5») sein Lehrer wurde. Später gehörte er dem Streife der großen Gelehrten an, welche sich in Iabneh um den Fürsten Nabbon Gamliel II. schaarren. Rabbi Iischmakl ist cS, dem wir die Zusammenstellung der dreizehn TeutungSregcln verdanken, die wir in unsrem täglichen Gebete reciliren rrzrj rtc?ra ',;'X ysyczr rsr~u m-m). Nabbi Aliba und er werden „die Väter der Welt" genannt. Beide waren sehr erfahren in der Arzneikunde: häufig reisten sie zusammen durch das Land und heilten die Kranken, rttan; außerordentlich wird die Wohtthäugkeit des Rabbi Jischmai-l gerühmt. Tie Töchter der Armen versorgte er mit Kleidung und Schmuck, auf daß sie schön und anmuthig erschienen und sich desto eher vermählen konnten. Als er starb, da weinten um ihn alle Töchter Israels. Er ernährte die Frauen, deren Männer in den Krieg ziehen mußten, und wo er bedürftige Talmudgelchnc sah, versorgte er sie mit allem Nöthigem. Seine Mutter verehrte ihn so, daß sie das Wasser trinken wollte, mit dem er sich die Füße gewaschen hatte; er aber litt cs nicht. — Daß er von außerordentlicher Schönheit war, haben wir bereits oben erwähnt: aber seine Weisheit überstrahlte weit feines Körpers Schönheit. Tie erste Uebersetzung, die wir im Anfänge dieses Kapitels gegeben haben, ist der Erklärung des Maimonides entsprechend. rm7 7p -rr. „Wenn du vor einem großen, hervorragenden Äaune stehst, so betrachte dich ihm gegenüber a!S klein und unbedeutend, bediene ihn, und stehe vor ihm und gehorche seinen Wünschen. nrerern? rer. Glaube aber deßhald nicht, daß du einem jungen Manne gegenüber. desien Haar noch schwarz ist, unhöflich und ungefällig sein dürftest, rrzvi ni.vn rr tn 7272 *vr>, sondern begegne jedem Menschen, klein wie groß, vornehm wie gering, jedem, der zur Gattung „Mensch* gehört, mit freundlicher Zuvorkommenheit.* Mit dieser Erklärung stimmt die von Bartinora gegebene erste Erklärung überein, rronm wird hier von rerer „schwarz* abgeleitet, und wird auf das Haupthaar angewandt, im Gegensätze zu ern, worunter der nrc1 cm „das Haupt der Hochschule* verstanden, der in der Regel schon im Greifenalter stand. Tie zweite Uebcrsctzung entspricht der Erklärung Raschi'S. Ta wird cm in der Bedeutung „Anfang* (ähnlich wie rem) genommen. „Erhebe dich leicht (nämlich zum Dienste deines Schöpfer-*), im Anfänge deines Lebens, in deiner Jugend. Das Wort rrar.cn wird in der Bedeutung „Alter* genommen, wie es heißt: hzn nnnrre nnTet „die Jugend und das Alter find eitel.* Auch nach dieser Teurung, der zweite» 'des Bartinora, hängt daS Wort mit ranr „schwarz* zusammen, da die Gesichtsfarbe im Alter dunkel zu werde» pflegt. „Und wenn du alt geworden, so soll es dir nicht zu schwer sein, Gott zu dienen.* Tie dritte Uebersetzung, die wir oben gegeben, entspricht einer andern Erklärung Raschi'S. „Sei zuvorkommend gegen de» Fürste».* cm bedeutet danach „Haupt, Häuptling, Fürst.* nrnen aber hängt nach dieser Erklärung mit dem talmudischen Worte mrc „Beamter* zusammen. ES ist demnach eine Regel der Nützlichkeit, die der Weife unS hier gibt. „Wenn du zuvorkommend gegen de» Fürsten, gefällig gegen dessen Beamte und freundlich gegen alle Menschen sein wirst, so kann dir das nur zum Lortheil gereichen.* Es ist jedoch schwer anzumhmeu, daß Rasch! derart de» Ausspruch deS Weisen gedeutet haben soll. Raschi sügt in der That einige räthselhaste Worte hinzu, die mit dem BorauSgegangenen in gar keinem Zusammenhänge zu stehen scheinen: er sagt nämlich: r>':2 by rc23 7m?rer7. „Warum (soll der Mensch zuvorkommend gegen den Fürsten, gefällig gegen dessen Beamte und freundlich gegen jede» Menschen sein)? Rachel weint um ihre 5tluder.* Ob Rasche wohl diese Lesart i» unsrcr Mischua gehabt hat, oder ob er diese Worte selbst hiuzugefügt? Wir wisse» es nicht. Jedenfalls führen uns diese Worte dazu, die soeben gegebene Erklärung Raschi'S in einem ganz anderen Sinne als dem einer Rützlichkcirsrcgel aufzufasscn, wa» wir s. G. w. im folgenden Kapitel auSeinandcrsetzen werden. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten und Corrcspondenzeu. Deutschland. Mainz. 25. Juli. Das Kunstbuttergesetz oder, wie es heißt, das „Gesetz betr. den Verkehr mit Ersatzmitteln für Butter*, ist uuu publizirt und tritt mit dem 1. Oktober in Kraft. Von da ab heißt daS, was bisher .„Kunstbutter" hieß» Margarine. Tie Geschäftsräume und Marktstande» i» •) Gia tzrimeicher Main» hat in beet Sorte «a hübsches m gtfunbm; es ftnb die AasaagSbuchstadr» ooa =-t«c -p=t< rw?7. WWWWM»l