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Der Israelit · 1887-07-25 · Heft 57 (25.7.1887) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 57 (25.7.1887)
Date
1887-07-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1028 den Fangarinen der Mission befreite nnd nach Stettin sandte, wo ich ihn z» seine» betrübten Eltern bcfördettt. Wie mir der sehr geweckte Knabe erzählte, hat auf Veranlassung des Dr. Klein das „Aftonblodet" in Stockholm einen Bericht über das Vorgehen des Pastors Licdfrröm nnd seiner (Mciiof« scn gebracht. Aber es wird vor Allem nöthig sein, dafür Sorge zu tragen, daß in Polen nnd Rußland diese Thatsachen bekannt, werden, damit den Sendboten der Mission, die unter jüdischer Maske die Jünglinge berücken, das Handwerf aelcgt werde." (Iüd. Pr.) Schweiz.. Bern, 20. Juli. Dcrsch wcrz.Bundcsrath hat in seiner geftr. Sitzung die Petition der Thierschutzv etc ine,. b c tr. des Schächte ns abgewicscn, da cs nicht erwiesen, daß dasselbe Thicrquälcrci sei. Nähere' Berichte folgen. Frankreich. Parks. Monatsbericht (Juni) der „Alliance Jsr. Univ.: (Die Juden in Rumänien.) Ter Monatsbericht hat zu verschiedenen Malen aus das Zöger» der rumänischen Behörden, die Israeliten in die Armee anfmnchmen, aufmerksam gemacht: cs herrscht die Besürchtung. daß sie diesen Umstand bei einem svätern Naturalisalionsgesttch geltend machen könnten. In Pietra wurde kürzlich ein Israelit, welcher sich bei der.Necrutirungscomurisnon siellte, nachdem er drei Jahre hindurch zurückgesrellt wurde, dcnnitiv wegen Constirutionsschwäche abgewicscn. Als er sich das Attest ausbat, welches gewöhnlich den jungen Acuten ausgctzändigt wird, als Beweis, daß sic sich der :liecrll1irungscomnnssion gestellt, antwortete man ihm: „Sic sind vom Rccrutirmrgsrcgifter, in Ihrer Eigenschaft als Fremder (d. h. als Jude) gestrichen, und wegen Schwäche des Dienstes ciildundcn." Nicht begreifend, in wie fern er vom Militärdienst als Fremder ausgcichlonen und wegen Schwäche entlassen »»erden könne, drang er darauf, daß man ihm das ihm zukommendc Attest ausstelle, welches die (5 oufuitinnig enthielt, daß er als Rumäne vor die Rccrntirungscommission berufen worden und zum Dienst unfähig befunden worden sei. „Sie geben sich wahrscheinlich so viel Mühe dieses Ccrtisikat zu erlangensagte der Bröselt, „weil sic cs geltend macken möchten, nur ihre Naturalisation zu fordern," und versagte es ihm. I« andern Bezirken lassen die Präsekte die Juden in die Armee aufnchmcn. verfügen aber, sie zur Unterzeichnung eines Aktenstückes zu bewegen, * wodurch sie erklären, daß sie fremde Unterthaoe» und als Freiwillige in der rumänischen Armee dienen. (Israeliten von Bulgarien.) Bon jeher war der Markttag in Samakoff Montags, was de» Israeliten gestattete, daran tbeilznnehme». Bor einem Monat begab sich eine Deputation Christen nach der Hauptstadt Sofia, um den Minister des Innern .zu ersuchen, den Markttag auf Sonnabend zu verlegen, damit die Israeliten verhindert feie», daran theilzunchmen. Trotz der Bemühungen der lAcmcinde von Samakoff wurden die Wünsche der christlichen Deputation von der Behörde in Sofia erhört nnd am k. Juni, einem Markttage, wachte es der öffentliche Ausrufer zu Samakoff auf dem Markte bekannt und zeigte den Landlcuteu an» daß sie künftighin ihre Waarcn Sonnabends statt Montags zur Stadt zu bringen hätten. Cs sind zahl-, reiche Cmgaöen au die bulgarische» Behörde» abgegangcn und man hofft, daß sie von dieser Maßnahme zurückkommen, die die Israeliten von Samakoff ebenso sehr schädigt wie die Bauern. (Israeliten von Marocco.) Ter Kvveil da Maroc vom 5/13. Juni enthält folgende Mittheilungen über die Israeliten zu Marocco: Im Cmzarb, einem kleinen Dorfe in der Nähe von Casablanca, trat ein Araber z» einem israelitischen Schmiede ein. um ihm seinen Amboß weg- .zunehnlen. Da der Schmied versuchte, dies zn Verbindern, hat ihn der Araber erdolcht. 3 andere Morde wurden noch an Israeliten begangen; der eine in Ksar-Souk, in der Provinz Tasilet, die beiden anderen im Riff, in einiger Entfernung von Mclilla. an den beiden Brüdern Isaak und Zahm Korsia aus Bontifet. Die Mörder sind alle der Straflosigkeit sicher, da die Behörden des Bezirks, wo der Mord begangen wurde, anstatt sich zu bemühen, den Schuldigen zu entdecken, das Mögliche rhun. um die Spuren des Verbrechens zn verwischen, befürchtend falls dasselbe ans Tageslicht tritt, sie die Verantwortlichkeit desselben zu tragen hätten, wenn sie den Schuldigen nicht entdecken. (Constantinopel.) — Herr Baron von Hirsch har einen neue» Beweis seiner großmürhigcn Sumpathie für das Werk der Schulen im Orient abgelegt. indem er die Kosten des Unterhalts und die Bekleidung der Zöglinge der Knabenschule, welche die Alliance im Stadtviertel Haskcuy besitzt, aus Eigenem bestreitet. Ciuc Summe von 15,000 Frcs. wird künslhin diesem Wohllhängkcitswerk gewidmet. Nahezu 150 arme Zöglinge werden Mittags ein Frühstück und Abends beim Verlassen der Schule

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