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Der Israelit · 1887-07-21 · Heft 56 (21.7.1887) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 56 (21.7.1887)
Date
1887-07-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
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-nl -»■"■»JMimu'n-'-i.ctaa 1009 - il!f I! 3 Zeituogsuachrichte« aad Correspondenzeu. Lesterr. - Ungar. Monarchie. Wien. Ter erste Wiener Turnverein, welcher ganz in das antisemitische Lager übergctretcn, hat ein Eirculär ergehen lasten, nach welchem nur Arier in den Verein als Mitglieder ausgenommen werden, hingegen Juden, «ichrgctaufte oder getaufte weder Mitglieder noch Tbeilnehmcr sein können. Tas Vorgehen des Vereins, ist ein gemeiner Akt, nur die jüdischen Mitglieder, welche durch ihre Beiträge das Vcreinsvermögcn begründeten, aus demselben auSzustoßen. Hcbrigens bezweifelt rnan sehr, daß die Statthaftere! eine diesbezügliche Statutenverändcrung genehmigen wird. Linz, 14. Juli. Nach einer Mittheilung des clcricalcn „Linzer Bolksblatt* haben sich die Herren eber-österreichischen AdvokalurS-Eandidarcn au die Advokaten-Kämmer in Lin; mit einer Eingabe gewendet. deren Schlußbittc dahin geht, „die Advokatcn- Kammcr möge das Ansehen des Standes wahre» und die geeigneten Schritte unternehmen, daß der Stand nicht verjndet.- Hierzu macht die Redaktion die Bemerkung, daß nur eine verschwindend kleine Anzahl von Eoncipicmcu die Eingabe nicht unterschrieben hätte. Wir sind gespannt, welchen Bescheid die Herren Petenten erhalten werde», und cs wäre erwünscht, daß der Ausschuß der obcröstcrrcickiichcn Advokatcu-Kammer die diesbezügliche Erledigung nicht im Archive verschwinden lasten möge. Paks, 14. Juli. Tie in Nr. 52 Ihres gcsch. „ISraclit" gebrachte Minhcilung. daß unser Herr Lbcrrabbiner für die bei der Wallfahrt Verunglückten eine jährliche Trancrfcicr bcstinuntc, ist eine pure Erfindung und wurde von einem unserer Gemeinde nicht angchörcndc» Individuum in mehrere Journale colponirt. Tie Nachricht ist bereits in der Prsthcr jüdischen Zeitung vom Gcmeindcvorsrand drmentin worden. I K. (szernowitz. Anläßlich des hohen Besuches unseres geliebten'Kronprinzen wurde auch unserer Synagoge eine Bcstchtigung seitens des Thronerben zn Thcil. Am Portale des Tempels empfing den hohen Gast der Präsident des Eultusvorstaudes Herr Naftali Tittinger nrir einer kurzen und sinnigen Ansprache und geleitete dann Hochdcnsclbcn in den Tempel, wo Londcsrobbrncr Dr. Igel und Rabbiner Weiß am Altar den Kronprinzen erwarteten. Tr. Igel sprach ein kurzes und schönes Gebet, worauf der Kronprinz beide Rabbiner mit Ansprachen aus» zeichnete und demihn hinausgeleitenden EultuSvorstandr für den schönen Empfang dankte. — Unser Euftusvorstand Herr N. Tittinger wurde mit einer Einladung zur Hoftafel ausgezeichnet. Tarnopol. Ter hiesige jüdische Handwerker- Verein „Iad Eharnzim" hat von der Bczirkshanpt- Mannschaft den Auftrag erhalten, sich corporativ an dG Festlichkeiten zu. Ehren des Kronprinzen zu bctheiligcn. Selbstverständlich nahm der Verein diesen Auftrag freudig an und har sich zu diesem Zwecke mit der Zunft vereinigt. So rückten sie zusammen circa 600 Mann stark mit ihren Vereknsfahncn aus. Alle Vereknsgcnossen waren festlich gekleidet und mit schönen Kokarden versehen, an der Spitze schritten die Vorstände, die Herren Dr. M. Landau, Apotheker H.Kähane und Moses Rappaport. Später nahmen wir Ausstellung vor der Wohnung de» Kronprinzen mit großartigen Transparenten in deutscher, polnischer und hebräischer Sprache, ' die das besondere Wohlgefallen des hohen Gastes, welcher längere Zeit auf dem Balkon verweilte, fanden. Auch hat der Vicepräsident Herr Moses Nappaport dem Kronprinzen ein hebräisches Gedicht in prachtvoller Ausstattung im Namen des ganzen Vereines überreicht. Budapest. Der köm'g. ung. Minister de- Innern har den Alrofencr Physikus uud hauptstädtischen praktischen Arzt Dr. Adolf Tatay zum außerordentlichen Mirglkcde des Landcs-SanitätSrathes ernannt P a l ä st i n o. Jerusalem. Vor Kurzem wurde» von London 500 L. als der diesjährige Authcil. aus den Stiftungen des Sir Moses Montcsiore hierher geschickt, welche gleichmäßig zwischen dcn Sephardim und Aschkenasim im Sinne des Testators und der Testamentsvollstrecker vertheilt wurden. M e s o p o t fl nt t n. Hille (Babel) am Euphrat (Schluß.) Kehren wir nun zur Geschichte von der Zerstörung Babels zurück. Wir haben schon oben erwähnt, daß -kcrxes den Bclnstempel, der von cinigcn Historikern für den babylonischen Thurm gehalten wird, zerstören und die in demselben vorhandenen Kolossalüatue aus Gold des Bclusgötzen sammt dem massiven goldenen Tisch, der vor derselben stand, rauben und cinschmelzcu ließ. Aber nicht nur diese zwei Kleino-

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