Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 55 (18.7.1887)
- Date
- 1887-07-18
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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990; j: ' heiligen Schrift (4 B. M. C. 15. V. 30—31) gelehrt: rx -ui pi rrvxn p rrr> -ra rsryn nrx er:."; '1 121 <2 ..tw r?3 «"«Tn n;i a:-cj'. pjiL **vi 'i :r.2 ray wm er:" jrrn iren ,-r.i rrss r.'c no „Und die Person, welche thun wird mit erhobener Hand, sei es ein Einheimischer oder ein Fremdling, de» Ewigen lästert er. und cs soll ausgerottet werden diese Person aus der Mitte ihres Volkes.- Tenn das Wort des Ewigen hat er verachtet und Sein liebst hat er zerstört; ausgerottct, ansgerottet soll werden diese Person, ihre Sünde hastet an ihr.- Tic Thora unterscheidet zwischen kleinen und großen Sunden, nach deren Verhältnis auch die Strafen zugemcsscn werden. Das ist der Fall, wenn Jemand irnbümlich sündigt, er meint z. B. er habe zum (Genüsse erlaubtes Fett (pir) vor sich und verzehrt es; nachher aber stellt sich heraus, daß cs unerlaubtes (27.1) gewesen; oder auch, wenn Jemand wissentlich sündigt; er weiß, daß das, was er thut, nicht erlaubt ist: allein, er gibt seiner Leidenschaft nach und Übertritt dennoch Gottes Gebot. Bei diesen Arten von Sünden unterscheidet die Thora zwischen leichten und schweren und benutzt nach Verhältniß derselben die Strafen, cr:m rs*. T2 nryr. irx „Aber die Person, welche thun wird lgleichviel welches Vergehen) mit erhobener Hand, dag heißt, wie Aden Esra erklärt er'.", p i«'!' ':xr« Ire? rrxvfc, zu zeigen aller Welt, daß sie vor Gott sich nicht fürchte, s*.i *i rx. eine solche Person lästert dadurch gleichsam den Namen Gottes, sei es. daß sie das Dasein des allmächtigen Gottes leugne, oder daß sie sagt, die Thora stamme nicht von Gott, oder welcher Art sonst die unsrer heiligen Religion entgegengesetzten Anschauungen sein mögen 3-,"2 ntt» cr:n rvrep r.ey eine solche Person ist dem göttlichen Strafgericht verfallen, gleichviel ob das von ihr begangene Verbrechen ein leichtes oder ein schweres gewesen. .172 'i i2i p, denn das Wort Gottes hat er verachtet. Wer, seiner Leidenschaft nachlcbend, sündigt, der verachtet das Wort Gottes nicht; er uiöchle Gott und die Thora ehren, allein seine Habsucht, seine Genußsucht, seine (Ehrsucht oder andere Leidenschaften sind zu stark, als daß er ihnen zu widerstehen vermöchte. Wer aber deßhalb Gottes Gebot Übertritt, weil er denen Verbindlichkeit leugnet, der verachtet das Wort Gottes. So Jemand ihn;u Rede stellt, entgegnet er mir Lästerungen gegen Gott und gegen die Thora; \-7s2 r» ■ei, er Übertritt nicht Gottes Gebar, er zerstört cs ganz und gar «7.--. rsr, men r.221. Wer, von der Neigung, dem Leichtsinne, der Leidenschaft gereizt, sündigt, der sündigt nicht immer. Es gibt viele Dinge, die er beobachtet, weil seine Neigungen oder seine Leidenschaften ihn nicht zur ttcbcttrclung an* reizen. Wer aber das Dasein Gottes leugnet, oder behauptet, daß die Thora nicht von Gott stamme, oder wer meint, die Gottcsgebote seien nur symbolisch zn fapen, aber nicht dem Wortlaute oder der Tradition gemäß auszuführen, der sündigt immer und sogar die guten Thaten, die er übt, haben nicht den rechten Werth, .12 .inx. die Sünde hastet an der Seele. Wer aus Leichtsinn' oder Leidenschaft sündigt, der wird dazu durch die Neigungen seines Mörpers verführt; wer über in Folge seiner falschen, irrrcligiösen Ansichten und Grundsätze sündigt, dem haftet die Sünde ander Seele. Mit der Erklärung dieser beiden Verse, haben wir die Grundlage für das Berftändniß unsrer Mischna gewonnen, und so lehren auch unsre Weisen lSanhedrin 9i>a.), daß Rabbi Elafar Hammodoa aus diesen Versen seinen Ausspruch gefolgert habe. Ter hier genannte Weise wird auch sonst als Erklärer des heiligen Schrift Wortes gerühmt, wie im Traktat Sabbat 55 d. erzählt wird, daß Rabbon Gamlicl die Schrifrcrklärung des Rabbi Elasar Hammoda» seiner eigenen und der des Rabbi Eliefer und des Rabbi Iosua oorzog. — Wir werden f. w. im nächsten ttapitel zur Erklärung der einzelne»'*- Bcstandthcilc unsrer Mischna übergeben. (Fortsetzung folgt.) «Literarischer Gericht. Wissenschaft!. aus dem Rabbiner-Seminar. VUL Die Vaticanische Handschrift der Halach0 t h G e d 0 l 0 th, besprochen und in Auszügen mitgecheilt von Tr. IsraelHildesheimer, Rabbiner und Scminardirektor. Beilage zum Jahresberichte des Rabbiner-Seminars zn Berlin «>t»4G (ISSi)—1SS6). Bl. Eine der glänzendsten Gestalten unter de» religionsgefttzlicheu Eodificatoren ist der dem 8. Jahrhundert angehörendeR.Simon auSÄahira, der in feinem Werke Hal achothGedoloth eine Zusammenstellung und Bearbeitung der 613 uachtalmndiichen Prinzipien gab. Es galt unter den Gelehrten als ausgemacht, daß unsere gedruckt vorliegende Ausgabe des Werkes eine reiche Anzahl von Zusätzen in sich birgt, die Simon Kahira nicht ihren Verfasser nennen. Ein zweiter Codex, auf