Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 55 (18.7.1887)
- Date
- 1887-07-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXVI1L Jahrgang. M SS. / " Der Zsnetlt. . V sr» : . Zlentrat - Organ für das orthodoxe ZudentHum. Herausgegeben von!>>>. Lehmarm in Mainz. Montag, dev 18. Jnli 5647 (1887). Leitende Artikel. Are Sprüche der Krater. Drittes Buch. XXVl. Mainz,!4. Juli. N722.-.1 c'sr.pn nt K*nen 'is s 'yrc~ ot br vm ^s^Tn iryo r.2n '-s v2?ät. rv» rcVrs2 bhz? rrm c:s rbssnt c*.?m v*y u-a* cn-cx jgp 7? j’K ,Q'272 CTVS7 ~TX1 7T3 rff 'S r(x yL^a .. :wi cViy?- „Rabbi Slasar Hammodo» pflegte zu sagen: Wer die Heiligthömer entweiht und wer die Feiertage verachtet und wer seinen Nächsten öffentlich beschämt und wer den Kund unsres Katers Abraham, über ihm sei der Friede, zerstört und wer die Tbora, der religiösen Vorschrift nicht entsprechend, deutet — obgleich er Thorakcnntniß besitzt und gute Thatcn geübt hat, so hat er doch keinen Anthcil au der zukünftigen Welt." Rabbi Slasar Hammodai war ein Schüler des großen Rabbon Iochanan den Lackai und gehörte dem Kreise der hervorragenden belehrten an, welche nach dem Tode ihres Lehrers an der Spitze unsres Volkes standen. Gleich seinem bochbcrühn'.tcn Gcuoffcn, Rabbi Akiba. nahm er thätigen Anthcil an dem Ausstande des Bar Kochba. (rin Kuthäcr beschuldigte ihn, dast er die Feste Bctdar den Römern übergeben wolle, da liest sich Bar Kochba vom Zorne hinrcisten und tödtcte den große»! Lehrer Israels. Von diesem Augenblicke an war daS Geschick DctharS besiegelt, und das letzte Aufflammen des Widerstandes gegen die Römer war erstickt. Seitdem bat das jüdische Volk, vereinzelte und unbedcutcude Versuche ungerechnet, sich nicht wieder gegen seine Unterdrücker erhoben. Der Ausspruch unsre- Weisen in der vorliegenden Mischna ist ungemein dunkel, sowohl in Bezug auf die (rrklärung der. einzelnen Tinge, die darin ausgezählt sind, als auch in Bezug auf die Zusammenstellung derselben. Ter Schwierigkeiten, die sich dem denkenden Leser eulgcgcnstcllen, sind zu viele, als dast wir sic hier alle öufzählca könnten. Dazu kömmt noch, dast, um dieselben hcrvorzuhebcn, wir gleichzeitig Vieles vorwegnehmen müstten, was erst später gesagt werden kan». Wir wollen desthalb gleich mit der (rrklärung der Mischna beginnen. . . . (rs gibt zwei Arten von Sündern*): solche, die wissen, dast sie Unrecht thun, sich aber derart von der Leidenschaft beherrschen lassen, daß sie wissentlich GottcS heilige Gebote übertreten. Der zweiten Art von Sündern gehören diejenigen an, iudd)c durch falsche Grundsätze und unrichtige Meinungen irregeleitet, die heiligen Gebote unsres Gottes übertreten und dabei vermeine», kein Unrecht zu thun. Zwischen diesen beiden Arten von Sündern ist ein großer Unterschied. Diejenigen, welche von der Leidenschaft verblendet, wissentlich sündigen, erhalten zwar ihre Strafe, oiag diese leicht oder schwer sein; sobald sie jedoch ihre Strafe erhalten haben, so wird ihre Sünde verziehen. Sogar Diejenigen, welche große Verbrechen begangen, die der Tod durch Menschenhand sühnt, haben, nachdem 'sie ihre Strafe erlitten, Amheil au der zukünftigen Welt. Diejenigen jedoch, welche die Gesetze der Thora nicht für verbindlich erachten, sie dcsthalb übertreten und vermeinen, datz dadurch kein Unrecht geschehe, haben keinen Amheil an der zuläuftigen Welt. Dieser Grundsatz wird in der *t Kon solchen, die unabiichi!,'.-, sündigen. C’ZTCiß $itr nicht dir K«d«. sondern nur von CT73.