Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 54 (14.7.1887)
- Date
- 1887-07-14
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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jeden Angenblick znruck verlangt werden. Viel- [ tofrei nach Ra ml eh übermitteln; ist doch in leicht findet sich durch Vermittelung Euer Ehrw. gar vielen Gemeinden ein solcher Ueberfluss an Jemand, der der Kolonie eine »g« spendet, j c^CC vorhanden, dass man um die Placirnng (Ich würde eine solche, falls sie noch vollkommen > derselben verlegen ist. gut erhalten, dankbar entgegennehmen und porj Dr. fialvendl.) - r^> k—— Rechenschafts-Bericht des ständigen Uilfs-Comites für die. Xothstäude russischer Israeliten zn Metuel iür die Zeit vom 1. Januar 1886 bis 1. April 1887. . -*»«66055»«— Ueber den Verlauf unserer Tliätigkeit während dieser Zeit ist weiter nichts zu berichten, als dass dieselbe eine ruhige und stetige Fortsetzung war der vorhergehenden Tliätigkeit, von welcher unser vorjähriger Rechenschafts-Bericht ganz ausführlich Mittheilung gemacht hat. Die Hauptthätigkeit. des Vereins bestand während des ganzen Jahres bis zur Stunde in der Unterstützung und Beförderung von ausgewiesenen und ans wandernden Glaubensgenossen. Bereits bis Aniangs Januar 1886 waren bei dem Comite in 649 grösseren und kleineren Sendungen 32682 Mark 81 Pf. einjregangen, hinzu kamen 2470 Mark, welche in Memel selbst gesammelt worden waren. Am 1. April dieses Jahres hat die Zahl der hierhergelangten Gaben 1160 betragen, welche eine Summe von 43167 Mark 70 Pf. darstellten. Das Geld war bereits an dem genannten Tage bis auf 78 Mark 70 Pf. verausgabt. Was weiter mit all den Unglücklichen geschehen soll, welche ohne Unterstützung sich nicht helfen können, müssen wir Gott anheimstellen. Mit der genannten Summe wurden 1101 Personen, darunter auch 17 christliche Ausgewiesene mit zusammen 67 Personen unterstützt und zwar derart unterstützt» dass sic nach überseeischen und anderen ausserdeutschen und ausserrussisehen Ländern gelangen konnten. Unsere Ausgewiesenen und Auswanderer waren zumeist russische Flüchtlinge, welche nicht nach Russland zurückkehren durften, oder Personen, deren russiche Heimath nicht mehr zu ermitteln war und die darum die Grenze nicht überschreiten durften. Das Krankenhaus für mittel- und hilflose Kranke, welche uns ans Russland zugebracht werden, hat in diesem sechszehnten Jahre seines Bestehens wieder einer grossen Anzahl armer und leidender Glaubensgenossen Beistand und ärztliche Hilfe gebracht. Diese Hilfe erstreckt sich auch auf viele Kranke, welche das Haus nicht aufnehmen kann, durch unentgeltliche Gewährung von Speisen und Medicin. Während des Jahreslaufes betrugen die Einnahmen der Krankenkasse, welche sämmtlich hier am Orte aufgebracht werden mussten, 7893,22 M., dieAasga- | ben 7f>53jl4 M., Kassenbestand am 1. April 353,03 Mark. Den Beschlüssen der vorjährigen 1 Versammlung gemäss ist im vorigen Sommer | das Krankenhaus mit einem neuen massiven j Stallgebäude versehen worden. j Die von der Königlichen Regierung conzes- > sionirte Kleinen tarschule für arme russische; Kinder hat mit den Ausweisungen eine schwer© | Krisis durchzumachen gehabt. Bei der Feier des i Sedanfestes 1885 hatte die Schule noch die; stattliche Zahl von 91 Schülern aufzuweisen. An | der Channka- (Weihefest) Feier desselben Jahres I war diese Zahl bereits auf 52 herabgegangen. | Als wir dieselbe Feier im verflossenen Jahre | begingen, waren nur noch 23 Kinder vorhanden, j Seitdem aber hat die Schülerzahl sich wieder i gehoben, so dass jetzt wieder 36 Schüler die I Schule besuchen. Die dreiklassige Schule hat! jetzt auch nur noch einen ordentlichen Lehrer. , Herrn Moses. Die Schule besitzt nunmehr ihr - eigenes Grundstück mit Wohn- und Wirtliscliafts-; gebäude. Im Wohngebäude sind zwei Schulzim- ' mer eingerichtet. Die übrigen Räume dienen I zu Wohnungen für Lehrer und Gemeindebeara- | tcn. In dem daranstossenden Garten ist im ver-; flossenen Jahre eine kleine, aber gar hübsche * Synagoge aufgebaut und am Rosch-Haschono : (Neujahr) 5647 dem Gottesdienste übergeben! worden. Die Einkünfte der Schule bestehen fast 1 ausschliesslich in den 3 */* procentigen Zinsen r von 50000 M., welche der Schule von dem ehe- ■ maligen „ Deutschen Central-Comite* zu Berlin i (Vorsitzender: Herr Justizrath Mako wer) ge- - schenkt und dem Vorstande der Synagogen-Gej meinde zur Verwaltung übergeben worden sind. Mit diesem geringen Einkommen von 1750 Mk. - muss die Schule auszukommen suchen.! Die Zusammensetzung des Comites ist auch; für das folgende Vereinsjahr dieselbe geblieben. — | Die herkömmlichen Vierteljahrssitzungen haben regelmässig stattgefunden. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Rechnungslegung einer jeden der drei Kassen des Comites, der Unterst ützuugs- Kasse, der Krankenhaus-Kasse und der Schal-Kasse. Einnahmen und Ausgaben