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Der Israelit · 1887-07-14 · Heft 54 (14.7.1887) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 54 (14.7.1887)
Date
1887-07-14
Page
– (sequence 26)
Language
German
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156 . ♦ >«- --- Schreiben des Herrn N iss im ßeeliar, Director der AH iance-Sclmle in Jerusalem an den Herausgeber. Mit «1er Beantwortung Ihrer gesell. Zuschrift habe ich bis heute gezögert, um Ihnen Neues über unsere Arbeiter dahier berichten zu können. Vor Allem empfangen Sie wiederholt unseren Bank für Ihr eifriges Bemühen zum Besten der Kolonien und wünschen wir Ihnen, dass der Lohn Ihres Strebens Ihnen dadurch zu Theil werde, dass Sie mit G. H. auch fernerhin viel Gutes zum Besten der Kolonien zu wirken im Stande sein mögen. Sie werden es hoffentlich nicht verübeln, wenn wir in der Kolonie Ihren Namen zu verewigen suchen und dem Hause, in dem die jungen Leute in Kamleh ihr Unterkommen litnlen, «len Namen T'-» geben und eine entsprechende Tafel in «lern betreffenden Hause anbringen. Wahrend des Festes waren die jungen Leute in J e r n s a 1 e m. Einige davon waren in unserem Schulhause und hat sich einer derselben während der Zeit, der Schmiedemeister Ross, mit der Tochter des Herrn Sch ei me, dem Lehrer für die Schn hm ac h e r e i in unserer Schule verlobt. Alle hoffen ihre gute Existenz in der Kolonie zu fiiulen und dass diese sich stets vergrüssera wird, sodass Euer Khrw. noch viele Freude an Ihrer Gründung erleben werden. — Wir haben jetzt wieder drei junge Leute, die «las Sclimiedehaudwerk erlernt, nach der Kolonie gesandt und zwar den 20jährigen doset Elijah u, der der Führer derselben sein soll, und unter dem der 17jährige Josef Seiikowitz und «1er 15jährige Isack Misrachi stehen. Unser Lehrer für das Schmiedehandwerk und einer «1er t »einigsten Schüler sind mit ihnen gereist, um dort Alles einzurichten und haben wir bereits Nachricht erhalten, dass sie gleich am Tage ihrer Ankunft Arbeit im armenischen ^Convent* gefunden haben. Wir sehen hierdurch, «lass sie sicher genug Arbeit zur Gründung einer Existenz dort Luden werden. Die Ausgaben überragen jedoch sehr unseren Voranschlag. Die Errichtung einer Schmiede ist an keinem .Orte so leicht, und ausserdem, dass wir ein Haus miethen und das Arbeitszeug beischaffen müssten, mussten wir das erste Mal auch Kohlen. Eisen und das übrige Material, das für eine Schmiede nöthig ist. ankaufen. Wir hoffen jedoch, dass die Schüler selbst allmählich die Kosten hierfür abtragen werden. Ich komme nunmehr dazu. Ihnen die Dinge zu bezeichnen, die zur vollständigen Errichtung der Kolonie noch nöthig sind und bitte Sie zu verzeihen, wenn ich w iederum mit unserem Stammvater Abraham sprechen muss: »Möge es meinen Herrn nicht verdriessen, wenn ich noch einmal rede!“ Zur vollständigen Einrichtung der Kolonie missen wir daselbst noch eine Blechnerel eröffnen; hierzu sind 150 Mark nöthig. Ferner muss eine Restauration dort errichtet werden, damit die jungen Leute rechtzeitig zu essen bekommen; hierzu sind 100 M. nöthig. Derjenige der sich bereit gefunden, eine Restauration dort zu eröffnen, ist bereits Ihr Client, es ist einer der rumänischen Flüchtlinge, Namens Gut mann. Derselbe hat für das von Ihnen gesandte Geld in unserer Schule die Steinliauerei erlernt und w ird unzweifelhaft, da er tüchtig gelernt hat, Arbeit in Rami eh finden; die Frau kann ganz gut gleichzeitig einer Restauration vorstehen. Wenn auch diese Ausgaben für die Kolonie immer grösser geworden, so hoffen wir doch, dass allmählich eine Wiedererstattung derselben stattfinden wird, sobald Alles vollständig eingerichtet und die Arbeiter gute Verdienste haben. Für die von letzteren eingehenden Gelder können wir ein Haus in Kamleh kaufen, — die Häuser sind dort sehr billig — in dem wir Synagoge, Schule und ,*j'P2 einrichten und den übrigen Theil zu Arbeitsräumen verwenden, damit nicht alljährlich soviel Miethe für «lie Häuser gezahlt werden muss. Dies ist unser Plan und hoffen wir, dass Euer Ehrwürden uns die 250 M. übermitteln werden.*) damit wir denselben zur Ausführung bringen können. Wir denken, dass hiermit alle Bedürfnisse gedeckt sind. Mit vorzüglicher Hochachtung P. P. Noch eines fehlt in Rami eh, nämlich eine 7»-»-. denn das «las wir dahin i gesandt, haben wir selbst geliehen und kann I. •) Pas ist seitdem bereits geschehe». SalmdL

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