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Der Israelit · 1887-07-11 · Heft 53 (11.7.1887) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 53 (11.7.1887)
Date
1887-07-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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^S-iZS 958 während deS FastenmonateS Ramazcn einen Regierungsakt zu vollziehen, bei dem ein großer Pomp entfaltet werden muß. Heber den nun vorgestern, Freitag, stattgefundenen Empfang meldet das Amtsblatt Folgendes: „Feierliche Audienz. „Ter chrcnwerthc Herr Strauße Minister der Vereinigten Staaten Amcrika's, hat gestern in feierlicher Audienz 2r. Majestät deur Sultan feine Beglaubigungsschreiben überreicht. „Herr Strauß und das Personal der Gesandtschaft und um 3 Uhr Nachmittags im Palaste cingetroffcn. Ter Minister fuhr in einem Wagen L ui Xfiiiiiioiit und war begleitet von Galib Bey» Adjunkten des Eercmonicnmcisters im auswärtigen Amte. Das Personal der Gesandtschaft hatte in zwei anderen vom Palastc bciacstellten Wagen Platz genommen. „Ter Vertreter der Vereinigten Staaten ist bei seiner Ankunft in dem Palastc mit dem gewöhnlichen Zeremoniell empfangen worden. Eingcsührt in den Thronsaal, hat er seine Beglaubigungsschreiben in die Hände Sr. kaiserlichen Majestät nicdcrgelcgt, welche wohl geruhte in einer sehr huldvollen Weise die Ansprache zu crwiedcrn, mit welcher Herr Strauß die Ueberreichung seiner Briese begleitet hat. Sc. Ercctten; Said Pascha, Minister der Auswärtigen Al»gelcgcuhcitcn, wohnte dieser Audienz bei. während Se. Ercellenz Munrir Pascha Obcrccrcmonicnmelstcr und Drogman des kaiserlichen Divans, während der Audienz als Dolmetsch fuugitte." Palästina. Jerusalem. Ich habe Ihnen schon früher berichtet, daß Baron Edmund von Rothschild in Paris bei seinem hiesigen Besuche die Absicht kund gegeben hat, die um den engen Raum vor der „Wcftmaucrdes h. Tempels liegenden Gebäulichkeiten anzukaufen, um eine Erweiterung des Platzes und einen bequemeren Zugang zu demselben zu bewerkstelligen. Diesem Projekte stellen sich aber, wie ich vernehme, große Hindernisse entgegen,- welche selbst bei großen Opfern an Geld schwer zu beseitigen sein werden. Tic fraglichen Häuser werden nämlich als heiliges Gut betrachtet, welches nach den Landesgcsctzcn nicht verkauft werden darf, und sind ausschließlich von armen Mohamcdanern aus Marokko, Tunis und Algier bewohnt. Allenfalls wurde sich die Regierung zu einem Austausch bequemen, daß näm¬ •) Numir Pascha ist ria vorzüglicher Kenner auch der drulicken Sprache und t'ikeralur und har er Heinrich Hrinr'S r^edichle ini Türkische übertragen. lich auf anderer Stelle für diese Bewohner auf Kosten des Unternehmers neue Gebäude errichtet werden; aber diese Eoncession wäre nur unter der Bedingung zu erlangen, daß die den Raum vor der „Wesimauer* begrenzenden Gebäude nicdergcrissen werden, das gewonnene Terrain nicht mehr bebaut wird und der Grund und Boden Eigcnthum der Regierung verbleibe. Unter diesen Verhältnissen ist es inchr als fraglich, ob eine Erweiterung dieses Platzes von Borthcil für uns fein würde. Tie Vorstände der isr. Gemeinden sollen, wie ich gehört, in einem Bericht an Baron Rothschild die gleiche Befürchtung ausgesprochen haben. Egypten. Ter Egvptologe Naville hat in dem Fclfcngebirge von Tcll-Basta in der Nähe der Bahn von Kairo nach Jsmailia die Ruinen des berühmten Tempels von Budastis — des Pi-Bcseih der Bibel — entdeckt und auszugraben begonnen. Tie Ausgrabungen lieferten bereits die merkwürdigsten und werthvollsten Ergebnisse. ES stellt sich heran«, daß der Tempel von Budastis eines der großartigsten Bauwerke dcS alten Egypten war. Naville fand bisher eine Unzahl Statuen, Säulen und sculpirte Steine — alle zerbrochen, aber mit Inschriften und Bildwerken bedeckt. Aus den auf den Säulen entdeckten Königsnamcn ergibt sich, daß der Tempel zlierst von Pcpi Merira, einem Könige der sechsten Dynastie um das Jahr 3300 vor der gew. Zeitrechnung gegründet und etwa zweitausend Jahre später von Ramscs ll. wieder hergcstellt und erweitert worden ist. Naville fand in den Ruinen zahlreiche Statuen dieses Königs, darunter zwei Eolossal-Statucn von schwarzem Granit, deren Größe man danach bcurthcilen kann, daß die Augen derselben sieben Zoll in der Länge messen. Fernlleto». Die ßonverlilin. Loa Friedrich Rott. (Fortsetzung.) Herr Aronowitsch war ein zärtlicher Vater, doch wenn c» galt, konnte er auch einen Machtspruch thuu — »nd er rhat ihn. Und Rosalie fügte sich freudigen Herzens. Fühlte sie sich doch innig beglückt, Herrn von Lilienfeld von ihren Reizen der Art gefeiielt zu sehen, daß er die Zeit nicht erwarten zu können schien. Zwar von der Macht ihrer Reize konnte Nief | i! I tli! liü

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