Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 48 (23.6.1887)
- Date
- 1887-06-23
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2449697-2449745--26682-2516523- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
dreijährigen Dienste herangezogea werden und werden dazu herangezogcn. Es ist das eine große Härte im ßnc& welche den isracl. Lehrer deßhalb so schwer triffr, weil ihm die Möglichkeit, die zweite Prüfung zu machen, genommen wird, und er nach fünf Jahren das Anrecht auf eine Staatsstelle verliert. Das ist hart, sehr hart, und die Frage, wie diesem llebelstande adzuhelfen ist, sollen sich nicht nur alle Kollegen, sondern alle Gemeinden vorlegen. Wer es mir der isracl. Schule gut meint, wer weiß, welche Bedeutung der Lebrcrftand im Leben der Völker bat, der wird die Härte dieses Gesetzes mit uns suhlen. Wenn erst der Gedanke der isr. Schule sich vopulär gemacht hat, wenn erst die Gemeinden anf origen, isracl. Schulen zn gründen, dann erst erfüllen sic ihre größte Aufgabe. Gin guter Stamm ist da: cs gilt, die Zweige zu veredeln. Und was der Dichter singt, gilt auch für das isr. Volk: Des VolkesKraft erblüht in feiner Jugend Und aus dem deutschen Knaben wird ein Mann. Sind erst mehr isracl. Schulen gegründet, so ist damit auch ein Lchrcrstand geschaffen, der in jeder Hinsicht dem christlichen Lchrcrstand ebenbürtig zur Seite steht. Dcrs füttffv Gebok. Katechese. (Mittelstufe.) L.: Wie lautet das fünfte Gebot? <^ch.: — L.: Wie lautet cS im Urtexte? <cd^. Z — L.: Was befiehlt also dieses Gebot? Lch.: — L.: Was heißt chrcu? Lch.: — L.: Wodurch kann ein Kind seine Eltern ehren? Ech.: ■ L.: Ehrst Tn denn auch andere Leute? Sch.: — L.: Wodurch ehrst Du z. B. Fremde, die bei Euch zu Besuch sind? Sch.: - L.: Ehrt man aus diese Weise auch die Eltern? Sch.: — L.: Wodurch bereitet ein Kind den Eltern Freude? L.: Also cs ist eine Freude für die Eltern, brave und folgsame Kinder, zu haben? Sch.: - L.: Gkebt cs denn auch äußere Zeichen der Ehre für unsere Elter»? Sch.: — L.: Weißt Tu mir einige zu nennen? Du? Dn? Sch.: — L.: Noch mehr; man darf sich nicht einmal auf den Platz setzen, auf welchem sonst die Eltern sitzen. Warum aber sollen wir unsere Eltern in so hohem Grade ehren? Sch.: — L.: Schon die Psticht der Dankbarkeit zwingt uns dazu; aber außerdem har cs Jemand geboten, dessen Willen wir befolgen müssen; wer wohl? Sch.: — L.: Das Gebot der Elternliebe und-Verehrung ist ein Gotlesgebot; wessen Stelle vertreten denn die Ettern an «ns? Sch.: — L.: Wer seine Eltern ehrt, wen ehrt der auch damit zugleich? Sch.: — L.: Wodurch ehrt ein Kind seine Eltern scrncr? Sch.: — L.: Worin soll sich die Liebe der Kinder zu den Eltern zeigen? Sch.: — L.: Worin zeigt sich der Gehorsam des Kindes? Sch.— L.: Wer gegen dieses Gebot sündigt, welche Strafe hat der zu erwarten? Sch.: - L.: Tie Verachtung seiner Mitmenschen ist jedoch nicht die einzige Strafe; welche Strafe ferst das jüdische Gesetz auf die Ucbcnrctung dieses Gebotes? Sch.: — L.: Mit welchen Worten wird die Todesstrafe dafür augedrohr? Sch.: nev r.-s ve* Vit-’- Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, soll gctödlct werden. L.: Hat die heilige Schrift denn die Ehrfurcht vor de» Eltern uns nicht noch besonders an's Herz gelegt? Sch.: - L.: Mit den Worten wt rv verlangt die hl. Schrift welche Tugend von uns? Sch.: — L.: Was heißt Ehrfurcht? Sch.: — L.: Vor wem sollen wir Ehrfurcht haben? Sch.: — L.: Vor welchen Menschen? Sch.: —