Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 31 (21.4.1887)
- Date
- 1887-04-21
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Zeitungsnachrichten «nd Eorresstondenzen. D e n. M <H « it d. WßxttM Das Comitä M Unterstütziuia ailsgcwiesener Oraeltten zu Hönigsberg, t ft, hat im Januar d. I. seine Thätigkett abgeschlossen. Sck dem September 1885 verausgabte dasselbe ca. M. 51,100 und unterstützte iö4() Ausgewiesene aus Königsberg und der Provinz Ostpreußen, die. zum größeren DM in ihre Äeimath, theilweise ins Ausland befördert wurden; ein einziger wandte sich nach deni außerpreußischen Deutschland. Berlin, 16, April. Der jüdische Glaswaarknfabrikaut David Kreiß ist am zweiten P e ß q»ch a b e n d meuchlings e r ui o r d e t worden, nachdem v noch heil und munter eine Stunde vorder in einem Restaurant ein Glas Bier getrunken hatte. Das unglückliche Opfer wurde am nächsten Morgen, ein Milchb röschen in der Hand, mit zerschmettertem Schädel aufgefundcu. De» Bemühungen her Behörden gelang es, den muthmaßlichen Raubmörder in der Person des Handlungsreisenden Günzel zu fassen und zu verhaften. Der Vater des Ermordeten, Herr Abraham Kreiß, besaß früher in Danzig ein Hotel. ~~ Herr Joel Nathan, der Verfasser des weithin bekannten Vokabulariums zuni Peutateuch, ist als Besitzer einer Pfandleihe im Alter von 82 Jahren hierselbst verstorben. fi# i : Mi-m i ,?'' ' ■' <r 4» /ÄS» ffax n.lUa e i ch. *<.. . pr sM u . großartige WohlsthMM'tZMM-hDWW'M<Aon von Hirsch^ hat fein"ÄMK?.Md,-MN' tzoffimnasvollen Sohn im Alter von MMWW/duMcheu» Hob verloren. Der junge Haron hatte die Rechte studtrt und lebte nur den Wissenschaften. Die berühmtesten Aerzle saus Deutschland PrMsor Knßmaul) wurde per» gebens an das Krankenlager berufen, min '*» irwn .Heile Du uns, o.Gott,.-und. wirwerden Genesung -inden.^ -r Mögen die vM.Schmerze ntedergeschmed terten Eltern in den'Kerkender Barmherzigkeit, die sie ja so oft i» glänzendster Mise geübt haben, Trost und Beruhigung finden. §; * 7/; .;.LF g l a^'stch. . «oudvn. Mr verstorbene Major. O,' 3UV der Erbauer des Mersey-Dumiels hat verschiedenen WohlthätigkeitSanstalten nicht nnbelrächtliche Legate HWMfen.. hu seinem Testamente setzte er fest, daß.feine AkeEiMdek seines verstorbenen Sohnes) nur dam auf ihr EMeil Anspruch machen können, wenn sie im Glauben verharken; bei einem Glan» benswechscl oder bei Eingehung einer Mischehe verlieren die Betreffenden 4 7, deS sttpultrten Vermögens. R u ß l a n d. . ' Marsch«»,.1 Der hiesige Gouverneur, Generale Gurko soll in Petersburg beantragt haben, die Rechte der Juden in Polen einzufchrankeu, fei aber mit seinem Anträge znrückgewiesen worden. E8M M e s o p o t a m l e. u. Bagdad, 10. März. In Folge starker Regengüsse im nördlichen Kurdistan, ist der Tigris (ypin) stark angeschwollen und im Weichbilde unserer Stadt sogar aus seinen. Ufern getreten, so daß - mehrere Quartiere hier vollständig unter Waffer gesetzt wurden. Die Waffergefahr ist diesmal jedoch glücklich vorübergegangen und hat sie weder Menschenleben gekostet noch Baulichkeiten zerstört oder gar den Verkehr zu Land gehindert. Für einige Tage waren wir freilich in Betreff der Lebensmittelzitfnhr auf die benachbarten persischen Orenzheztrke angewiesen, da hie Schifffahrt ans dem Tigris der rechenden und gewaltigen Strömung wegen fast ganz unmöglich war und mußten wir so manche Frucht» oder Fletschgattmig, btc sonst im Ueberflusse und zu billigen Prersen auf unserem Markte vorhanden ist, recht thener bezahlen. Roth haben wir jedoch keine gelitten, und auch der Sabbattisch konnte mit den üblichen Gerichten besetzt werden. Dagegen mußten zahlreiche unserer armen Hausircr, die gewöhnlich am Sonntage mit ihren Maaren, Heils übex ' den Tigris nach Mesopotamien ziehen, Heils-.stromauf' ivärts nach Kurdistan oder stromabwärts nach Äas» sorah gehen, um dann erst am Freitag Abend wieder yeimMhren, während der Dauer dieser kleinen . Sündflnth feiern und sich die Zeit — das Gast' Hans, und das WirtWauUeben kennt man hier gar;; nicht, während unsere sogenannten .Affeehämr Mt schmutzige,. dumpfe und rauchgefüllte Gaffenläden sind, in denen man für sünf Parras lvier Pfennige) eine Schale schwärzen. Kaffeegüm Trinken 'über .auch nicht ein ZeitnnOblättchkn.znm Lesen bekommt-^ "H entweder im Kreise ihrer . Mmilien ■ oder •, W|«i Synagogen cher ByW-Midraschinl, die vom WaW verschont geblieben. W,'' vertreiben, fl;, istso"" zu oft darüber geklägt worden, daß 'von de« .zw SSBÄS» »».IM««,, „ r»; WUKWW SSI 1