Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 30 (18.4.1887)
- Date
- 1887-04-18
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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- Minsk 1× ep/1000754
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535 Z±tut benannt, in fieberen in der Moldau (vgl. LLiwLeh Baal Schem-Sckem lob), und nach der Istöerliefcrung in der Umgegend der Stadt Pstrra. Das Leben des „Baal-Schcm", bevorer ÄLddiaer wurde, ist völlig sagenhaft. So heim cs. daß er in den Bergen (wahrscheinlich im Tschcachlau, Ausläufer der Karpathen) lebte, wo roch heute die Mikwah vorhanden, in welcher ir mehrmals täglich badete. Von der Moldau ging er nach Galizien, zuerst in die Sradt Lossow, dann nach Kitow, wo er die Schwester des Ä. Gcrschom zur Frau nahm. Gr lebte noch einige Iabrc in Snyatin, wo von ihm viele RcminiScenzcn erzählt werden. Tarauf ließ er sich in Tosi.Tlust.zulcM in Meschbisch, nieder, wo er auch starb 5503—17-13. — R. Abraham Iosua Haschil, benannt der Abtcr, Verfasser der Werke „Qhcd Israel,- Kommentar zum Pentateuch, und „Thorath Emcthwar Rabbiner in Jassy. Geboren 5515—1755 starb er 5585—1625. In jüngeren Jahren war er Rabbiner in Kolbisow in Galizien, zuletzt aber ging er von Jassy, in Folge von Streitigkeiten ebenfalls nach Maschbisch als Rabbiner, wo er den Rest seines Lebens verblieb. — Vielleicht bietet sich mir noch öfter die Gelegenheit Ihnen von der, bcsiercn Vergangenheit der rumänischen Israeliten zu berichten, die Gegenwart ist nicht sehr erbaulich und bietet nur selten Lichtpunkte. Einer derselben ist die geharnischte Absage, welche dem Hauptantiscmnen, dem Urgricchcn Polichr oniadis, kürzlich zu Theil wurde. Tie Zeitung „Rcopcctul Lcgni- (Achtung dem Gesetze) vom 14. März vcronentlicht ans Veranlassung dcS einflußreichen Herrn Gorovci Folgendes: „Wir sind ermächtigt, den Herren Redakteuren der (tendenziös -antifcmirisLen) „Tcstcprareazu sagen, daß Herr Arthur Gorovci bst von ihnen prosessirtcn Gedanken nicht rhcilr, wiewohl er wie jeder Rumäne von Herz die ökonomische Emancipation seines Landes wünscbt, — jedoch auf geradem und l egitimcm Wege. Er nimmt daher die Lobeserhebungen der „Tcsieptareanicht an und ruft ihnen zu: „meine Herren, Ihre Belobungen sind mir entsetzlich.- Er bittet sic lPolichromadis und Eonsortcn) seinen Namen nicht mehr auf ein Banner zu schreiben, wenn cS daS bei „Testeprarca" ist, welches höchstens bei den Barbaren flattern könne.- Rußland. Tic „Pct. Wed.- sind in der Lage, aus den von der „Iudenlommissionunter Präsidium deS l^raün K. I. Pahlcn gesammelten ograrstatistischen Materialien bezüglich der Juden in Rußland einige interessante Daren mittheUen zu können, denen die deutsche „Petersb. Ztg- Nachstehendes entnimmt: Am dichtesten ist die jüdische Bevölkerung in den lirhauischcn und westrussischen Gouvernements, am undichtesten in den kleinrussischen. So bilden z. B. im Gouverr:cmcnt Minsk die Juden über 12,s pCt. der ganzen Bevölkerung; in den Gouvernements Tscheruigow, Poltawa und Ickaterinosslaw, d. h. in der Richtung von Rord-Wcstcn nach Süd-Osten übersteigt dagegen die jüdische Bevölkerung nicht 4,. pkr. und im Gouvernement Ebarkow beträgt sie nur o,< pEt. Die Juden bevorzugen besonders Flecken und städteartige Ansiedelungen. In dieser Hinsicht gewähren die Flecken des Kreises Troki im Gouvernement Wilna ein besonderes interessantes Beispiel. Tort fonmtcn auf die Gesammtzahl der Einwohner beiderlei Geschlechts von 20,460 Seelen 18.802 Juden, also ungefähr 92 pEt. Was die Törscr anbctrifft, so bilden von 162 daraufhin er» forschten Kreise nur in den Dörfern des Kreise- Kancw im Gouvernement Kiew die Juden einen ansehnlichen Prozentsatz der Bevölkerung. Genaue Taren über den jüdischen Grundbesitz sind in 12 Gouvernements gesammelt. Es sind das die nachstehenden. Es verfügen die Juden: 2m Mit den Rrchten eine» Al» Eouvnntmrnt: bigknlhümrrö. Pächter. Ackerbau treibende Vrundbefitzendr Dmarabiea.... üb« Dri'Ü. DM- 109,210 DtM. 167,53» 32.173 44,278 Dolhynirn.... t^robno . 21,085 294,952 IrkalrrinoSkaw. 01,007 51,058 11,477 261^18 .Hoseno....... 36,432 Podolirn. 240,108 PoUawa. Tjchtmigow... Sonnt bcsiudcn sich von den 50,778,062 Dessj. (1 Tcssjatine — 1„ Hektar), aus denen die 12 Gouvernements bestehen, 5„ pEt im Besitz jüdischer Eigenthümcr. Berechnet man das Quantum Land, das auf jeden Einwohner entfällt, so ergibt sich, daß auf jeden Inden 0„ Dessj. und auf jeden Nichtjudcn 2.5 Tcssj. kommen. Fast alles Land, das sich in den Händen von Juden befindet, ist nach der Baucrnemanzipation erworben worden, darunter'/, sämmllichcr feit der Zeit verkaufter Adelsgütcr. Afrika. Tunis. Die Agitation gegen die neue Begräbnißordnung, welche bei den Israeliten Unruhe