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Der Israelit · 1887-04-07 · Heft 28-29 (7.4.1887) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 28-29 (7.4.1887)
Date
1887-04-07
Page
– (sequence 10)
Language
German
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W 506 t tu von der Lehre und dem Leben des IudenthumS fern hält, an, und naÄ Bundespsticht sogar in sein Herz zu schlichen, da wird auch die alle Vcgcistcrung für ein Leben voller Opfer und Entbehrungen schwinden, im güufligslcn Falle nur noch die tobte, erstarrte Hebung einzelner religiösen Pflichte« übrig bleiben. Man zeige nicht aus die Beispiele hin. welche wirklich srommc Ichudim durch ihren Eintritt in ein solches Karlcll-Vünduist gegeben haben. Wo nicht ganz besondere Interessen hierbei mit im Spiele waren, ist cs eine arge Selbsttäuschung, von der Mancher geleitet wird. Er glaubt, durch sein religiöses Leben, wenn auch schon nicht durch religiöse Belehrung (die er ja unterdrücken must) erziehlich 511 wirken. Eitel Verblendung und allzugrostes Vertrauen zu sich selbst.' Dafür beten wir ja täglich: Ho •,vd: ’T? ab ■>:s*2r, ferner jn -ons; jn dtns und 111)1 « UNS laut zu “C!»73 VCNT. u. v. A. Andere fühlen sich damit entschädigt, daß sie beitragen, das; ein sogenanntes, jüdisches Bewnstt» sein noch im Herzen Derer erhalten werde, welche sonst Alles von sich geworfen haben. Also, das; diese wenigstens bei den geselligen Zusammenkünften noch koscher speisen und (was immer getreu berichtet wird) auch einmal das Tischgebet sprechen oder hören können! Eine solche Aufgabe oder solches Ziel möge mau Anderen überlassen. Der wahrhafte Ichudi hat noch innerhalb seines eigenen, engeren >lrciscs so viel und so Vieles zu leisten, das; er eine solche Aufgabe nicht als in seinem Berufe liegend, nicht als zu seinem Hochziel gehörig erkennen must*). Das Iudcuthnm nur noch in der Phrase zu erhalten, mögen Andere anstrebcn; der gcscvesrrcue Iehndi bleibe davon fern £-2 jtt? '.rr: irrr Dr. A. Berliner. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M. Die soeben crschicncue Einladuugsschrift zu den önentlichen Prüfungen der Realschule der isr. Religionsgescllschaft bezeugt auf's Acne die erfreuliche Entwickelung der genannten und das hohe Interesse, welches ihr allseitig •) Und um solcher gklingsüzigtr iSiiolgr willen iollie d»r Iudr seine eigene Trtigioir Urlklrrugung und die ^ukunn xinrr «»der gefährden! — Red. entgegengcbracht wird. Tiefe Anstalt, v-nbun-! den mit einer Vorschule und einer höheren TöL-!! terschule, wurde von 4s:t Schülern und Schülerinnen!! besuch:; an ihr wirken 24 Lehrer und 6 Lehrerinnen. I; Tie mit derselben vcibundeuen Wohlthätigkcitsf anstalten erhielten an freiwilligen Spende» bcinabc k 14,000 Mark. — ES ist eine wahre Herzensfreude | zu scheu, wie eine solche musterhafte Anstalt, welche sich der grösttcn Anerkennung von Seiten der Vorgesetzten Behörde erfreut, den erhabenen Grundsatz unserer Weisen p.s *p~ =>* rs* verwirklicht. — Frankreich. Paris. Tie isr. orientalische Schule erhielt von der Behörde die Erlaubnist, das ihr vom verstorbenen Herrn L. M. Rothschild in London hinterlaffcne Legat von 50,000 Fr. anzunchmcn. England. London. Ter verstorbene Moses Lea har sieben verschiedenen WshlthätigkcitSanstalten 4f>oo L., austerdcm dem Londoner Hospital und Jüdischen Waiscnasyl «uoo L. hinterlaffen. Griechenland. Korfu, 8. März. Sie werden gewist schon von einer andern Seite her erfahren haben, dast unser hochverehrter Obcrrabbkner Josef Emanucl Levi nicht mehr unter den Lebenden weilt, und dast er am vergangenen 24. Feber (vw r~n r.>o seine reine cccdc ansgehancht hat, damit sie wieder zu ihrem Schöpfer und Geber heimkehre. Derselbe hat somit nach einer nur zehnjährigen Wirksamkeit — er wurde 1870 zum Obcrrabbiner unserer Gemeinde gewählt — seine Heerde, bk mit voller Liebe und Verehrung an ihm hing, wieder vertanen, so das; dieselbe mm neuerdings verwaist dasteht und sich von Neuem um einen religiösen Steuermann mnsehcn must. Ich will mich heute nicht eines Weilern ergehen über die segensreiche Wirksamkeit, die der Heimgegangene während seines Verwcileus in unserer Mitte entfaltet hat, da sich dieselbe schon mit den wenigen Worten ausdrücken läßt: Josef Levi hat seine Pflichten als Seelsorger der ersten jüdischen Gemeinde Griechenlands mit der größten Gewifsenhastigkeit erfüllt. -N22 ^711:2 vw. Wir können daber von ihm sagen, Josef Emanucl Levi hat sich, seinem Glauben, seiner Gemeinde und seinem ganzen Volke Ehre gemacht, -—-so -722 Sein Lob wird dader nicht nur von seinen eigenen Glaubcnsbrüdcrn, sondern auch von den Fremdgläubigcn weithin verkündet. So fand sich bald nach dessen Ableben eia r

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