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Der Israelit · 1887-04-07 · Heft 28-29 (7.4.1887) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 28-29 (7.4.1887)
Date
1887-04-07
Page
– (sequence 5)
Language
German
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50* lifdic Thauspcndc zum Urquell alles Lebens hinanfücigrn und uns Allen des Himmels reinsten Segen licrabbringen, damit wir uns unseres schönen Festes recht erfreuen können! Icitmrgsnachrichicrr und Correspondenzen. Frankreich. Paris. Tie Zurvliste für die im Fahre 1389 rrojcfiirlc allgemeine Ansftcllnng wurde jüngst veröffentlicht. Dieselbe zählt in den 26 Klaffen an io jüdische Mitglieder. Den jüdischen Soldaten ist vom Kricgsminisicr zur Feier dcS Pcßachfcstcs ein Urlaub vom 8. bis 16. April bewilligt worden. England. London, 3. April. Die englisch-jüdische historische Ausstellung (Anglo - Icwish -Hisiorical - Erhibition) winde gestern Abend mit einer Soiree eröffnet, die der Präsident Mr. F. D. Mocatta veranstaltete, und zu welcher 2000 Personen geladen waren. Bald nach 9 Uhr füllte sich der große Empfangss,ml der „Albert Hall" mit festlich gekleideten Gästen, die ^namentlich im Verein mit Damen in ausgesuchter Toilette und einem vorzüglichen Musikkorps dem Ganzen den Eindnick eines Balles verliehen. Die Alben Hall tsi eines der grösitcn Gcbänlichkeitcu Londons, in deren Räumen die weltbclanntcn Eonccttc, Oratorien re. aufgcführt werden. In einem Scitcnstügcl derselben nimmt die vorerwähnte Ausstellung vier Räume ein, in welcher mit 'großem Geschmack und gediegener Sachkenntnis; die ausgcsrclltcn Gegenstände zur Bcranschanlichnng gebracht werden. Die erste Vertreibung der Inden ans England hat im Fahre 1290 stattgesunden und die dcmnächsiigc Rückkehr derselben dahin im Fahre ior>c. Schon aus.der ersten Periode finden wir Documentc, Abbildungen und einige, wenn auch nur wenige 'gottesdienstliche Gegenstände ausgestellt, l B. eine Wan erkannt mit der Inschrift: ^***2 :-p"s* tx'jt “"prt p psv -ri:” 8*sn rpr. rx-r.-p’ r~ rrcr?x*nx **2 rrrb ,-o welche in einem Fischteiche zu Saftolk anfgcfundcn wurde. Es scheint diese interessante Llannc zuerst zuni Händewaschen bei Leichenbegängninen. benützt und dann vorn Vorsteher in eine Spcndenbüchsc umgewandelt worden zu sein. Ein Schosar aus der bezcichnctcn Periode wurde in diesem Jahrhundert «ndcckt. Auch Kanscontrakre, Vermächtnisse u. dgl. Tocumcute erregen großes Interesse, ebenso die Eancaturco aus diesem Zeitalter. Ebenfalls finden sich die Pläne aller hiesigen Synagogen, eine Menge Photographien und Bilder der berühmten jüdischen Persönlichkeiten Englands von mehreren Jahrhunderten bis auf die heutige Zeit, sowie auch viele Ehrengeschenke und Adressen, welche denselben bei verschiedener Gelegenheit gewidmet wurden. Besonders erregen die mannigfaltigcn Schriftstücke, Widmungen und Ehrengeschenke, die Bezug zu dem allbekannten Philantropcn Sir Mose- Montcsiore haben und von Ramsgate hichcr zur Ausstellung gesandt wurden, große Bewunderung. Ter silberne Aufsatz, der Sir Moses nach seiner Rückkehr von Damaskus ans einer Sammlung aller Juden der Welt überreicht wurde, ist in seiner Großartigkeit gewiß ein ehrender Beweis der Anerkennung. Sämmtlichc Briese wie z. D. die Gewährung -einer Audienz bci Mehemct Ali i.F. 1840, die Sir Moses und Ad. Eremicnr erlheilt wurde, ferner ein Brief vom Prinzen E Harles v. Rumänien, in dem derselbe de» Inden seinen Schutz zu garantircn verspricht, ein anderer ähnlicher vom Kaiser von Marokko, ein „Firman" des Sultans gleichen Inhaltes, ferner historisch interessante Briefe bedeutender Männer liegen im Original vor und das Bittgesuch Mcnasse den Israels, welches er von Anlstcrdam aus an Erommwcll betreff der Ansiedelung der Juden nach England, richtete, in Abschrift. Es würde zu weit führen, die Bücher und Manuscripte, namentlich die höchst merkwürdigen samaritanischcn Handschriften zu beschreiben. Sowohl das britische, als auch das SouthKcirsiriglrm Museum, die Wcstmimster Abbcy, das Rccord-Össicc und die „Palästinesischc Ausgrabungs-Gesellschaft" liehen die in ihren Abthcilnngcn fiir Palästina befindlichen Antiquitäten, wie z. B. Siegelringe mit hebräischer Inschrift, Schmuck-- nnd Syüagogal-Gcgcnständc aus ältester Zeit derAnglo- Fewisch-Exhibllion für die Dauer der ganzen Saison. Gleiches geschah Seitens der jüdischen Eolonisica in Indien, sogenannte „Bne Israel", welche mehrere Steine mit hebräischen Inschriften, Medaillen, Talismans, Ehanulkah- und Sabbat-Lampen, wie sic heute noch von den Juden in Bombay benützt werden, Hochzeitsringe (von Silber), Schofar aus Eudoo-Horne gefertigt und Halsketten, die von jüdischen Negerinnen bei feierlichen Gelegenheiten getragen werden, der AnsstcUungscommission zusandun. Besonders interessant sind deren hcbr. Gebete nnd „Sclichoth". Tie Alfred Rcuman'sche Sammlung von Earicaturcn rc. erregt allgemeine Heiterkeit. Tic zweite Abthcilung der Ausstellung enthält sämmtlichc Synagogal- und überhaupt gottcsdienstlichc Gegenstände Englands ans dem Mittelalter

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