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Der Israelit · 1887-03-10 · Heft 20 (10.3.1887) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 20 (10.3.1887)
Date
1887-03-10
Page
– (sequence 3)
Language
German
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353 L-chr aller tückischen Angriffe gesendet. „2k Purimic’c sollen nie unterstehen" — so werden wir cs lcien. die Tage des Hasses und der Verleumdung, die Tage des Sieges und der Vergeltung, und fürwahr. die Blätter unserer Vergangenheit wie die Ereignisse der Gegenwart zeugen für die Wahrheit dieses WoncS. Wir wiesen jüngst an der Hand einer Broschüre dcS Herrn Tr. Berliner die Mastlesigkcitcn des anlisemirischru Unircrsitäiöproscssors V^ul de Lagardc zurück, wir können heute jenem Änfsave einen lehrreichen Beitrag zur weiteren Eharülicrinnrng Lagardcs in der kurzen Besprechung einer soeben enä.icnencn zweiten Broschüre ansügcn, welche Herrn Prof. Tr. David .St auf mann in Veich, Mitglied der historischen Akademie in Madrid, z::m Verfall er hat.*) Während Berliner ein Eharaltcibild des Göttinger Professors zu zeichnen ü:chre und mit sausenden Hieben den übermüthigcn und neidischen Widersacher nicdcrstrccklc, deckte .Kausii!cum die wissenschaftliche Blöße Lagardcs nach liner Richtung hin auf, und zwar so gründlich, so durchschlagend, so siegreich, das; Herr Lagarde viclleich: kaum mehr die Lust verspüren dürfte, auch in der Synagogolpocsic sich als den nnschlbarcn Geister anfzuspicten und die anerkannter! Autoritären dieses Faches mit der nicht iuuucr reine Lauge seines Witzes zu überschütten. Ern junger Doktor, L. Dechen mit Namen, seiner Eontession nach Protestant, harte als Vromotionsarbeit 2 Göttinger Machzolliandschlifren sich erwählt und sich dadci nicht nur eine Anzahl schwerer Fehler gestattet, sondern auch irr wenig geziemender Weise über Zrnrz, Lrrzzalto n. s. w. den Ltad zu brechen und ihre Leistungen „als im rvcscml:±cn verfehlt zu betrachte«." Tic Göttinger Fakultät verlieh Herrn Dechen ans die Arbeit hin den Doktorhut und Pros. Kaufmann sas; strenge zu Berich: über das Werk und feinen Berfasscr. Als Replik gegen die vernichtende, ja. zermalmende Kritik LiaufmamrS lief; Lagardc feine hastsprühende Broschüre „Lipmann Zunz und lerne Verehrer" vom Stapel. und die Antwort auf dieses rrlc E^cugnist gibt die vorliegende Arbeit. Zunächst macht Kaufmann Herrn Lagarde klar, dast Zun; rüch: Lipnrann, sondern Leopold gchcisten nrrd dast ibm nimmer ein Recht zustehc, Ramcn für anlisemnischc Zwecke abzuändcrn, das; aber im llcbrigcn ^iprirann cm urgermanisches Wort sci. TicUebcr- *i ¥a.ul de LegardcS jüdische Gelehrsamkeit. Er^ideruvg von Pros. J»r. Tavid.«rausmann. »'erv;rg. i'fttfcfT. *3 <2. Wir khcitcn zugleich mit. dax auch t:c ^rvschüre Berliners in den genannten Prr'.ag übrrgeganwindnng, die cs ihm gekostet, auf die beispiellosen Ausfälle überhaupt zu antworten, mußte schließlich der Ehrenpflicht weichen, den »tobten Löwen" gegen dessen mnthigcn Angreifer zu schützen. »Mir sieht die ungewaschene und ungekämmte Sprache antisemitischer Knciplokalc-, nicht zu Gebote", schreibt der Vers, und dcsthalb wie aus Rücksicht auf den Gelehrten Lagarde will er, ein rechter Nachkomme SemS, die Blöße des hasttrnnkencn ManneS obgewandtcn Angesichts bedecken und den Streit auf' das rein wissenschaftliche Gebiet einengen. Der Verf. cilirt die frivolen Beleidigungen, welche Lagardc gegen den Todlcu sendet; zwar will er ihn nicht gegen „solche Angriffe" verthcidigen, da die Bastionen seines .Ruhmes viel zu fest und formrdabek sind, als dast sie von den Knallerbsen ohnmächtiger Bosheit und lächerlicher Wuth Schaden nehmen könnten; ich will lieber ein Asiat und ein Wilder heißen, so ruft Kaufmann aus, wenn cs europäisch sein soll, die Schnrerzen zu bewitzeln, die Jahrhunderte lang durch die Seele eines Volkes gerast haben und dem Manne, dem die Wissenschaft für die Geschichte jener Leiden und Poesien in ehrfürchtiger Verehrung verpflichtet ist, damit zu danken, daß man von dem „iw frei willigen Kladdcrdatsch des »Doktor" Lipnrann Zunz" redet, doch will der Vers, einige Schnitzer gröberen Kalibers, wie sic L. in der Synagogalpoesie verübt, vorsühren, und diese sind allerdings thcilwcifc so entsetzlich, daß man über den Ärith LagardcS staunen must, in der Snnagogalpoesic meistern und verhöhnen zu wollen. Den herrlichen Beginn vieler Lieder nnvs vstca »am Sabdatausgang" hatte Tesche» genommen nm:2 „wie Lerne, welche Ruhe finden", und Lagarde fragt, ob cs denn einem Studenten zu verargen, wenn er nicht wisse, dast cS-nrn:o 'xrrsa „als ich Ruhe fand" heim:!! Das prächtige Wortspiel r.o-oi f-n »r. pxi rvfrr.r. crc*a -ex „aus deren Zungen Lieder waren, und deren Inneres nicht Drug und Falsch", übersetzt der Mann, welcher die Üebersesung des „Schwachkopf" Zunz „Unrath" nennt: „ans deren Zungen Psalmen waren, und in deren Mitte kein Betrug und keine Gaunereien!" Die Zeilen ibn Esra nam •rp’3 n.*n *ax zw '22 ,Ps. 88. 10.) „Sich', Batcr, wie vor Roth mein Auge verkcchzt!" übersetzt Lagarde: »Mein Batcr, siehe, daß mein Auge durch meine Missethat hingeschwundcn ist." Den Bers: nroo jfca cto m s rpya wen nar nren cro» brz> -ca rrr np ’.-o pm

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