Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 19 (7.3.1887)
- Date
- 1887-03-07
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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337 Leitungsuachrichten mib (svrrespon-euze«. Deutschland. Mainz, 4. März. Bereit« im vorigen Jahre haben wir darauf aufmerksam gemacht, daß imirirre Pfefferkörner in den Handel gebracht werden, welche, an (fciialt und Farbe den echten sehr älmlich find und and brodigem Teige bestehen. Herr Ig. x. 3 dj i c i L> c i in D r c< h v b y c z (r^ali- >:f;0 sendet uns soeben eine Anzahl derartiger gcfälschter Pcsserkörncr und thcilr uns zugleich ni't. daß dieselben sich unter echtem und gutem Messer vorgcfundcn haben und das; diese strästiche Mischung in dortiger Gegend häufig vorkemme, ja, fcaf» sich die Mischung manchmal dis ans öo" n crfircdc! Wir verfehlen nicht, darauf aufmerksam v.i machen, damit beim Einkäufe von Pscmr aus —e die nöthigc Vorsidit angcwcndct werde. — Hamburg, 25. Februar. Ter israelitische FeuciungS-Vercin von 1855 hatte am Schluffe des vorigen Jahre« i»l»7 Mitglieder gegen 1021 am ^chlunc de« Vorjahre«. Au regelmäßigen Beiträgen gingen 451)7,40 M. ein, an Legaten l:*oo M. und au Geschenken 184 M. Zur Lcrloosnug gelangten .:>!l» Portionen Fencrnrrg im Wcrthe von 5057,51» M. rci[ca ZI5 Portionen im Betrage von 5>'»:i,72 M. :::r Borjahre. In Folge de« strengen Winter« sah fich derBorstaud veranlaß:, ilnFcbruar de« vorigeuIahrc« 80 Portionen Fcncruug im Wcrthevsn82:!,7o Bl. aira zur Bcrloofnng zu bringen, und zwar wurde die dafür erforderliche Lumme statutengemäß dem Affeivesonds entnommen. Trotzdem in da« Vermögen des Verein« vcu 25,575 Ä. auf 20,^45,02 Ä. gestiegen. Es ist dringend zu wünschen, das; die freunde des Verein« auch ferner demselben ihr reges Imereyc widmen und ihn dadurch in den Ltand fetzen, seine segensreichen Ziele immer vollkommener erreichen und manche Sorge und Roch lindem zu können. Lcstcrr.- Ungar. Monarchie. Trieft, 27. Februar. Ich habe Ihnen heute cmc höchn traurige und erschütternde Nachricht zu melden. Der Lbcriabbincr von Korfu, Rabbi Josef ^cr-i, ist nämlich am Donnerstag nach kurzem Krankenlager verschieden. Tic Nachricht von diesem Todcssülle traf Freitag Morgens mit dem submarinen Telegraph (Lricfiiche Nachrichten wird cn: der nächste Llor.ddampfcr bringen) hier ein uud rief in unserer Gemeinde, wo der Verstorbene zah!rcid)e Freunde :md Verehrer hatte, große Trauer hervor. Tes Ladbares wegen wurde das Leichenbegängnis noch kur Freitag angeordncr. Als der Telegraph nach Athen diese traurige Kunde brachte, verordnete sogleich die königliche Regierung, daß der hochverehrte Todrc mir den Ehren und Würden eines Erzbischofs bestattet werde. In Folge dessen nahmen an dem Leichenbegängnisse alle Eivil- und Militärbehörden der Stadt, der dortige Gcmcindcrath mir dem Bürgermeister an der Spitze, der griechische und katbolichc Erzbischof mit ihrem Elcrus, säunntUche in Eorsn refidirendcn fremden Eorn'ulcn, die Lsfizicrr der im Hafen stalionirtcn königlichen Kriegsschiffe und alle Gerichtsdcamre» — die Tribunale blieben während des Leichenbegängnisses geschlossen — Tbcil. Auch die geiammre Bürgerschaft ohne Unterschied der Rationalität und der Eonscssiou gab dem Todrcn da« Ehrcngclcite, während die Straßen, durch die sich der Leichenzug bewegte,. von einem theiluchmenden Publikum gefüllt waren. wn i?r*n crcrs r8t* mVn v.22 rr", inVna drs; t»V wrsjr Frankreich. Paris. Tie Herren Antisemiten aller Länder und Böller sind einander ähnlich, überall kämpfen sic mit denselben giftigen Waffen der Lüge und Verleumdung. Auch unser Antisemit, der bekannte Eduard Trumont, der Verfasser des Buches „das verjudetc Frankreich" hat sich diese edle -.rampfcswcisc zu eigen gemacht. In seinem cbcnbcnannten Buche wirft er dem Ingenieur Marcel Dcprcz vor, das; dieser sich fremde Erfindungen angccignct und an« denselben Rnpen gezogen habe. Tcprez streugrc in Folge dieser Beschuldigung gegen Drnmont sowie gegen die Verleger öcr Hetzschrift die Ehrcnbeleidigungsklagc an. Am 25. Februar fand die diesbezügliche Verhandlung statt. Ter Gerichtshof sprach Herrn Trumont und seine Verleger schuldig und vcrurlhciltc den erstcren zu einer Geldstrafe von l ooo Fr«, und die letzteren zu einer solchen von je 20!» Fr«. Außerdem wurde zu Recht erkannt, daß Truruont dem Ingenieur einen Schadenersatz von 5000 Fr«, zu zahlen und da« Unheil in zehn Pariser und zehn Provinz-Journale cinzurückcu habe. Schließlich ordnete der Gerichtshof an. daß au« der erwähnten Schmähschrift jene Stellen, welche die. betreffende Verleumdung enthalten, zu entfernen seien und daß Trumont für jede« E-remvlar, da« mit diesen verleumderischen Absäßen erscheinen sollte, an Tcprez einen Schadenersatz von 50 Fr«, zu entrichten habe. P a käst in a. Jerusalem. Am 14. Februar war unsere Stadt in früher Morgenstunde festlich geschmückt und