Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 18 (3.3.1887)
- Date
- 1887-03-03
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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nicht nur mit herzlicher Freundlichkeit, sondern auch mit einer gcwnicn Hochachtung, die sie der Palbe der Gräfin Walcwska zu schulden glaubte, und die beiden Kinder dingen mit aufrichtiger Liebe an ihrer jugendlich schönen Lehrerin, die überdies das Bewusstsein hatte, daß sie Alle», waS sie empsing, durch ihre Leistungen verdiente. Noch bevor der Lohn und Ehef des Hanfes Kcimgekchrt war, Hane die Familie die projcktirte Badereise angctrcten, die allen Bcthciligtcn die grösste Befriedigung gewährte. Marina, die ihre Baterstadt biS dahin noch nie verlasicn, war überglücklich im Anblick all des Neuen und Herrlichen, das ihr die Reise bot. Und wenn sie auch im Bewusstsein ihrer Würde als Gouvernante den Ausdruck ihres Entzückens in gewissen Schranken hielt, so erschien den vielgereisten Kindern doch durch ihre Betrachtung und ihre Erklärung daS oft Gesehene dopvelt schön und neu. Ten ersten Lchrilt zur Lösung der ihr von der Gräfin crthciltcn Mission, hatte sie nun gcthan, sie hatte sich die Zuneigung ihrer Schülerinnen rasch erworben. Eingedenk ihres Versprechens hielt sie sich nun verpflichtet, der übernommenen Ausgabe allmählich näher zu treten. Nicht, das; sie selbst geradezu durchdrungen gewesen wäre von der Wahrheit jener Lehren, die sie zu lehren sich verpflichtet hielt: ihr Heller, klarer Verstand sträubte sich gegen gar manche Dogmen: aber ihr Gcmüth war cissullt von den schönen rein menschlichen Lehren ihrer Religion. und sic wusste nicht, dass dieselben eben jene Religion entnommen, der sie ihre Schülerinnen abwendig zu machen beabsichtigte. ES war in den leinen Tagen ihres Aufenthaltes im Bade, bei einem Spaziergange am Strande, im Anblick der schäumenden Wögen des Meeres, als sie zum ersten Male ihren Schülerinnen von dem Leben desjenigen erzählte, der am Ufer des Jordan mit seinen Schülern gewandelt. Mit angehaltcnem Athem lauschten die Kinder ihren Worten und ul» sie endlich in herzerschütternden Farben das Martyrium desjenigen schilderte, der, wie sie sich anSdrnckle, für die Menschheit am Kreuze gestorben, da füllten IosesincnS Augen sich mit Thranen, während Gabriele nur mit Mühe ein lautes Schluchzen unterdrückte. Marina athmcte hoch auf, ob des sichtlichen Erfolges ihrer Worte. Wie hätte die Gräfin sie gelobt, wäre sie Zeugin dieser Scene gewesen! ToL sie gedachte auch der Mahnung jener wclterfahrenen Frau, nur allmählich, ganz allmählich der jungen Seelen sich zu vergewissern; sie suchte daher bald die Unterhaltung auf ein ruhiges, heileres Thema zu lenken. Am folgenden Tage traten sie die Heimreise an und legten dieselbe glücklich zurück. (Fortsetzung f. in der nächsten Tonnerstagsnummer.) fiU2 nX’-IKätöfer. örisen und manch' andrer Skklanze Entquillt ein nützlich. guter Last. Der lang cinft flraßll in hellem Slan;e, Obgleich gering die eigne Kraft 3mn Vcihcsclt am heilgen Sri. Dies nennet dir hebräisch mein Vorl. Doch wirk du drauf aut deutsch mich lesen. Leu ich auch hier dem licht vereint' Ein Düulrel. ünergreilbar Velen. Dar als ein Velen selbst mir scheint. Doch ifi's de» grössten Dingen gleich. Vohrrt auch in Z^Hanralieur Aeich.' Lechenich. ' M. Lut mann. Unttr den Einsendern der richtigen Lötungen wird Ticw"; den r». März gelooir und erkält der Gewinner ei« Körbchen, enthaltend: Drei Flasche» -er Champagner der Streu Jingo Itontli & Co., Main;, franco Porto und i*: Packung;ugesandt. itr Gewinn wird Dienstag noch abgrsandt nnd dcr Nawe des Cewirincr» in der darauisolgenden Nummer verösjemlrL'. .Der Israelit' erscheint wöchentlich zweimal» Montags und Donnerstags, jedesmal in mindestens 2 Bogen. Preis des IabrgangS für Deutschland und Grüerreich 12 Reichs-Mark, für» Zuälanb 16 Xtiä^Tlaxf. Man abonnier g-rre jährig, baldjäbrig oder virnrljäkrig. 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