Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1887-03-03 · Heft 18 (3.3.1887) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 18 (3.3.1887)
Date
1887-03-03
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2446951-2449697-2449716--26004-2515788
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

308 bcifl C.'4>r. verzogen mit dem allerdings freudigen Bewußtsein, das; seine (Gemeinde auf dem von ihm augcbahnlen Wege wacker weiter strebt. Es ist eine höchst erfreuliche Thatsache, mit welch' grosser Aufovteriurg und Hingabe für unsere heilige Religion die Mitglieder dieser Gemeinde wetteifern d-idh nV*cr; n-rc^ min nach Möglichkeit zu lrcl'cn. Und n~2 ist ihr Streben mit Erfolg gelt önt wo;den. Tie Gemeinde hat einen geregelten Gottesdienst, gute neve* und eine sich der allgemeinen Anerkennung erfreuende RcligronS- und Elementarschule, die nicht allein von den Hindern der eigenen Gemeinde, sondern auch vielfach von denen der Reform-Gemeinde besucht wird. Gewis; ein Beleg für das Erfordernis; einer jüdischen Elementarschule, welche in (?. außerdem nicht vorhanden. Ter weiter dieser Schule, Herr Lehrer Leopold Engelbettb — vielen Lesern des „Israelit" durch seine in Barmen im dortigen Thicrschutz-Vcrcin. gegen die Angriffe des Antisemitismus, mit so großem Bcifallc ansgcnonuncncn Vorträge über die Lchächrsrage jedenfalls schon bekannt — siebt seinem Berufe mit regem Eifer, mit bcwnndcrnSwcrtbcr Umsicht und seltenster Ausdauer vor, dessen Leistungen finden auch in der Gemeinde die allscitige Würdigung und Anerkennung und wäre cS zu wünschen, daß der in so regsamer Entwicklung begriffenen Gemeinde, jene Kraft noch lange erhalten bleibe. GS liegt nun der yr.sr my die Pflicht ob, ein den Anff'ordernngcn der König!. Regierung cntsvrcchcndcs Schnllocal zu beschaffen. Ta indes; die Beschaffung eines derartigen Locals so sehr schwer hält: ist die (Gemeinde gezwungen, den Erwerb eines geeigneten Grundstückes resp. den Bau einer Snnagogc und namentlich eines SchullocalcS anzusireben. Tic zunächst Betheiligten haben bereits relativ bedculcndc Beiträge gezeichnet, allein die Gemeinde ist nicht tu der Lage, diesen projcctirtcn Ban, der nicht nnr für die- Fortentwicklung derselben, sondern auch für die Erstarkung des gcsctzcstrcuen Indcnthnms im Rheinland und Westfalen von sehr hoher Wichtigkeit ist. aus nur eigenen Mitteln erstehen zn lassen. Tie Gründung und Unterhaltung einer Schule und eines Gotteshauses ist ein so gottgefälliges Werk, das jederzeit die opferfreudige Unterstützung aller wohlwollenden GesinnungSgenösjen verdient. Tic Unterhaltung und Förderung dieser Institutionen in Elberfeld aber verdient ganz besondere Berücksichtigung, weil thatsächlich fast in keiner Gegend das Iudcnthum io veruachlämgl war, als in der dortigen. „Mögen die Reichbegüterten in Israel dieses „der düngenden Rothwcndigkcil entsprungene Untcr- „ttchmcn durch thatkräftrge Unterstützung fördern „helfen, aus daß durch ihre Beihilfe »nd Mitwir- „kung den: gcsctzcstrcuen Iudcnthum eine heilige „Stätte und eine Psicgcsiättc zur Heranbildung „einer glanbensfcstcn Jugend erhalten und befestigt „werde." Tcn Mitgliedern der mr* my und ihrem strebsamen Lehrer Herrn Engclbcrth rufe ich aus aufrichtigem Herzen zu \reo pxi. Strebet wacker weiter. .-»-2 r-r-2 -iy*D ’pran I. Köln. Bor circa 25 Jahren machte der fel. Herr Rabbiner Tr. Schwarz der Versuch, auch hier in >iöltt unserer heiligen min eine bleibende S:ärtc zu errichten und begründete im Lercin mit noch einigen thorabcgcistcnen Männern einen Verein r.rn -rmn mm, dessen Hauptzweck das Tbora-crncn sein sollte. Tcr Versuch hat sich aus'S glänzendste bewährt. Nicht nur, daß die Mitglicderzahl innerhalb dieser Zeit von etwa 20 aus einige «»" gestiegen ist, auch hat sich, Tank dem eifrigen und begeisterten Wirken unseres verehrten Lehrers, des Herrn Jos. Wolf 'us unter den Mitgliedern der mm ein Geist heraus gebildet, dem cs nicht znur geringsten zu vcrdairkcu ist, daß aus der jüdischen Lehre bald ein kräftig pulsirenbcs jüdisches Leben in unserer Gemeinde sich entwickelt hat. Besonders erfolgreich har Herr Wolf durch feine allsadbatlichrn höchst interessanten und lehrreichen '"rn-Borträge gewirkt, uttd wie sehr cs Herr Wolf verstanden, feine Hörer, sowohl für seinen Gegenstand zn begeistern als auch an feine Person zu fesseln, davon gab ein kleines Fest beredtes Zeugnis;. welches gestern ezv '“2 die Mitglieder des Vereins gelegentlich eines rn.-n.-. 7y ms zn Ehren ihres gcfch. Lehrers veranstalteten. Am Morgen überreichte ein ans dem Vorstände und den beiden ältesten Mitgliedern des Vereins bestehende Tcpntation eine von Herrn Mar Victor kunstvoll ansgeführte Adrcffe, die die Unterschrift fast sämmtlicher Mitglieder trug. Gleichzeitig wurde Herrn Wolf, einem Wunsche desselben entsprechend, als Ausdruck der; Anerkennung und Verehrung eine rw -cd überreicht. Am Abend acrsammeltcn sich einige 30 Mitglieder zu einem kleinen -i-D-Mah'e. Zunächst vollendete Herr Wo!» die m.7n und wußte in seiner bekannten McistcrsLar: das Ende mit dem Anfang in höchst lehrreicher Weife zu verbinden. Tas waren echte Geistesfunken und geistreiche Schönheiten, durch die Herr Wob in drciviertclstündigcr Rede dem Feste keinem l5daraltcr als tvsd rrryo zn geben wußte. Rach Herrn Wolf crgrm der Präses des Vereins, Herr •£- Mannsbach das Wort und schilderte in gn'^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.