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Der Israelit · 1887-02-24 · Heft 16 (24.2.1887) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 16 (24.2.1887)
Date
1887-02-24
Page
– (sequence 4)
Language
German
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hält. Tic Prcisarbcitcn können deutsch, französisch, englisch oder italienisch verfaßt, müssen paginirt und dcmlich geschrieben sein. Bei den nicht in deutscher Sprache abgcfaßten Prcisarbcitcn har der Autor eine correcte, druckreife Ucbcrsetzung, bic allein den Preisrichtern als Unterlage dienen soll, selbst mit zu überreichen. Turch Verleihung des Preises erwirbt die Wiener israelitische Eultusgemcinde das Vcrlags- und Ucbcrsetzungsrccht auf die Toner von 10 Jahren. Tie anderen Eoncurrcnzarbciren werden denjenigen zugcstcllt, welche nachweisbar zu ihrer Rücknahme berechtigt erscheinen. Tie Anerkennung der Preise erfolgt für das RcligionSbnch längstens bis 1. Juli 1*88 und für das (Geschichtsbuch bis längstens l.Jnni 1889 auf Grund des AuswrnchcS einer auS anerkannten Fachmännern diesbezüglich bestehenden internationalen Jury. Wien, 1. Dlärz 1887. Der Borstand der israelitischen 15nltnsgcnleinde Wien. Telegramm. Rom, 23. Februar. Teprctis, der soeben von der Krone mit der Bildung deS neuen Eabincts betraut wurde, hat das Unterrichts-Portefeuille dem jüdischen Tcputincn uzzatti angeboren, der cs wahrscheinlich auch annehmcn wird. Das Eultus-Portcfcuille ist in Jtalilicn mir dem Justizministcrium verbunden. Zeitungsnachrichten und Corrcfpondenzen. Deutschland. Fürth. Dem Jahres-Berich: der Gabriel Ricßcr'schcn Stipendien-Stiftung in Fürth für 1885, 86 entnehmen wir: Tic diesjährige Venhcilung war die 20. feit Bestand der Stiftung. Für die Vcnheilung standen :tr»oo M. (300 M. weniger als im Vorjahr) zur Verfügung. Eingclaufc» waren 30 Bewerbungen, davon konnten lö nicht bcnrcksichrigt werden. Ten Fächern nach verthcilen sich die Bewerbungen also: 1 Theologe, 14 Juristen, 18 Mediziner, 4 Srudircndc der technischen Hochschule, 3 Schullchrcrseminaristcn. Auffällig ist die große Anzahl der Mediziner, welche die höchste bisherige Ziffer um das Toppclre überschreitet, während die abnehmende Zahl der Juristen und Lchullchrerseminaristcu als Zeichen der Zeit zu betrachten sind. Tie größte Portion aus allen VerthcUungcn betrug 350 M.; die kleinste 30 M.: im Durchschnitt entfallen auf eine Portion 124,85 M. Dis jetzt sind im Ganzen eingekommcn 287 Bewerbungen: hievon sind 80 unberücksichtigt, geblieben . 3 von den Bewerbern wieder zurückgezogen und 204 berücksichtigt worden. Die Einnahmen betrugen 7174 M., die Ausgaben 7023 M. Frankfurt a. M., 20. Febr. Einem hier kürzlich erschienenen Buche von Tr. Büchner: „Tie Bevölkerung Frankfurts vor 500 Jahren*, entncknncn wir die nachfolgenden Notizen: Frankfurt har von jeher in Folge feiner günstigen Berkchrslage einen bevorzugten Sammelpunkt de» Zudcnrhums in Deutschland gebildet. Dreimal 1241, 1349 und 1614 sind die Juden ans der Stadl vertrieben worden: trotz aller bitteren Erfahrungen sind sie immer nach kurzer Zeit wieder zuröckgckchrt. Gleich nach ihrem ersten Auftreten erschienen sic alsKammerkncchte: im 14. Jahrhundert kommt das Jndcnrcgal und der Judenschutz, wie andere kaiserliche Hohcnsrcchte pfandweise an die Sradr. welche auch das Recht erwirbt, fremde Inden aufzunchmcn, und die Ansprüche verschiedener Herren auf Theile der Einkünfte au» jenem Regal adlvft. Bon da ab unterliegen die Juden bloß der städtischen Besteuerung und erfreue» sich des städtischen Schutzes, der ohne Zweifel für sie wirksamer und wenhvollcr war. als für ihre Brüder in anderen Städten der Schutz des Kaiser». Bi» 134» werden die Juden in derselben Weise zu Bürgern ausgenommen wie die Christen: von 1360 ab erhalten sic das Bürgerrecht immer nur auf bestimmte Zeit (! bis 5 Jahre). Es ist die» nicht ein Zeichen ihrer gedrückten LLge, sondern eine Folge. ihrer cigcuthürnlichcn Besteuerung, deren Höhe immer im Voraus mit ihnen vereinbart wurde. Ein Jude, der nicht Geld auf Zinsen lieh, zahlte auch keine Steuer. Im ganzen 14. Jahrhundert hatten die Juden da» Recht Grundbesitz zu erwerben und wobnten (in der Nähe des Tome») untermischt mit Ehristcn aus den angesehensten Familien. Erst mit 1462 wurden ne auf eine bestimmte Straße in der Neustadt beschränkt und diese gegen außen abgcsperrt. Ucbcrlicferungcn der Zcirgenoffcn (Erfurter Ehronik, .Klagelied der Rabbi Moses Ha-Kohen. Mainzer Gcdöchrmßbuch) geben an, daß am 24. Mai 124! bei einem Streite zu Frankstur mehr als andenhalbhuudert Juden (die Zahlen nennen

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