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Der Israelit · 1887-02-17 · Heft 14 (17.2.1887) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 14 (17.2.1887)
Date
1887-02-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
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ein jüdischer König ging nicht ans die Jagd und bedurfte deßhalb solcher Hunde nicht. Auch nicht von wilden Hunden, wie wir ans der Amwon ersehen; denn wir dürfen am Sabbat nur solche Tliicre füttern, die auf uns angewiesen sind. Es ist von den .Haushunden die Rede, die man deßhalb erzieht, damit sic unsre Höfe bewachen. Alle Hauslhiere haben mehr oder weniger Anbäuglkchkcii für ihren Ernährer, wie cs heim: ES kennt der Ochs feinen Eigcnthümer und der Esel die Krippe seines .Herrn. So haben auch das Pferd, das Kamccl, auch die HanSvögel eine gcivisic Zuneigung für Denjenigen, der sic füttert und ne versorgt. Alle .Hausthiere übenriffl in dieser Beziehung der Hund. Bei Tag und bei Nacht bewacht er das Haus seines Herrn, erhebt die Stimme, wenn ein Unberufener cindringcn will und weckt die Schläfer, wenn bei Nacht Diebe oder Näubcr sich nahen. Er folgt seinem Herrn überallhin und beweist ihm die größte Liebe und Treue, wie unsre Weisen lehren: 27 '72 Nl-sr 272 .-727, düst schon in dem hebräischen Namen des Hundes seine Hcr.zcnstrcue angcdcutct sei. Wer kennt nicht die vielen Erzählungen von rührender Treue und Anhänglichkeit, welche diese Thicre ihren Herren selbst über das Grab hinaus bewiesen habend Lernen wir daher von den Hunden, gegen unfern Wshlthärer dankbar zu fein, ihm die Liede und die Treue zu bewahren. Unser grösster Wohlthärer ist Gort. Wenn Bater und Mutter uns verlassen, so nimmt Gon uns auf. Tie Wohlrharen, welche Menschen erweisen, sind meist unzulänglich. Biele Menschen können helfen und wollen nicht, andere möchten Helsen und können nicht. Aber auch dcmMächngstcn und Reichsten sind Schranken gcsert, und der Tod des Wohlthäters macht schließlich seinem edlen Thun ein Ende. Gott aber kann stets und will stets helfen; Seine Allmacht ist unbeschränkt, und ewiglich währt Seine Güte. Daher soll auch unsre Dankbarkeit für Ihn, unsre Liebe zu Ihm, unsre Treue und Hingebung für Seine heiligen Gebote keine Grenzen kennen, daher sollen wir beachten, was nach dem Perck Schirah die Hunde uns Zurufen: Kommet, wir wollen uns beugen und hinknicn. preisen vor dem Ewigen, unsrem Schöpfer! Wenn die Menschen diesen Gedanken beherzigen, so werden sie erkennen, daß sic nicht zu verzweifeln brauchen, wenn ihr Held, ihr Hon und Bcsstüper, wenn selbst ein edler und mächtiger Herrscher, wie David cs w.ar, hiuwegenommcu wird. Uns bleibt stets und immer das felsenfeste Vertrauen ans die Hilfe und den Beistand des allmächtigen Gottes, des Schöpfers des Weltalls. „Mein Bater liegt in der Sonne, und die Hunde in ultincs Bater» Haus sind hnngerig. was soll ich thun?" Hub die Weisen antworteten: Sorge zunächst und unmittelbar für die Lebenden; gib den Hunden zu srcncu. — Lerne von den Hunden! Für die geringe Wohlthat, die du ihnen erweisest, werden sie dir Treue und Liebe und Anhänglichkeit gewähren; sie sprechen gleichsam zu dir: Kommt, wir wollen uns bückcri und hknknicu, wollen preisen vor dem Ewigen, unsrem Schöpfer! Sei auch du dankbar gegen deinen Schöpfer; liebe Ihn mir deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mir all deinem Bmnögeu, wie ja der Hund sein Herz seinem Herrn zuwcudct, bereit ist. für diese» fein Leben zu opfern, und all sein können in den Ticnft seine» Herrn stellt. Tann brauchst du nicht zu verzweifeln ob des Hinscheidcus deines großen Batcr». Siehe, er ist todt, und um seine Leiche zu bergen, bedarf cs erst der Umschweife, damit die strenge Sabbalruhc nicht verletzt werde. „Vertrauet nicht aus Fürsten, auf Erdcnföhne, bei denen keine ausreichende A?ilfc ist; sobald fein Geist dahingegangen, seine Leiche der Erde zurückgegeben wird, an demselben Tage sind seine Pläne zu Ende. Doppelte» Heil dcnl, welcher vorn Gotte Jakobs seine Hilfe erwartet, der seine Hoffnung setzt auf den Ewigen, seinen Gott. Er ist», der Himmel und Erde gestaltet, da» Meer und Alles, was in ihm ist. Er lst's, der die Treue für die Ewigkeit bewahrt. Er ist», der Recht verschafft den Bedrückten, der Brod gibt den Hungcrigeu, der Ewige, der die Gcscffelten löst." In diesem Sinne hat Salomo gesagt: denn dem lebenden Hunde ist besser als dem tobten Löwen. Hilflos liegt da der tobte Löwe, aber der lebende Hund lehn uns die erhabenen Pflichten der Dankbarkeit, der Liebe, der Trcne. Wir sind nie verkästen, wenn wir diese hohen Tugenden bewähren und sprechen: kommet, wir wollen uns beugen, wollen hinlnicen und preisen vor dem Ewigen, unserem Gotte! (Schluß folgt.» Kerr ^aut de Lagarde. Berlin, r». Februar. Man»:?ie «»ouheä strasr »ichr wie eia .Zeiad. i:3Ü Zorns, mir Scn'ca iit bet Hand; Eie nimmt dem. wen ne plagea will.?ie tnnnckr weg und den Fernand. Ul. In einem alten indischen Fadelbuche. Pantschatamra genannt, wiro au irgend einer Stelle von einem Löwen erzählt, welcher, vom Hunger geplagt.

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