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Der Israelit · 1887-02-07 · Heft 11 (7.2.1887) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 11 (7.2.1887)
Date
1887-02-07
Page
– (sequence 2)
Language
German
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T-iT'rfn-fcYTITO O 182 bezeugen, daß Gott einzig, daß Gr der Wcltenschöpfcr ist; der Heilige, gelobt sei Gr, und der Labbat bezeugen, daß Israel einzig unter den Völkern ist, wie es heißt psc ihn i: 7x122 *5272 *2 „wer ist wie Tein Volk Israel, ein einzig Volk aus Erden" (l. B. der Ehronik E. 17): der Heilige, gelobt sei Er, und Israel bezeugen, daß der Ladbar ein Tag der Ruhe ist, wie es heißt n\i r.is *2 C2*:*2*. 'rr „beim ein Zeichen fei er (der Labbat) zwischen Mir und euch, rh-.: rrssr, „Ein Schmuck der Größe"; das ist der Lchmuck der Größe, daß der Labbat durch die engen Grenzen, die er zieht, zu einer vorzugSweisen häuslichen Feier wird, ni 271 -y,zr „und eine Mronc des Heils," zu einem Familienfest vor Allem, wie es heißt: 7*n rrx ir;2 nie? „ein biederes Weib ist des Gatten toronc." rn: "2v7 rnipi rrw2 c ', daS ist dann die wahre Ruhe, die zur Heiligung dient, cn2x 12 mir v;ri 2pjri ::t prsr W*. „Abraham frohlockt, Iizchak jauchzt, Jakob und seine Löhne ruhen an ihm." Schon die Väter haben den Sabbat gefeiert, und im Midrasch wird uns erklärt, warum bei Abraham der Ausdruck 7r gebraucht wird, 72 pis ’rx 7\r „frohlocken, frohlocken wird der Vater des frommen," das ist Abraham, der frohlockte, als ihm die Verheißung wurde: Nicht dein Hausverwalter wird dich beerben, sondern ein herrlicher Sohn wird dir geboren werden. Ta nun Iizchak als p*is in dem soeben angeführten Verse bezeichnet wird, so paßt auf ihn der Ausdruck;rv, wie cs heißt '12 c-p-s „Jauchzer, ihr Frommen, dem Ewigen zu!" Und so heißt es auch im Midrasch: pir* .17 '12 c*pis i;;i als Iizchak erfuhr, daß er das dem Ewigen geweihte Opferlamm sein sollte, da jauchzte er und sang dem Ewigen ein Loblied. 12 'rr,:' vj2i 2p>i „und Jakob und seine Löhne ruhen au ihm;" als Jakob von Padan Aram in die Heimarh zog, da heißt cS von ihm, als er nach Lchechem kam t>.i rs;ni. Er kam, lesen wir im Midrasch, am 6. Wochentage, Nachmittags, dorr an und halte nichts Eiligeres zu thun, als die Labbatgrcnzcn auszumchcn und abzustccken. Tahcr sagt auch der Prophet JcsaiaS: Wer den Labbat feiert, wie cS sich geziemt, der wird erben ein Erbthcil ohne Grenzen, wie rS Gott unfcrm Vater Jakob verheißen 72.x 2py rirc 7rp2N.11. „Und Ich werde dich genießen taffen das Erbtheil deines VaterS Jakob. — 1212 .121» 2.1*22. „AuS Liebe hat uns Gott diese köstliche Gabe gegeben," 0-7122 12.2x1 rex, „eine Anhe, durch die wir die höchste Wahrheit und die hingehendste Treue bekunden," np2i 22m*. .11721 c*7r rn:2, eine Ruhe, die UNS Frieden bringt und Lammluug und Zuversicht und Vertrauen. 201122 Ni *pno o 1711721 rvo*, auf daß wir erkennen, daß diese Ruhe etwas Himmlisches ist, gleichsam ein Vorgeschmack der ewigen Seligkeit 722 rrr 12-7» 22.1:22 771 und diese Ruhe verleben wir um keines irdischen Vorthcils willen, sondern sind stets bereit, durch sie und für sie de» Namen GotteS zu heiligen." Tiefem Hohenlicde von der Labbatruhe schließen sich nun jene drei Verse au, welche zum Wonnegefühle der höchsten Lcligkcit die Wehmuth gesellen durch die Erinnerung an den Tod Josephs, Moscheh's und Davids. Tie Verse, die sich auf die beiden Erstgenannten beziehen, haben wir bereits im vorigen Kapitel erörtert; der, welchen wir auf Tavid bezogen haben, lautet: '1 jrnn r.2121 sin ,121 cun 72222 ,7s n.12 -npis „Seine Gerechtigkeit wie die Berge Gottes, Teinc llrtheile wie der tiefe Abgrund, dem Menschen und dem Thicre hilfst Tu. Ewiger." Wir haben hier einen Gegensatz zwischen **,rpis und 72222, zwischen 7» 1.1.12 und 121 c-.in und eine Zusammcnsammg von cix und 71212. ipir ist die Milde, 2222 die Handhabung des strengen Rechts; die Milde ist den hohen Gebirgen, das strenge Recht dem tiefen Abgründe verglichen. Tie Gebirge verschönen die Landschaft, berge» oft in ihrem Innern Gold und Silber, 5tupser und Eisen. Sie schützen das Land vor der Stürme Gewalt, sie mildern des heißen Südwinds Gluth; so sind ne ein Sumbol der göttlichen Milde. Aber auch das unfrnchlbare Meer ist für das Bestehen unsrer Erde nothwcndig; ans ihm entwickeln sich die Dürrste, die bann als befruchtender Regen medcrfallcn. So ist die strenge Gerechtigkeit Gottes» die das begangene Unrecht straft und so die menschliche Gesellschaft erhält. „Deine Milde gleicht dem hohen Gebirge und Deine Rechtsprechung ist wie der tiefe Abgrund." '1 jmn 12.121 eis*. „Dem Menschen und dem Thicre hilfst Du, 0 Ewiger." Tie Weisen im Midrasch beziehen diesen Ausspruch ans den Sabber. Wie Gott angcordnct hat, daß ein .Zlind nicht beschnitten werde, che cS einen Sabbat erlebt hal, so bars auch das Thier nicht geopfert werden, che ein Sabbat an ihm vorüber gegangen; erst am S. Tage nach seiner Geburt und ferner wird cs wohlgefällig sein als ein Opfer dem Ewigen. So finnig auch diese Deutung auf die Einreihung dieses Verses in das Sadbatgebet hinwcist, so wollen wir uns doch bei unsrer Erklärung in Bezug auf die Vorgänge bei TavibS Tod an eine andere Erklärung unsrer Weisen halten, die wir s. G. w. im nächsten »tapirel unfern geehrten Lesern vorsühren werden. (Fortsetzung folgt.)

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