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Der Israelit · 1887-02-07 · Heft 11 (7.2.1887) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 11 (7.2.1887)
Date
1887-02-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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r XXtUL Jahrgang. J\$ 11. H i v Kentrak - Hrgan für das ort6odo.re AudenLßum. Herausgcgcöeu von Dr. Lehman» iu Maiuz. Montag, den 7. Februar 8647 (1887). Leitender Artikel. I t: 1 n N n K e r ö t i ch K e i t. x. Mainz, 31. Januar. Tcr Sabbat, der heilige Tag des Herrn, der Tag der vollständigen Ruhe, ist ran crsy 172, gleichsam ein Vorgeschmack der ewigen Seligkeit. Verbannt sind alle Arbeiten, alle Mühen und mit ihnen alle Sorgen. Nur dem Genüsse, dem geistigen wie dem körperlichen, ist der Ladbar geweiht. Ta wird der Taglöhner, der Handwerker, der Händler zum Fürsten, zum Könige. Am Sabbate ist jeder Jude ein Freiherr, frei von jeglicher Last; auch der Kummer enrflieht aus den bedrängten Herzen, und die Thränen der Betrübten werden gerrocknet. l>mc weihevolle Stimmung bemächtigt sich des sonst nur zu oft von Inneren Sorgen umlagerten FamilieuhaupreS, der Gattin, der Kinder, der Ticustboten, und diese^weihevolle Stimmung wächst mit der Tauer des Sabbats und erreicht ihre» Höhepunkt um die Zeit des Minchah- Gcbcres. Sic .sinder ihren höchsten Ausdruck in diesem Minchah- Gebcte. Das erste (rharacteristicou deffclbcn ist die Nccitirung des Verses: ’“* 7^2n C'T’K r$ ~p *r^n '5» :■£*=" re« „Hnb ich, mein Gebet zu Tir, Gwigcr, zur Gnaden zeit, Gott, in der Fülle Deiner Gnaden erböre mich, in der Wahrheit Deiner Hilfe." (Psalm Ov. L. 14). Tcr im 69. Psalm diesem vorhcrgebendc, 13. Vers spricht von den Gelagen und Tredcru der Unfrommen. Auch sic feiern Feste, N?en an öntntlichen Plävcn <-.7^ *2r*), singen Lie- Türken berauschendes Getränk (-7^7 rrr), tiä rhr Fest zu Ende, 'xc, ich aber — auch ich war fröhlich bei der Sabbatmahlzeit — aber ich unterbreche sie oder vielmehr, ich kürze sie, oder raffe mich empor aus der Nachmittagsruhe und eile in die Synagoge, um zu meinem Gotte zu beten. Das sieht Gott, und siche, es ist deßhalb eine Jim re, eine Gnadenzcit, und' der Allgütige läßt uns zu Thcil werden die Fülle Seiner Gnaden, erhört unser Gebet und gewährt uns Seine wahrhafte Hilfe; denn die Hilfe, die uns von Menschen zn Thcil wird, kann ihrer Natur nach nur mangelhaft sein; aber die Hilfe Gottes ist ausreichend stets, eine wahrhafte Hilfe.*) Und mm erst die eigentliche des Sabbat- Nachmittags, diese wunderbare Verherrlichung des cinzigeu Gottes, des Sabbats und des den einzigen Gott erkennenden und am Sabbat ruhenden israelitischen Lölkes! :p« n nx 1: 'trar 12x2 *oi tw -pn m» nr» „Du bist einzig, und Dein Nauie ist einzig, und wer ist wie Dein Volk Israel ein einzig Volk auf Grden!" So beginnt das Sabbat-Minchah-Gebct, ohne sofortdes Sabbats zu erwähnen, wie das (eingangs- (Freitag Abends)' Gebet rsnp nnw '21, und wie das Schacharith-Gebet, ns'v nerr und wie das Muyaph-Gebet ^2; rav rupn. Drei sind cs, belehren uns Thostapolh (Chagigah 3d. £"m), drei sind es, von denen jeder in seiner Art einzig ist, und die für einander Zcugnist oblegen: Gott, Israel und der Sabbat. Der Sabbat, der Ruhetag nach vollbrachter Schöpfung, und Israel, das durch feine Sabdatruhe diese» Tag weiht. •) Aus dir»cr Tarnrllnng. wie sich aufi de» bommenlalorr»;u Lrach tibajim, Hilchorh Ladbar, <L 292 ergibt, grht hervor, dap Tiejenigrn. weiche am Ladbar N.'T'U 77*2,' vor der Hauvrmadtzeir deren, nichr die N2pN2 7N»2 thua und eigentlich nicht berechngr wären, de» T-crs '2SC zu rcririits. >

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