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Der Israelit · 1887-01-20 · Heft 6 (20.1.1887) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 6 (20.1.1887)
Date
1887-01-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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86 spricht' es sollten demnach die Pforten des Heikigthums hienieden gleichsam die Erömrurtg der Pforten des Hciligtlmms droben veranlassen. damit cinzichc der siön'ux der Ehre tu das Ihm hienieden erbaute Hans und Leine Majestät ans ihm walten lasse." Es ist also etwas nnendlich 6-roneS, das Salomo ersteht, ein Gnadengeschenk, das nicht Aröficr ß’badjt werden kann. „Tie Himmel find Mein Thron, die Erde meiner Füße Schemel — was ist da ein Hans, das ihr Mir baue» wollt, nnd wo soll da der Ort Meiner Nutze sein? Und alles dieses hat Meine Hand gemacht, da alles dieses erstanden: aber nur ans den schaue Ich. der dcmüthig, gebeugten GcmüthcS ist, der ängstlich achtet auf Meiri Wort." Und nnn haben wir den Schlüssel zur Antwort auf die oben erhobene Frage. Ter heilige Tempel sollte e i n O r t der Sühne sein für begangene Verschlungen, ein Ort der Erhebung für die, so sich arm nnd elend fühlten, die gebrochenen GemülhcS waren ob ihrer Sünden nnd die sich danach sehnten, mit ihrem Kone sich ausznsöhnen. Im heiligen Trrnpcl wurden dargebracht die Ganzopscr, die da Sühne brachten ob der Verfehlungen gegen Gottes heilige Gebote (r.zy m*sr;) oder wegen sündiger Gedanken (rr.'Z'j ~rrvr), die Sündopscr, die Schnldopser, welche mein gebracht wurdet! wegen Hebetlretnngcu göttlicher Verbote, die I-riedensopfer (c-eVr), welche gleichsam den gestörten Frieden zwischen nt.'scrm Vater int Himn:c! und Israel wirde: bei st . llen sollten cr-rsst ~x~:r rrr^-r rsrrtr. Tiefer beben Vcstimmui'.g sollte das heilige Hans übergeben werden. Vergeblich sichte und betete der weife >löuig. Salomo, der Mächtige, der Ungebeugte, der aller Weisheit Schäb errungen, war nicht im Stande nm feiner selbst willen dieses Wunder zu erwirken. Erst, als er sprach: rrc: TDj,* '"cnr „fei eingedenk der Siebes fülle Davids» Trittes Unechtes, der sich, «eine Schulte büsicnd, als arm nnd elend bezeichnet hatte, m”~ ’:n td“, als ein walnhaner Ehanid seinen V.rhöhnern und Verlästerern nichts als Schweigen cutgegensetzte. tun seine Schuld ztt sühnen — da falrd'Gou cs angcmrsicn, tttn Tevids willen das hohe Gnadengeschenk bewilligen, das Hans der Sühne, der Verzeihung, der Erhebung als solches anztierkcnuen. den Hauern Davids aber zu zeigen, das; die Schuld des reuigen Büsters vergeben, das; David etugegaugen zttm ewigen Leben und das; seine Licbcsfnlie die volle Anerkennung gesnuden am Tlrronc des Allerhöchsten. -!-.w D'.-““ nx NDwt V2. „Und ich preise die Todten, die schon gestorben, die noch während ihres irdischen Daseins in Reue und Bulle und Zerknirschung gleichsam tausend Tode gestorben, tnehr als die Lebenden, die in voller Kraft, in stolzem Muthe sich ihres Lebens freuen." Für uns liegt in dieser Darstellung ein großer Trost. „Das HattS der Sühne" ist zerstört worden, nnd nicht tnehr bringen dort die Priester des Herrn in Reinheit und Heiligkeit dar die Ganzopser, die Sündopscr, die Schuldopicr und die Friedcnsopser: trotzdem aber ist unsrer Weg zur Sühne nnd Versöhnung nicht verschlopen. „Auf den schaue Ich, der dcmüthig und gebeugten GcntüthcS ist, der ängstlich achtet auf Mein Wort." Wie David einst feine Schuld bereut und gebüßt, so kann jeder Schnldbcladcttc Gnade finden, Verzeihung, Sühne und Erhebung, wenn er tu aufrichtiger Neue und Buße zurückkehrt zu uttscrm Vater im Hintmcl. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten nnd (iorrefpondcuzeu. Deutschland. Mainz, 18. Januar. Wir erhalten wiederum eine Zuschrift von Herrn Nabb. Dr. Rahmcr, die wir in folgenden, sotvcir sic Thal sächliches enthält, zum Abdruck bringen: Magdeburg, 17. Iannar. In Nr. 1 des „Israelit" 3. 11, Sp. a, schreibt der z. Z. noch nicht agnoscirre Ncichstagsabgcordnere Iw. Bloch in Wien u. A. Folgendes: „. . . ein Lehrer des BreslauerNabbincr-Seminars. den ich über dieses unaualisicirbare Benehmen feines Schülers*) interpellirt hatte, bczcichnete cs mit dem richtigen Namen als ein „Bubenstück."".... Im Namen des g cfa mm len Lehrer-Eollcastnus aut jüdisch-theologischen Seminar in Breslau erklärte der zeitige Vorsitzende dcsfelbeu. Herr Professor Irr. I. Frcndenthal, tu cittem Schreiben an mich vom t-i. d. Mts. wörtlich wie folgt: „Es ist keinem Mitglieds des Lchrercolleginms von einer Interpellation des Herrn I)r. Bloch über einen den Blr. Rohling betreffenden Artikel der ..Woch-'nschnsi" das geringste bekannt. Die Angabe, einer von uns habe die Anfnahme eines solchen Artikels für cm Bubenstück erklärt, ist unwahr. Für das Lchrcrcollegium _Freudcnlha!, der;. Vorsitzender. *) j banbeit nch um eine fragliche tü>mjpenbcnj in Lachen Stobriirg. (Dr. St.)

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