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Der Israelit · 1887-01-17 · Heft 5 (17.1.1887) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 5 (17.1.1887)
Date
1887-01-17
Page
– (sequence 10)
Language
German
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78 Ihm weint nicht nur seine Familie wie auch die Gemeinde Rheinbcrg nach, sondern das ganze Judcnthuu», das durch seinem Heimgang einen schweren Verlust erlitten. .nwyn Alton«. Tie Elan? - Synagoge, für welche bekanntlich wegen Abbruchs eines Thcils der Synagoge behufs Turchltgnng der Hochstraße das Gebäude der portugiesischen Synagoge von denr Besitzer Herrn A. Möller zur Verfügung gestellt war, wurde gestern in der mngcbautcn und fcrtiggestclllen Synagoge feierlich eröffnet. Nach dem Minchagcbrt fand iui Gebäude der chcrnaligcn portugiesischen Synagoge ein Adschicdsgrnß stau. Herr M. W c v- I e r wies n. A. auf die Männer hin, die einst das 15laus -Institut gegründet haben und auf die hervorragenden Leistungen, die von diesem an der Wissenschaft bewiesen worden. Er dankte schließlich Herrn Möller für das ihnen zur Verfügung gestellte Local. Beim Eintritt in das neue Gebäude wurden die Tborarollcn den Gemeinde - und Clausvorstchern, sowie dem Lberradbiner L>r. Löb übergeben, wo- «ra»f unter einem vom Lbcrcautor Narhanson geleiteten Ehor gelang vom Lberrabbiner die Synagoge geöffnet wurde. Es bot sich nunmehr ein übcrrafchendcr Anblick dar durch die festliche Beleuchtung der in Marmorwändeu strahlenden Synagoge nebst Sindirstude. Tic Einrichtung ist geschmackvoll und herrlich. Im Inner» ist die Tischlerarbeit vom Tischler Heinrichs, die Mcrallarbcit vom Kupferschmied Börner hcrgcstcllr und Beide haben mit ihrer Arbeit Ehre eingelegt. Besonders ist die elegante Krone der Gegenstand allgemeiner Bewunderung. Nachdem die Thorarollcu in die heilige Lade gelegt waren, betrat der Ivjähr. Elausrabbincr, Hr. I. M. E ohn, die Kanzel und hielt eine Ansprache in sehr beredten Worten, worin er darauf hinwics, daß er rnehr als 50 Jahre an dieser Stelle gewirkt, daß aus diesem Institut Jünger hrrvorgegangcn seien, die heute als Gelehrte in vielen Gemeinden sich Auf nud Namen erworben haben. Tann hielt Lbcrrabbincr In*. Löb die Weihcrcdc, worin er der Verdienste der Männer gedachte, die dieses Institut mit Geldbeiträgen nnterstützt. wie er auch der Enlfchrafcncn gedachte, die durch Legate die Existenz als „ElauS" für ewige Zeilen sicher gestellt haben. Redner weihte (?) die heilige Lade, den Tisch, den Leuchter, wie alle Räume für ihre Bestimmungen. Nach einen! sehr cpact vorgctragcr.cn Estorgefangc begann der Eiausradbruer feinen alladendlichcr: Vortrag. nachdcul er einige Worte bezüglich der Erönnung des Instituts voranfgefchickl Hane. Tie Feier wurde mit dem Abendgebet geschloffen. Zu erwähnen ist noch besonders das Geschenk einer Mitgliedes bestehend in einem sehr geschmackvoll vom Mechaniker M. Marcus angcfernglcn sogen. „Chanukah*- Leuchter. , Aus Lachsen» lO. Jan. Das Handwerk in israelitische» Kreisen zu größeren Ehren zu bringen» ist die wohlmeinende Absicht, welche einen angesehenen Leipziger Rauchwaarcnhändler Nathan Händler kürzlich veranlaßt hat, dem Vorstande der dortigen israelitischen ReligionSgemcinde ein Grundkapital von I00,ri<K) M. zu übergeben, dessen Zinse» der Hauptsache nach zur Unterstützung der Söhne von bedürftigen Israeliten in Leipzig verwendet werden sollen, welche die Absicht haben, sich dem Handwerkerstande oder einem technischen Gewerbe zuzuwenden. Studirende und Angehörige des HandelSstaudcs sollen von der Erlangung der Händler'sche» Stipendien ausgeschlossen sein. Nur der vierte Theil der Zinsen des Sliftungskapitals soll dem Wunsche des Stifters entsprechend, dem Leipziger Vereine für Familien- und Volkscrziehung znfallcu. Rußland. Aus Warschau. Die in Betreff des Aufenthaltes der Inden in einigen Städten erfloffencn Ausnahmsverfügungcn werden mir größter Strenge ausgeführt. Neuerlich wurden die Truppcnkounnaudanlcn in den polnischen Garnisonen angewiesen, Inden von Armeelicfcrungcn nach Möglichkeit auszuschll'cßcu! Afghanistan. Hcrat, im November. Tie Afghanen behaupten allgemein, daß sic von den Kindern Israels, d. h. von jenen Stämmen, welche der König von Assyrien, Tiglath-Pilasser nach Helah, Habut, dem Strome Gossan und den Städten Mediens vertrieben hatte, abstammcn. Sic lieben cs daher, wenn inan sie Beni-i-Isracl nennt und auch sie selbst nennen sich so, während der Name Afganisten bei ihnen keineswegs einen nationalen, sondern blos einen geographischen Begriff bezeichnet, so wie in der Thal in diesem Laude noch heute Stämme, z. B. die Moguls, die Ghilzais re. leben, die mit den Afghanen nichts weiter. gemein habm, als die Regierung und die Steuern. Ta ich nun nicht die Absicht habe, mich in dieser Eorrcspondenz darüber zu äußern, ob die Afghanen wirklich berechtigt sind»' sich als Abkomrrrlrrrge der Kinder Israels zn betrachten oder nicht — ich werde dies in einem später» Briefe thun, in welchem ich mich fast ausschließlich mit unseren in der Hauptstadt unseres Khanats» w Ka-

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