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Der Israelit · 1887-01-06 · Heft 2 (6.1.1887) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 2 (6.1.1887)
Date
1887-01-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
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24 Wp aber 1:22 cno:i Gott lief} es nicht $n; sie sollten dulden und leiden und zogen, dann, am Ende selber einseben, dost Gott es war, der sie auch wieder erhöhte, denn wo das Bewußtsein eines sicheren Erfolges beim.Tramps im Voraus mutlrig macht, da hat er aufgehört ein Stampf zu sein. *12», Er hat es ihnen angcdeutet: by npi7nD 2:2272 er nszt 4r,f vielleicht werdet Ihr in Eurem Herzen Gott zürnen, vielleicht werdet Ihr einmal im Leben Gottes Walten nicht verstehen, der selbst, wenn er als richtend strafender den Truck Euch fühlen läßt, gerade darin die höchste Fülle von Barmherzigkeit und Güte Euch gewährt, der gerade, weil er zu Eurem Glucke Euch die Wege bahnen will. Euch erst den bitteren Kelch der Leiden schlürfen läßt, vielleicht, meint Jakob, werden Ihr die Schickungen des richtenden c'pN als Strafen ausehen und nicht begreifen, daß er ja doch im Unglück auch der der Allbarmherzige Euch ist, der nnr das Unglück um des Glückes willen Euch gesandt, 'n b rprns 2:22b sr. Tarauf erwidern seine Söhne: Wir verstehen Tich, sei getrost: bs’ter yczr Höre Israel 'p'rx ,rt, ob Gott sich uns zeigt als *71, als barmherziger Gott, ob wir in schönen Tagen unser Dasein fristen oder 1227*, oder ob er als 2'p^N, richtend unsere Tage trübt und Unglück über uns verhängt ihn 'n, es ist doch immer 'n, der Barmherzige; die Absicht von Gott ist immer eine gute, wir sehen das ein, rp:7nc -2272 yw 122 1222b r» -p. So wie Tu immer in Deinem Leben in schweren Seiten die gütige Hand Gottes erkennen konntest, sowie Tu von dieser Ueberzengnng durchdrungen bist, so werden 1222b -p auch wir es ballen ~nn 'r. i2pb, sondern in jeder Lebenslage, ob schwer, ob heiter -ins« 'r. Gott meint es immer gut. Tann, als Jakob diese Worte aus dem Munde seiner .Kinder vernommen, sagte er iri:b 1122 et* *;m ijn 27-/7 und konnte mm ruhig sein Haupt zum Schlummer legen. Hatte er ja doch sterbend eingesehen, daß die Säulen, ans denen einstens der Bau des jüdischen Volkes ruhen soll, unwandelbar im sicheren Gottvertranen stehen, hatte ja doch sein letztes Vermächtnis;, jene Lehre, jene charakteristische Lehre des jüdischen Herzens einen kräftigen Widerhall im Busen seiner.Kinder gesunden, die nicht wanken und nicht zagen wollten, wenn noch so schwer die Wucht des Schicksals sie erdrückt, die wenn Egvptcus rohe Gewalt sie noch so nahe an den Rand des Abgrunds bringt, in allen Lebens- Verhältnissen, ^,in Leid und Freud, die gütige Hand Gottes erkennen wollte». (Schluß folgt.) Zeituugsnachrichtru und Correfpoudcnzen. Deutschland. Berlin, 2. Januar. Die Petition derThiers ch n e v c r c i n e gegen das rituelle Schlachten wird gegen Mitte Januar in der Petitionskommission zur Verhandlung kommen. Die Gegner werden uns gerüstet auf denr Plane finden. Noch kurz vor Thoresschluß hat Herr Rabbiner Dr. Hildesheimer au fäwmtliche jüdische Gemeinden Deutschlands eine Gutachtcnsammlung zur event. Benutzung übersandt, wie sic prächtiger und imposanter nicht gedacht werden kann, und der gegenüber, wie der „Börsenkonrier" heute bemerkt, die Thierschutzvereine einen etwas schweren Stand haben dürsten. Tic Sammlung enthält Gutachten von 46 der ersten Fachautoritäten Europas thcils unverkürzt und theils ans früheren Jahren und theils allerneueste» Datums. Unter den letzteren ragen durch eine geradezu vernichtende Striiif der Thierschützlerpclition hervor ein Gutachten des Herrn Pros. Tr. Hoppe-Seyler, Direktor des physiologisch-chemischen Instituts an der Straßburger Universität vom 5. Dezember 1886, ein Gutachten des Herrn Tr. A. 28. H. Wiry, Direktor der Reichsthierarzneischult zu Utrecht vom 10. Dez. 188<», ein glänzendes Gutachten des Herrn Dr. H cr t wig. städtischem Lbenbrerarzt in Berlin vom IS. Dezember 1886, ein Gutachten des Kissinger Bezirksarztes Herrn Dr. Büttel vom 4. Dez. 188«, ein Gurächte» des Herrn Medizinalrath Prof. Tr. Richter in Königsberg vom 25. November 1886. ein Gutachten des Geb. Medrzinalrathes Prof. Dr. Heiden ha in in Breslau vom 5. Dez. 1886, ein Gutachten des Herrn Medizinalrath Pros. Dr. D a mm an» in Hannover vom 15. Dez. und schließlich ein von dcr Leipziger Synagogengemeinde erbetenes Gutachten des K. S. Hosrath Prof. Dr. Friedr. Ant. Zürn an der Leipziger Universität vom 22. Tez. 1886. Nur wenige Sätze sei uns gestattet aus diesen Zeugnissen zu ciliren. Pros. Hoppe-Seyler schreibt: „Dieschnelle Eröffnung der großen Halsaterien und Holsnervenstämmc. rvie sie der von den Israeliten geübte Halsschnitt bei Schlachrrhieren herbeisührr. ist die zweckmäßigsteArt, den Tod des Thieres möglichst schnell und möglichst sicher, zugleich mit möglichst geringem Maß von Schmerz für das Thier herbeizuführen undzugleich ein vonBlut rechtfreies, gutes Fleisch zu erzielen." Herr Dr. Wir x, schreibt: „TaS ntucllcSchlachtverfahren oder „Schächten" ist nicht nur seiner leichten, durchaus sicheren und wohl immerhin geschickten, vorschriftsmäßigen Ausführung wegen, eine stets

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