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Der Israelit · 1886-12-13 · Heft 97 (13.12.1886) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 97 (13.12.1886)
Date
1886-12-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Sowohl der Geschäftsals auch derEaffa- Bericht wurden einftümiun und über Antrag des 9icvksions-Evmit»';'s den: Vorstände das Absolütorinm erthcilt und der Dank ausgesprochen. Das Andenken der dem Vereine im abgelaufenen Verwaltnngsjahre durch den Tod entrissenen Mitglieder wurde durch Erheben von den Sitzen geehrt. Allen Jenen, welche durch Beiträge, Spenden, aus verschiedenen Auläffen oder in sonstiger Weise die erfreulichen Erfolge herbeiführen halfen, wird der wärmste Dank ausgesprochen. Tie hierauf vorgcnommcncn Ersatzwahlen ergaben folgendes ^Resultat; zu Vorstandsmitgliedern wurden die Herren S. Angel, Kaufmann; Simon Tewkdcls, Fabrikant; Moriz Mayer, Kaufmann; M. Pccek, Privatier und Ph. Tr. Moriz Tauber wieder und Herr Siegmund Plohn, Großhändler, neu gewählt. Als Revisoren wurden durch Aclamatkoncn die Herren Sigm. B. Reustadtl, L. A. Karner und Leopold Plohn gewählt. Rach Schluß der Generalversammlung constitulrtc sich der Vorstand folgendermaßen: Präses Rabbiner M. Adler, l. Präses-Stellvertreter und kassier I. B. Tr. 9t. Robitschek, II. Präses-Stellvertreter Z. Kuh, Eontroleur und Rechnungsführer I. V. Tr. Julius Dnfchenes, Geschäftsleitcr S. Angel und Geschäftsleiter-Stellvertreter V. S. Boudy. Frankreich. Paris. Die größte der beiden hiesigen polnischen Synagogen befindet sich in einem alten Palast, Rue St. Paul 5. Jüngst wurde die Synagoge renovirt, und da wurde ans in den Wänden befindlichen Malereien constatirt, daß dieser Palast einst von der .Königin Blanche von Kastilien, der Mutter des König Ludwig IX. des Heiligen, bewohnt worden war. Die Königin ist in der Geschichte als eine große Jndenfeindin bekannt, und ist cS gewiß merkwürdig, daß nunmehr in ihrem Palaste jüdischer Gottesdienst starmndet. Pa laftin a. Jerusalem. Dem lebten Rechenschaftsbericht der Gesellschaft „Ezrach Ridachim" entnehmen wir, daß folgende Posten verausgabt wurden: Zur Unterstützung von Handwerkerlehrlingen 4010 Piastern, für Personen, die in die Händen der MlssionsgcscUschaften gefallen waren 3804 P., für Durchreisende 2121 P., für Mielben für Anne 949 P.. für einmalige Umerslüvungeu 3128 P., für Darlehen 3647, für die Emigranten auf der Insel Evpern 5489 P., für den Bau von Wohnungen 6002 P>, sonstige Ausgaben 5707 P. Mit den bereits vcrrechncten Ausgaben schließen diese für das vergangene Jahr mit 907m: P. ab, denen eine Einnahme von 90892 P. gegcnüberftchen. E e n t r a l - A s i e n. 5rhiwa. (Schluß.) In dieser Predigt gab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß in unserer Gemeinde das Thorastndinm noch so eifrig betrieben werde und daß sich demselben sowohl reiche Kauslcute und Geldwechsler, wie auch arme Handwerker und Hausirer widmen. Er ermahnte dann zugleich unsere Gemeinde, einige Kinder der Armen auf ihre Kosten zu (Thorarollen-Sckreiber) heranbilden zu lassen, da die Anzahl jener Personen, welche sich dieser heiligen Beschäftigung widmen, auch bei uns in Khiwa tagtäglich kleiner wird, in Folge desten ThoraS, Tefillin und Mcsusolh ungemein im Preise steigen. Unser Vorstand übcrschickte am andern Tag dem gefeierten Redner zwei herrliche Scidcntaleßim, hiesiges Fabrikat, als Geschenk. Am Sabbath von Ehol-Hamved sprach der hohe Gast abermals und zwar diesmal in persischer Sprache im alten Beth- Hamidrasch, diesmal aber nur für Männer. Am vergangenen Sonntag hat uns derselbe wieder verlassen, um zu seiner Gemeinde hcimzukehren, in der er das Amt eines TajanS bekleidet, und gaben ihm zahlreiche Mitglieder unserer Gemeinde und mehrere Ehachamim das Geleite bis zur Hafenstadt Uenillrgendsch. — Am zweiten Tag des Neujahrsfestes erkrankte plötzlich unser Emir, und begab sich daher am darauffolgenden Sonntag unser Muley mit dem Mnchlar (Judenmcistcr) und dem Gemeindevorsteher in den Hiyar ('Residenzpalast), um sich nach dem Befinden des hohen Patienten zu erkundigen. Sie wurden daselbst von dem Kronprinzen empfangen, der ihnen die frohe Mitthcilung machte, daß sich das Befinden seines erlauchten Vaters schon gebelfert habe. Tie Juden Khiwas haben nämlich einen gewaltigen Rcspcct vor einem bevorstehenden Thronwechsel, da sie dann nicht nur dem neuen Landesvater, sondern auch seinen Ministern und Palaftbeamtcn kostbare Geschenke überreichen muffen. — Zwei Tage vor dem Versöhnungstage schied hier Ehacham Mma Barnch im Alter von 67 Jahren aus dem Leben. Derselbe haue durch volle zweiundzvanzig Jahre hier als Muchrar fungirt und dabei unserer Gemeinde und auch unseren andern Glaubensgenoiicn im Khanate größte Dienste erwiesen. rpHso bsL Er himertt'eß zwei Löhne, von denen der ältere als Ehacham hier fungirt, während der andere Mühlenbesieer und Gerreidebändlcr in Aeni-Urgendsch ist. — Am Erew Sukkoth tRüstrage zum Hüttenfefte) brach im hiesigen Juden-

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