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Der Israelit · 1886-11-29 · Heft 93 (29.11.1886) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 93 (29.11.1886)
Date
1886-11-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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HI 10 dieser hat oft in seinem Mitte darüber geklagt. wie seine ftHicn ^icmibc il)it bcöaubclt luuteu. (vo-tff hier wieder einmal der Beweis dafür geliefert, welche Brüder die Antiseniiten sind. Hamburg. Die alte portugiesisch-jüdische Synagoge in der Bäckerstraße, welche bekanntlich pripatlm angekauft wurde, soll dem Vernehmen nach zu der Anlage eitler Bäckerei verwendet werden. Die portugiesische Gemeinde hat sich bekanntlich mit regierungsseitiger Genehmigung aufgelöst. Schweiz. Zürich. In der Versammlung der Naturforscher-Gesellschaft vom 22. Nov. 1886 zu Zürich sprach in der, dem Vonrag über die mikroskopischen Bewohner der Flach- und Tiefsee folgenden Diskussion Herr Privatdocent Tr. Imhos; der Vortragende führte die Annahme aus, dag wahrscheinlich die Alpen einstmals von Wasser bedeckr gewesen seien. Redner begründete die Ansicht damit, das; gewisse gleiche mikroskopische Thierfamilien sowohl in den Tiefals in den Flachseen Vorkommen, aber aus Gründen, worauf hier einzngehen nicht die Stätte, ein Transport durch Vermittelung von Vögeln nicht angenommen werden kann. Redner schloß mit der Bemerkung, das; die angeführte Hypothese heute noch vielleicht manchem Forscher lächerlich er-, scheinen möge, das; er aber der Ueberzeugung wäre, daß sie sich auf Grund eingehender Forschungen wohl bestätigen dürfte. Wir haben hier toiedernm den in jüngster Zeit mehrfach vorgekommenen Fall, das; Ergebnisse der neuesten Wissenschaft mit den Aussagen der Bibel übereinstimmen. Zugleich benutze ich die Gelegenheit, noch eine andere Bemerkung anzuknüpfen. Bekanntlich wird die Abplattung der Erde an ihren beiden Polen aus der Eentripctal- resp. Eentrifugalkraft, welche eine Folge der Krastcomponenten der Erdrotanon ist, erklärt. Diese Annahme setzt voraus, daß sich die Erde einst in einem feurig - flüssigen Zustande befunden habe. Da mm heute die Erdrinde sich in dem ersten Agregatznstande der festen Form befindet, der Uebergang von der flüssigen in die fette Form aber ohne Wärmeverlust nicht möglich ist, so minlen wir hiernach annehmen, daß die Erde einen Wärmeverlust erlitten habe. Da nun aber, seitdem Beobachtungen stattsindcn, und dies ist seit etwa 2000 Jahren der Fall, ein Wärmeverlust als Ergebniß der Abgabe uub Aufnahme von Wärme nicht stattgefnuden hat, sondern eher ans der verringerten Fläche der Gletscher ein Wärmegewinu vermittlm werden darf, welcher ans Kosten der Sonne;u schreiben ist, so wurde die Hypothese ausgestellt, daß in viel früheren Zeiten die Verhältnisse andere waren und hierauf ein Schluß am die Dauer der Welt gethan, wonach dieselbe bereits mehrere Millionen von Jahren zähle. Dies eb.n Angeführte ist eine Stütze der letztgenannten Annahme. Herr Dr. Kleine r, ordentlicher Professor an der Universität Zürich und Dekan ihrer II. Sect. der philos. Facultät, hat in seinen Vorträgen über Experimentalphysik, gehalten an der Universität Zürich, 1886, die von Beweisen unterstützte Annahme ausgesprochen, daß die rotirende Erde sich nicht in feurig-flüssigem Zustande befunden haben kann. Ich kann Ihnen natürlich nicht den versuchten Beweis in seiner Schärfe anführen, gebe jedoch das folgende Gemeinverständliche an. Wenn, eine flüssige Kugel rotirt, so wird sie in Folge tangentialer angreifender Kräfte ans der Gestalt der Kugel in die eines Elypsoides übergehen. Diese Zusammendrückung, wenn ich mich populär so ansdrückcn darf, wird natürlich abhängig fein von der Notirungsgeschwindigkeit und der Ronrungszeit. Professor Kleiner wies nun nach, daß bei der Notirungsgeschwindigkeit der Erde, von der Wir, physikalischen Gesetzen gemäß, nicht wohl annehmen dürfen, daß sie jemals eine andere gewesen sei, die flüssige Kugel der Erde nicht allein an den Polen abgeplattet, sondern fast bis zu einer, einer biconvexen Scheibe nicht unähnlichen Form zusammenaedrückt worden wäre, bevor sie soweit erkalten konnte, daß die Rinde in die feste Form übergegangen wäre. Es erfolgt also hieraus die Wahrscheinlichkeit, daß die rotirende Erde sich nicht in feurig-flüssigem Zustande befunden hat und jene obengenannte Hypothese (von de^r Millioncnalter der Erde) fällt in sich zusammen. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien. Ter Kaufmann Franz Deubner, Gesellschafter der Spezereiwaaren-Handlung Dcnbner und Törtl, vergnügte sich in der Nacht des 4. Cct bamit,- daß er auf der Straße einen ihm unbekannten Mann, Namens Simon Popper, mit^dem Rufe: „Wieder ein Zödk" begrüßte, mir dem Stocke nach ihm schlug und ihm eine Verletzung zustigre.

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