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Der Israelit · 1886-11-18 · Heft 90 (18.11.1886) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 90 (18.11.1886)
Date
1886-11-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
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tr.r.o Spitälern, ethiell uom UntciTidjtöiiuiiiftcvimi! eine H)i!K!i!i1)a|ilii()c Mission ihul) Ccf!cv'rcid)--1111 vii. Paris. Sn dniiuu liibifdjcii Mreifen uw die Idee anfgekommen, mn das Andcnlen der jüngst verstorbenen Baronin James vdllothschild zu ehren, eine Büste der Verstorbenen anfertigen zu lassen. Verschiedene Vereine wurden ]\\ Beiträge für diesen Zweck oufflcfovbcvt. Die „Arch. Isr." treten entschieden diesem Projekte, welchem das Raboinat seine Zustimmung gegeben baden soll, entgegen und plaidiren für Gründung einer wohlthätigen Stiftung, die den Namen der verstorbenen Woblthäterin tragen soll und die ihr Andenken mehr ehren wird, als ein Denkmal von Stein und Grz. In gleichem Sinne haben sich der „Talinndverein", (Rabbiner: Herr Wciskopf, Präsident: Herr Tr. Klein), und der Verein „Le Patriarch Abraham" (Präsident: Herr Heinrich Picart) ausgesprochen. Paris. Unser Glaubensgenosse. Senator Gdnard Millaud ist zum Bantenminister ernannt worden. VemerkenZwerlh ist, das; der letzte jüdische Gabinetsminister in Frankreich, Herr David Raynal. dasselbe Portefeuille inne hatte. Lille. Um die Stelle unseres kürzlich verstorbenen Grand-Rabbin Lippmann bewerben sich schon mehrere Rabbiner. Zwar ist zur Besetzung dieses erledigten Postens noch kein Goncnrs ausgeschrieben, aber wie man hört, haben sich schorr einige Rabbiner^ hier zu einem Probevornage gemeldet, oder sonst angedenket, das; sie als Seelsorger in unserer Gemeinde fungircn möchten. Die Ra men dieser Ganditaten lauten in alphabetischer Reihenfolge: A r o », Rabbiner in Lnneville, B i g a r r, Aushilfsrabbiner im Pariser Rabbinatsbe.zirke, Gaben, Rabbiner in Reims, Tebrc. Rabbiner in Sedan, H e r r m a n n /Rabbiner irrBalencienncs lind L e ion, Rabbiner in Verdun. Gs wird daher für unsere Genieinde eine grosse Ausgabe sein, unter so vielen tüchtigen Männern den tüchtigsten herauszuwählen. Marseille. Eine (Korrespondenz auS Dhau- Hoa lim hinterkudische» Königreiche Anuam) lobt sehr die muthige Aufführung des Lieutenants Franck aus dem annamitischeu Iägerregimenle, der iu einer einsamen Straffe der genannten Stadt von mehr als fünfzig Rebelten überfallen und umzingelt wurde, aber Kühnheit gering belast, um sich denselben cntgegcnznstellen und sie, nooöem er aus mehr als aus zwanzig Wunden blnrere. in die Flucht schlug. Gr kam völlig erschövst und fast sterbend in der Kaserne an. fühlte stch aber dennoch überglücklich, der französischen Uniform zu einem solchen Siege t verholfen zu haben. Sein Reaiments-Goinmarrdant - hat an dem General-Residenten in Soitfm min Annam, an oem eben in der vergangenen WoZic verstorbenen Paul 'Bert einen sehr schmeiche'.hun.n Bericht über die rapserleit dieses tüchtigen Cfiieiciv gerichtet und für denselben zugleich eine seinem Mnthe und seiner Vaterlandsliebe rvnrdige Aus- Zeichnung verlangt. Wir muffen noch hinzuniger!. daff Lieutenant Franck ans Glfaff-Lothringen stamm: und ein Bri'der des.Herrn Aron Franck, Seerekär des jüdischen Konsistoriums in Lyon, ist. G n g l a n d. London. Unser Glaubensgellosse .Herr Hart iu Ganterbnry wurde zum viertenruale znm Aldcrman dieser Stadt erwählt, welche Ghrenstellc er bereits 18 Jahre errrrrrrmnt. Gr war zweimal Mayor und 25 Jahre lang Mitglied des Rathes. .Herr A! dennan Israel Hart wurde znm drittenmal znm Mayor des Bezirks von Leicester erwählt. R n st l a n d. Die polnische Zeitung „Gascta Lubelska" tdeilr init, dast die Bürgermeister der sradrmagistrate und die Gemeindeälteste» des Gouvernements Lublin vom dortigen Kamera!Hof auf Anordnung des F-inanzlnknistcrs die Weisung erhalten haben, dan alle ausländischen Inden, die sich tut Gouvernement Ln'olin ohne die Genehmigung der zuständigen Behörden mit Handel beschäftigen, unverzüglich über die Grenze befördert werden müssen. — In Miao sind im Laufe von drei Wochen 200 Juden aus einem einzigen Sradrrheil ansgewiefen worden. D ü r k e i. Die auf der Infel.Gypern sich befindlichen rumänischen Glaubensgenossen, deren mißliche Lag-' wir vor einiger Zeit ausführlich geschildert, befiuden sich immer noch in der drückendsten Roch und wissen nicht, nach welchem Lande sie ihre Zuflucht nehmen sotten. Feuilleton. W i di fl e f. lu'.übtmuj son 3. &a!nt, i;amn*r von briet. (Fortsetzung.) Ginen Augenblick war das .Hsrncck'fche G ' vaar von der Wendung, die das Gespräch geirommu. von dem iörmlichen >rosackenüberfalle, betreten. Beide, der Maior und seine Frau batten wob! daran dacht, ja zuweilen davon gcsvrochen ihr Vermögen einmal an Lorenz zu vererben, aber daß sie ries-

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