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Der Israelit · 1886-11-18 · Heft 90 (18.11.1886) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 90 (18.11.1886)
Date
1886-11-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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in ilU’tiflflcii um 6 -floo Matt wurden im Fakire i ss.i an 1626; i s,s i du 1701; i.ssr» an 17i*r# bedürftige verabreicht, und vertheilen sich die Beiträge aus dem Fonds für verschämte Anne, iu Beträgen von 20 -loo Mars, im Jahre I.ss.j auf i.'is; iss4 auf l io; uuö■ ihn.*» ans 130 Empfänger. Das :Hc i ch e nhc i m'sche 6! e m eiude - SU a isenhaus zählt 75» Zöglinge — 45 Suaden und NO Aiädchen. Bon diesen besuchen 34 Knaben die jüdische Gemeinde-Knabenschule, 6 Suaden das Sophien-Gymnafinm, 5 Shmbcu das Sophien Realgnmuafium; 15 Mädchen die jüdische Gemeiiide- Mädchctischulc, 2 Mädchen das Heimathhans säe Töchter höherer Stände (zur Erlernung der Buchführung), 1 Mädchen das Seminar für Kiudcrgärtnerinucn, 1 Mädchen die Kinderpflegerinnenschule. Ein ans der Schule bereits entlassenes Mädchen erlernt das Wäscheznrichten. Von den l 4 Zöglingen, welche in den lcLten Jahren die Anstalt verlassen haben, widmeten sich 4 Knaben dem Kaufmannsstande und erlernen 0 Knaben und 4 Mädchen ein Handwerk. Ter Fürsorge der jüdischen W a i s c n - K o rnmission, sind zur Zeit 53 Knaben und 7lt Mädchen unterstellt. Unter den 123 Waisenkindern, die gegen Entgelt theils ihren Müttern überlassen, theils bei Familien untergebracht sind, befinden sich 3 Knaben und 3 Mädchen, welche das schulpslichrige Alter noch nicht erreicht baden, mrd 0 bereits aus der Schule entladene Mädchen, die ein Handwerk erlerne». Ocstentliche Untenichtsanstaltcn besuchen demnach 11 l Pfleglinge und zwar von den Knaben: 21 die jüdische Gemeinde-Knabenschule; 24 dieKommunalschnle; 3 das Soplsien-Gymnasinm; l das Kölnische Gmnnastnm: I das Friedrich- Wilhelms-Ghinnasinm; von den Mäd cheu: 37 die jüdische Gemeinde-Mädchenschule, 17 die Kommuualschulcn. 7 mittlere Prwatschnlcn. Das jüdische Krankenhaus verpflegte 1983: 1077 Kranke mit 32022 Vcrpflcgungstagcn: außerdem wurden 1883 noch 5874; 1884 7616 und 1885:8246 Krankheitsfälle verzeichnet, welche in der Poliklinik des jüdischen Krankenhauses behandelt wurden. Für Tiphteritiskranke wurde auf dem Grundstücke des Krankcnhanses im Jahre issa cnie Jsolirbaracke erbaut. Das Siechend ans der Jüdischen Gemeinde wurde im Jahre 1*76 mir 6 Pfleglingen eröffnet und verpflegt gegenwärtig 24 Personen: 10 Männer und 14 Frauen. Die Alr erv ersorg ungs -Anst a! t zählt 118 Hosviraliren, von denselben befinden sich 87 in dem Hause Große Harnburgerstraße 26 und 31 in der neuen vonMorip Mannheimer undGattin gefiifrciCH Anstalt, Schönhauser-Allce. Den Jnfancu des Slechenhansens it. Allerversorgnugs-Alistalt nnrd vollständig freier Unterhalt, tind je nach Bedürsnisi auch ein monatliches Taschengeld gewährt. An Zuwendungen edler Walilthäter vcrzeichueten in den lebten drei 'Jahren: Die Armen-Kommission 43831,35 Mai k; die K rantenverpslegnngs - Anstalt 10510,50 Mark: das Siechenhans 18504 Marl; das Waisenhaus 24472 Mark; die Waisen-.Kvmmissio» 6250 Mark und die Alter-Bersorgnngs-Anstalt 102,686 Mark. Die gezahlten Gemeinde-Beiträge inel. der Reste ans den Vorjahren seitens der Mitglieder der jüdischen Gemeinde betrugen 1883: 473009.75 Mark; 1884: 4068!! Matt ::::d 1885: 521211.75 Mark. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien. Die Inden Oesterreichs werden dem jüngst verstorbenen Reichskanzler Grafen Brust stets ein ehrendes Andenken widmen. Ihm ist es hauptsächlich zu verdanken, daß in Oesterreich-Ungarn die (Gleichheit der verschiedenen Glanbcnsbekenmnisse ausgesprochen wurde und die Emanciparion der Inden zur Ausführung gelangte. Ans (Halizien. Seit dem Ableben des.Sadagnraer Rabbi Abraham Jakob Friedmann 8" 27 wußte man nicht recht, welcher von seinen zwei Söhnen sein Rachfolger sei. In der Hinrcrlassenschaft desselben befindet sich ein ans gediegenem Golde verfertigter Thronseffel, der nur als nm-n 822 gilt und als solcher dem ieweiligcn Rabbi hon Sadagnra zufällt. Ein aus 49 z"zz~ ans Galizien, 9iuf;land und Rumänien zusammengesetztes Schiedsgericht hat den Spruch gefällt, daß der jüngere Bruder, Rabbi Israel Friedmann der feinem verstorbenen Vater sowohl durch äußeres Aussehen und Gestalt, als auch in Bezug auf gute Eigenschaflen besonders ähnlich ist, den Rabbinatsstnlil besteigen und an seinen Bruder den halben 2\>crtf) des goldenen Sessels mit 60,000 fl. hcranszahlcn soll.' Frankreich. Paris. Der hiesige jüdische Privatgelehrrc M. Schwab, der auch an der nacionale.ctu Amr bekleidet, har von der Regierung ans Gesundheirsrnckfichten einen längeren Urlaub erhalten, den er in Arcachon bei Bordeaux verbringen wird. Herr Schwad, der auch als Ueberfetzer des Talmud Jernschalmi bekannt ist, bat soeben den nennten Band von diesem Werke (enchaltend das Ende von Gltlin, Rafir und Kidnfchin) erscheinen lasten. — Tr. Guggenhcim, Zlrzr in den Pariser

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