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Der Israelit · 1886-11-18 · Heft 90 (18.11.1886) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 90 (18.11.1886)
Date
1886-11-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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i r>:»s Werk wurde in den -fahren io und i i (15tu -51) fleulji'icbcn; es cuiliält |.so ^lütter imu iil noch uiclck durch den Truck verüffeullicht. Das Mauuseripl befindet sich gegenwärtig im Besitze des Herausgebers des vorlieg.nderl Werkes. .Im Jahre 55<;<; (isoü) beschloß die große israelitische O-emeliide.',u Preßbnrg deu durch das Ableben ihres flelclntcit Rabbinen, Rabbi. Mesch ulkam Tnsmenitz vacant gewordenen Rabbincrsiu wieder zu besetzen. Die Wahl schwankte zwischen vier weltberühmten Männern: .Rabbi A ki b a (5ge r, damals in Märkisch F'riedland, Rabbi Barnch Frankel zu Lcipuik, Rabbi Salomon NUmann, damals zu Frauenkirchen und Rabbi Mosch eh Sofer zu Mattersdorf. Das Loos entschied für den Letztgenannten, der eine so ehrenvolle Berufung nicht ablchnte. Als fein Entschluß in Martersdorf bekannt wurde, erfüllte Trauer und Schmerz alle Gemächer; allein, sie muhten sich selbst sagen, das; ihrem geliebten Lehrer sich in dieser Stadt und innerhalb einer so bedeutenden israelitischen Gemeinde ein seiner würdiger Wirkungskreis darbiete. Wir habe» an der Hand des vorliegenden BuchcS Rabbi Moscheh Söser bis zum Beginne des Glanzpunktes seiner gottgesegneteu Thätigkcit begleitet. Es würde die Grenzen eines literarischen Berichtes überschreiten, wenn wir denselben noch weiter ausdehnen wollten. Wir empfehlen das Buch auf das Angelegentlichste allen Kennern der hebräischen Sprache. Es wäre wünschenswert!), das; der Herr Verfasser eine deutsche Uebcrsctzung veranstaltete, um so das ebenso lehrreiche, wie interessante Werk einem größeren Lesekreise zugänglich zu machen. Zeitungsnachrichten und Correspondenzc«. Deutschland. .^nnzelsau (Württemberg). Es ist ein Vorzug der jüdischen Dtthodone, das; ihre Angehörigen sich freiwillig und gerne Cpfcr anferlegen. wenn fte der Religion zur Ehre gereichen. Wir haben ein sprechendes Zeugnis; dafür zu verzeichnen, indem wir eines freudigen Ereignisses Erwähnung thnn, welches am vergangenen r-rr1 in unserer Smragoge stairsand. .veir Heule Reumann nämlich, ein würdiges und frommes Mitglied unserer Gemeinde, har uns eine angenehme Überraschung bereitet, indem er und seine Frau der Gemeind^ ein wundervolles zum Geschenk machten. Danelbe ist aus rothem Sammet, reich mit Goldstickereien versehe» und trägt eine Mim\ sowie eine Insthrist von schwerem Golde. Reben der Dankbarkeit für deu Spender war auch Gelegenheit geboten die prächtige Ausstattung und SUmjtktcm zu bewundern, welche Herr A. I. Hofmann in Frankfurt a. M. dem rons gegeben har. W. Bert in. Der soeben versandte Rechenschaftsbericht der hiesigen jüdischen Gemeinde bietet manche! nteressante Daten dar. Derselbe gibt eine Uebersicht des Haushalts in den Jahren iss:; bis issr>. Dem nach betrug die Zahl der Een fiten »»51; die jndische unabenschu le wird gegemvärrig von; die M ii d ch c it sch u l c von :llO imb die Religiousschule von 075 Zöglingen besucht. Was die Religionsschule anbelangt, so genügt dieselbe, welche bereits im Jahre 1*54 ins Leben gerufen wurde, dem gegenwärtigen Bedürfnisse insofern nicht mehr, als der Umfang der Gemeinde sich im Lause der Zeit in einem alle Voraussetzungen übersteigendem Maße erweitert hat. ES wird deshalb mit Rücksicht auf die Bewohner des westlichen und - südwestlichen Stadtthekls, die Errichtung einer zweiten Religionsschnle demnächst vor sich gehen. Mit der gottesdienstlichen Veranstaltung in den Räumen der „Philharmonie-, war in: Jahre 18*4 der Versuch gemacht worden, den alljährlich z u r Z eit der Hohe n F e st rage wiederkehrenden, aus der Unzulänglichkeit der drei Gemeinde-Spnagogen sich ergebenden Mißftänden nach Möglichkeit entgegen zn wirken. Der günstige Erfolg dieses Versuches führte zu dem Abschlüsse eines Vertrages, durch welchen der Fortbestand der neuen Einrichtung für eine Reihe von Jahren gesichert ist. Aus der L e h r e r b i 1 d u n g s - A n statt wurden in den legten drei Jahren 3t» Zöglinge mit dem Zcugniß der Reife entlassen. Tie Seminaristen werden fämmrlich zn Volksschul- und zu Religionslehrer, sowie, im Falle entsprechender Veranlagung auch zu Kantoren ausgebildet. Der Kursus ist ein dreijähriger und die Prüfling für das Schullehramt erfolgr vor der >i. Prüsnngs-Kommifston. Eine wesentliche Förderung erfuhr diese Anstalt durch die im Herbst v. I. eröfrnete Präparandentlasse. In derselben erhalten junge Lenke, welche noch nicht genügend vorgebildct sind, durch Unterricht in den Elemenrarfachern, im Hebräischen und in der Mrrst? eine gleichmäßige Vorbereitung für ihre Aufnahme in die -Lehrerbildungsanstalt. Die A rm e n->r omni intou der jüdischen Gemeinde gewährte u: monatlichen rem. veriodifchen Beträgen von 6—00 Mark, im Jahre 1*83 an 204; " 1*84 an 25*; 1*85 cn 23> Hilfesuchenden; die Ertraumerstütznngcn

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