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Der Israelit · 1886-11-18 · Heft 90 (18.11.1886) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 90 (18.11.1886)
Date
1886-11-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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i r>;>M Herbigkeit bc-o ^fjaiiUtcrc hervor, unter welcher die . übrigen MWiedee des .s>aucltaltö ,;u leiveir Ijolu4». Nicht also sei die jüdische Hausfrau: durch sanfte und liebevolle TvvcmtMidjicit füll sie deul .vnuil’e Vul)t und A-ratbt* spenden. 3ic soll ihren! ('tollen fein Heim derart gestatten, das; er sich nicht Iiiuwcgsehut aus seinem .\Sanfe nach den rauschenden Vergnügungen auf dein Markte des Lebens, das; er, wo immer er sich befinden mag, sich stets zurückschue nach der traulichen Stätte, m die geliebte (sjauin waltet. Die höchste Bestimmung des Weibes ist die, als edle, sorgsame, zärtliche, aufopserungssähige Mutter für die Heranbildung des kommenden Geschlechtes zu sorgen. Wenn alle Welt den hervorragenden Mann preist, der seinen Mitmenschen zum Segen wird und ihnen als nachahmungswiirdiges Beispiel gilt, dann sollte man sprechen, wie Rabbi Jochanan den Sackai von seinem Schüler Iosua sprach \-r.7v nrx Heil der, die ihn geboren! Die Mutter ist dazu b-rufeu. die Saat altes Gute» in das leichjelUpfanglichc Herz des Kindes zu stiel!, in dasselbe die Liebe zu Gott, die Furcht vor Gott, die Liebe zu Tugend und Rechtlichkeit, die Begeisterung für Ehre und Pflicht, die Liebe zu den Menschen und zu allen Gottesgeschöpsen zu pflanze»; die Mutter ist dazu berufen, alle schädlichen Ginstusse von ihre« Kindern ftnr zu harren, sie vor Verführung und schlechtcln Umgänge zu schützen. Dieser, erhabenen Psticht ist unsere Mutter Sarah mit der grössten Aufopferung nachgekounne». Es war ein in den ehelichen Frieden ttcfeiuschneioendeS Berlaugcn, daS sie stellen musste: aber sie, die sonst so liebevolle und unterwürfige (Gattin, wagte es, ihrem Gemahl entgegcnzutrercn, da es sich um die Zukunft ihres Sohnes handelte. Nach einer langen und anscheinend für immer kinderlosen Ehe. harre sie ihre Magd ihrem Gatten zum Weibe gegeben. Aber Iischmabl, der Sohn der Hagar, wandelte nicht in den Wegen AbrahaurS: und, als Iizchak, der von Gott der Sarah im hohen Alter geschenkte Sohn heranwuchs., gewährte die edle Mutter mir Schrecken, welch üblen En fttrst der Sohn der Magd auf den jüugern Bruder zu über: im Staude war. Da galt cs, mit aller Harre vorzugeben. um Iizchak für den Weg der Tugend und t^ouoiercen-'.t-sti; zu erhalten: „Treibe ans diele Magd und ihren Sobn. damit er mein >l:nd nicht veAü'we!" Und es mistnel diese Sache gar sehr km Abraham um seines Sohnes willen, und er war nickt geneigt, km Perlangen Sarah's nachzneben. ^ie aber fand eine mächtige Stürze in dem allmächtiger! Gott: denn Gott sprach zu Abraham: Alles, was Sarah dir sagen wird, gehorche ihrer Stimme'.' - Die weise, edle und fürsorgende Mutter schenke selbst einen etwaigen ttvnsliet mit ihrem grasten Tratten nicht, um für das Wohl ihres Sohnes ciuzastehen. Und Abraham erkannte in diesem Punkte ihre lieber legenheir an, und lhat, was sie ihm geheisteu, und als sie viele Fahre nachher ihr reines und vollkommenes Leben beendet hatte, da kam Abraham, um Sarah zu beklage:! und zu beweinen. — Man hat die Bemerkung gemacht, das; es umgekehrt heisten sollte: „sie zu beweinen und sie zu beklagen," da doch erst die Thränen und danu die Klage zu komme» pflegen. Allein der Schmerz um den Verlust der edlen Gattin war bei Abraham so grost. das; er nicht gleich Thränen fand. Erst, als fein Herz sich durch die laute Klage erleichtert hatte, löste sich der Quell der Thränen aus feinen Augen, und diese kehrten wieder, so oft er später seines verlorenen Kleinods gedachte. — Sie hatte das Höchste erreicht: die'Liebe ihres edlen Gemahls und die ihres mnsterhaslen Sohnes, der ganz seines Vaters Ebenbild geworden, währten bis über das Grab hinaus, und als dem Iizchak die ihm bestimmte Gattin zngeführr wurde, da prüfte er sie erst, ob sie der geliebten, dahingeschiedenen Mutter au Tugend und Frömmigkeit gleiche, und als er sich davon überzeugt, da brachte sie Iizchak in das Zelt feiner Mutter Sarah, und er nahm die Riwkah, und sie tvard ihm zum Weibennd cr liebic sie; nun erst tröstete sich Iizchak ob des Verlustes feiner Mutter. H. B. M. <5. 24 V. 67.) So war Sarah: sittsam und tugendhaft, häuslich und fteistig, eine liebevolle und hingcbeude Gattin, eine fürsorgliche und aufopferungsfähige Mutter, die nur bestrebt war, ihren Sohn in Gottesfurcht zu erziehen und ihn vor ieder schädlichen Beeinflussung zu schürzen. Mögen alle Töchter unsres Volkes ihrem Beiwiele uachzuahmen sich beluüheu. LUerari scher Bericht. 2'-^ 7 27 "22 nrs 72'22 r'-.T'r! .w^rsn -:n -isa rs"2 rn'27 - 72 ‘N'2r 2r'2X 7r2-' 7 27 *CK 7n:^~**2 pp-. -,:s ,-2'2 nu-r rrr2 322 .j?"s? 7in n rpss Zn beziehen von S. Schreiber. Qberrabbiner zu Be regst atz »Ungarn). Preis: 1 Mark. Der gelehrte Verfaner des vorliegenden Werkes gibt uns in demselben die ausführlichen Biographien seiner beiden Groswäter und seines Vaters. Rabbi Mo sch eh S ofer sSchreiber; wurde am siedenren

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