Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 89 (15.11.1886)
- Date
- 1886-11-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2449600-2449683--25326-2515156- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
l r> io lüfte» mp 7:0: „und c-s war als er nahe famV CWiicii ähnlichen xHiivbnicf fliibcit wir. da Pharao die Israelnen versorgte (2. B. M. (». I I. B. in) Sonnys' „und Pharao brachte nahe." Es hätte doch Ijcifu’U sollen: mp r.y'.v, „und Phavao fam nafjcY' Aber in der That brach re Pharao die Israeliten nahe zu ihrem Pater im Himmel, wie es dorr heißt; E-r.2 r.:ro cr»,:,y nx '".m *;3 'X2N ,2'yr* ny-si : 'l Vx 'Xü*' '53 •pyä*"! ,NX2?XT’l C.TV.N VD1J „Und Pharao brachte näher (die Herzen der Israeliten zu ihrem Barer im Himmel); denn als die Binder Israel ihre Augen erhoben und bemerkten, daß die Akgvpter dicht hinter ihnen waren, da fürchteten sie sich gar sehr, und eS siebten die Binder Israel zum Ewigen. — Aehnlich müssen wir auch hier das Wort':mpn deuten. Abraham hatte es zur Aufgabe seines Lebens gemacht, die Menschen ihrem Barer im Himmel nahe Zugringen, und so wollte er auch in Äizrajim die <raat der GotteSerkenutnis; ausftrenen. Wenn nun Abraham sich gedrungen fühlte, nach Aegypten zu wandern, warum vertrante er nicht, daß Gott, der ihn ans dem feurigen .Stalfofeu gerettet, ihn schützen werde vor jeglicher Gefahr; warum hielt er es für angemessener, die Ehre und die Tugend seines Weibes zu gefährdend Unsere Weisen lehren, das; Niemand in Gefahr sich begeben soft in der Hoffnung, ans ihr durch ein Wunder gerettet zu werde»; denn vielleicht ist er der wunderbaren Rettung nicht würdig: geschieht aber ein Wunder, so wird dadurch das Bedienst seiner guten Thaten verringert, und er erleidet Einbuße 'an der ewigen Seligkeit. Taß Abraham diese Lehre zur Richtschnur seines Lebens gemacht hatte, finden wir in der heiligen Schrift angedenlet. Als Abraham mir wenigenKnechten die vier siegreichen Könige überwunden Hane, da heißt es (I. B. M. E. ir>. B. l): „Gleich nach diesen Begebenheiten erging das Won des Ewigen an Abram in einer. Erscheinung, wie folgt: Iürchle dich nicht, Abram. Ich bin dir ein Schild; dein Lohn ist sehr viel.-— Warum sollte Abraham sich., furchten'{ Nach dem großen, so wunderbar' errungenen Siege hätte doch gerade sein Seldftvertraue« wachsen sollend Abraham aber fürchtete, daß durch den wunderbaren Sieg, den er errungen, sein frommer Wandel schon dienieden genugsam belohnt sei, und beschatt) gab ihm Gott die Versicherung, daß sein Lohn in der künftigen Welt ihm ungeschmälert verbleibe. (Siehe Nasch! zur Stelle.) Aehnlich verhielt es sich, da Abraham »ach Mizrajim zog. Er glaubte Kiucit frommen Wandel, seine goren Thaten genugsam dadurch belohnt, daß Gott ihn in wunderbarer Weise ans dem feurige.': Kalkofen gerettet hatte. „Und er sprach zu Sarai, seinem Weibe: „Siehe doch, ich habe erfahren, daß eine Iran von schönem Aussehen du bist." Hatte er denn das, fragen die Weisen im Sohar, bis fetzt nicht gewußt? Und sie antworten .-orp xsrn xnrrr „er sah sie erstrahlen hu himmlischen Glanze." Erst ans der Reise harre er sie ganz kennen und würdigen gelernt. Zu Hanse gehen Alaun und Iran ihren täglichen Beschäftigungen nach und sind nicht immer beisammen. Ans der Reise dagegen fand Abraham Gelegenheit, den. hohen Seetenadel, die unerschütterliche Tugend, die liebevolle Sorgfalt, das unvergleichlich gute Herz seiner Gattin voll und ganz kennen zu lernen, „er sah sie erstrahlen im himlnlischen Glanze." Dich, so sprach Abraham, kann ich unbesorgt jeder Gefahr anssetzen; deine himmlische Tugend wird jede Versuchung überwinden; deine unerschütterliche Eharakterfestigkeir wird jedes ungebührliche Verlangen abweisen. „Sage doch, du seiest meine Schwester, damit cs mir wohlgehe (in dieser Welt) um deinetwillen, damit ich den Zweck meines Levens hienieden erreiche und auch in diesem Aegypten, in dem bedentendsten Enttnrlande der Welt, die Saat der Gotteserkennlniß auszusäen vermag und bannt meine Seele lebe (in der künftigen Welt) deinetwegen," damit ich nicht Einbuße erleide om ewigen Leben dadurch, daß ich mich in die Gefahr begebe, um durch ein Wunder gerettet zu werden. — So groß war das Vertrauen Abrahams zu feiner Gattin, so unendlich die Hochachtung von ihrem heiligen und gorrgeweihten Lebenswandel, daß Abraham nicht fürchtete, . Sarah würde durch eine wunderbare Rettung sowohl in dieser, wie iit der künftigen Welt irgend welche Einbuße erleiden. Und der Erfolg entsprach seinen Erwartungen. Wohl wurde Sarah irr das Haus des Königs genommen; aber Niemand durfte ihr nahen; es schürte sie der Engel Gottes, der ans ihr öreheiß -ai by siehe Nascht zu l. B. M. (5. 1-- B. 1T> alles Ungebührliche von ihr fern hielt. So war Sarah: eine Frau von entzückender Schönheit, eine Iümin, von Glan; und Reichrhnni umgeben, ein Weib, um dessen Gunst Möuüje. siL bewarben: aber ihr höchster Schatz, ihr schömrer Schrnuck, waren ihre Tugend und ihre Gottesfurcht.