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Der Israelit · 1886-11-15 · Heft 89 (15.11.1886) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 89 (15.11.1886)
Date
1886-11-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXVII. ' M H!K iwlti E i n Kentrak - Organ für das orthodoxe IudenLhum. Hcrausgegebcu von ISr. Lehmauu in Mainz. Montag, de n 15. N o v c ut der »ßlT (1S86). Leitender Artikel. Saraß. Mainz, 11. November. Im Wochcnabschnitte des kommenden Sabbats findet das Lebensbild unsrer Mutter Sarah seinen Abschluß. Tie heilige Schrift führt uns in , ihr eine der merkwürdigsten Frauengestalten vor' cs gibt wohl keine zweite, die ihr glcichkäme. Wie Abraham war auch Sarah von heidnischen (yttmi geboren und erzogen worden. Ihr Later Haran war, nach der Tradition, ein schwankender Eharakter, der nicht aus Ucberzcngnng, sondern ans niederen Beweggründen zu seinem Bruder Abraham hielt und dabei einen frühen Tod fand. Sarah rautte sich an ihrem Gauen empor, um ihn s p ä t e r z u überragen. In Bezug auf sie spricht Gott zu Abraham das große Wort: „Alles, was Sarah dir sagen wird, gehorche ihrer Stimme." <1. B. M. (y; 21. L. 12.) Unsre Weisen folgern daraus, daß Sarah eine höhere Stufe in der Prophetie erlangt hatte als Abraham. Wenn wir die Lerhältnisse genau erwägen, so wird diese Tliatsache uns mir der größten Achtung und Ehrfurcht vor unsrer Mutter Sarah erfüllen. Abraham hatte inmitten einer göxendienerischen Welt den einzigen Gott erkannt. Sarah war, wie Abraham, im Göxcndicnft erzogen worden. Als Abraham die um zehn Jahre jüngere Tochrer seines Bruders heirarüere, wurde diese nicht allein seine Gattin, sondern auch seine getreue Schülerin und Gehilfin. 2o groß Abraham war in derGotteserkenmniß, in der Gottesfurcht, in der Liebe zu Gort, im Gorrverixauai und in der Heiligkeit des Lebenswandels, w wurde Sarah, wie wir svärer Nachweisen werden, noch größer. — Sie widmete die heiße Liebe ihres Hebens nicht nur ihrem Gauen, sondern auch ihren andern Mitmenschen, indem sie ihre Mitschwestern belehrte und zur Anerkennung des einzigen Gottes führte; auch hierin folgte sic dem Beispiele Abrahams, crr.zx ,pro iry -iirx rx c*r:n nTvia rrr> c*r;xn ns T':a (Rasch! zu 1. B. M. (S. 12. P. 5). Als Abraham, um der Hnngersnoth im gelobten Lande zu entfliehen, nach Äizrajim zog, sprach er zu Sarai, seiner Frau: Siehe doch, ich weiß, daß eine Frau von schönem Ansehen du bin. Und cs wird sein, wenn dich sehen werden die Mizrijim, und sic werden sprechen: .Seine Frau ist diese, so werden sie mich erschlagen und dich werden sic am Leben lassen. Sage doch, du seiest meine Schwester, damit es mir wohlgehe deinetwegen und damit am Leben bleibe meine Seele um deinetwillen. Im heiligen Soharbnchc wird die Frage aufgeworfen, ob es denn für einen Mann wie Abraham sich geziemt habe, in dieser Weise zu verfahren, und um sein Leben zu retten oder gar um irdische Güter zu erlangen, die Ehre und die Tugend seiner Gattin ans das Spiel zu scvcn. Ta er doch die schlimmen Verhältnisse in Mizrajim kannte, da er wußte, daß die in Unsittlichkeil befangenen Aegvprer nach seinem schönen Weide begehren würden, so hätte er diesem Lande fernbleiben sollen, zumal da Gott ihm nicht besohlen harre, nach Mizrajim zu ziehen. Wollte er dennoch nach Mizrajim wandern, so hätte er lieber Alles über sich ergehen lasten sollen, che er seine Gartin verleugnte und so deren Ehre und Tugend den größten Gefahren preisgab. — Tie erste Frage wird im Sohar dahin beantwortet, daß Abraham gewichtige Gründe harre, seinen Aufenthalt in Aegupreu zu nehmen. Es heiß: (1. B. M. E. 12. B. IN: 2-7- '-rsc \*r* x-^. „Und cs nun*, als er nahe brachte, zu kommen nach Mizraiim." Es harre doch heißen

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