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Der Israelit · 1886-10-12 · Heft 81-82 (12.10.1886) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 81-82 (12.10.1886)
Date
1886-10-12
Page
– (sequence 17)
Language
German
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xxvir.^um] ♦ <• 4 •> H,. JrM lli\ Oi] -09 . o,c Wrae Zeitrirrgskrachrichtett und Gorrefpouderrze». Deutschland. Aus der Mhernprovirrz. Bezüglich einer Korrespondenz in Nr. 76 Ihres gefch. Blattes kann ich Ihnen auch ans der Rh.-Pr. niitlheilcn, daß die Militärbehörden, wenn cs möglich ist, auf Wahrung unseres hl. Religionsgesehes Rücksicht nehmen. Bei der General-Musterung im Juni d. I. ward deni Lehrer 3t. Nußbaum in Wittlich der Befehl crtheili, zur Ableistung seiner sechswöchcntlichen Militärzeit am 1. Oktober d. I. einzutren. Herr Nnßbanm richtete nun au die Militärbehörde die Bitte, seiner Dienstpflicht schon mit den Ersatz-Reservisten I. Classe, welche am 21. August eintreten, zu genügen, um an den Feiertagen im Oktober wieder zurück zu sein, und um auch die-Funktiorr des Vorbeters in feiner Gemeinde an den hohen Festtagen ausübcn zu können. Diese Bitte ward ihm gewährt und obwohl die sechs Wochen erst am 1. Oktober zu Ende gewesen, ward Herr Nußbaum schon am n"ij? (29. v. M.) entlassen. Wurzburg, 3. Okt. Bei der Anwesenheit Sr. Kg!. Hoheit dcS Prinz - Regenten wurden Herrn Distrikts -Rabbiner Bamberger dahier mehrfache Auszeichnungen zu Theil. Vom Kgl. Staatsministerium des Innern wurde demselben mitgetheilt, daß ihn Se. Kgl. Hoheit in Audienz empfangen werde. Bei derselben - erkundigte sich Se. Kgl. Hoheit^ eingehend nach den hiesigen Gemeinde-Verhältnistcu. Auch zur kgl. Hoftafel wurde Herr Rabbiner vom Hofmarschaüamt im höchsten Auftrag geladen. An derselben konnte der Herr Rabbiner natürlich nur soweit als religionsseitig möglich, theiluehmen, was durchaus keinen Anstoß erregte, vielmehr Anerkennung und Bewunderung fand. Auch hatte der Herr Rabbiner dabei vielfach Gelegenheit, mit den höchsten Personen aus der Umgebung des Regenten zu verkehren. Altorm, 3. OcLobcr. Der ELLlinger Verein, welcher den Zweck verfolgt, bedürftige Kiuder der hiesigen jüdischen Gemeinde mit Bekleidungsstücken zu versorgen, hatte am Tienstag-NachmilLag seine HerLst-VercheLung in der Gemeinde-Schule. Herr Wittkower, einer der Vorsteher, hielt an die betr. Kinder eine herzliche Ansprache, worauf die Vertheilung erfolgte. Es erhielten 12 Knaben fertige Anzüge, 15 Knaben und 18 Mädchen Fußzeug. Der Verein, welcher in diesem Jahre gerade 25 Jahre segensreich gewirkt, glaubte dieses Jubiläum nicht richtiger feiern zu können, als durch eine Ansfordcrnng an die Gemeinde-Mitglieder, durch ihren Beitritt, evcnt. Extra-Geschenke, den Verein zu unterstützen, und wenn auch die Sammlung in Folge der schlechten Zeitverhältniffe nicht so reichlich ansfiel, wie man voraussetzte, so konnte mau doch mit dem Resultat zufrieden sein. Tz. Llvold, 4. Oct. Trotz der heftigen Agitation'der klerikalen Partei, deren Parole: „Wählt keinen Deutschen, keinen Inden, keinen Protestanten" lautete, wurde unser Glaubensgenosse, Herr Gottlieb Herz, mit großer Majorität in den StadLraib gewählt und von der Regierung auf weitere 5 Jahre als Bürgermeister bestätigt. Oesterr.-Ungar.Monarchie. Wien, 23. Sept. Die israelitische Eultusgemeinde in Ottakring — sie zählt 000 Familien mit eiivü 5000 Seelen — welche bisher ihren Gottesdienst in einem gemicthcten Locale abhielt, hat nun ihr eigenes gcräunlkges Gotteshaus, das heute cingcweihr wurde. Unter den Gästen, die vou dem Präses der Hernalser Cuttnsgemeinde, D. Spielmann, und dem Gemeknderathe Joseph Sittig begrüßt wurden, bemerkte man den Bezirkshauptmann von Hernals, Sialthaltereirath Konstantin Habicher, den Rcichsratys-Abgeordneicn Bürgermeister Franz Helbing, den Bürgermeister von Ottakring, Anton Zagorskn, dessen Stellvertreter Gemeindcrath Otlepp, den Bicc-Bürgermeister vou Nenlcrchenfeld, Louis Wieninger, den Landcs-Schulinwector I. Hülsenbeck, den Eanonicus Diettrich von Ottakring, den Polixcileiter Karasck, Trrector Riernberger, fast die gesummte Genierndevertrerung, Herrn Em. Viach als Vettrcter der israelitischen Eulrusgcmcinde in Wien, Tr. Güdemaun. Der Letztere hielt die Festprcdigr, in welcher er den Spendern dankte, die cs ermöglichten, daß dieses Gotteshaus in so kurzer Zeit und mit allen Anforderungen der Neuzeit versehen, erstehen konnte in diescrGemcinde, wodieBnrgcr friedlich neben einander leben und den confeffioncllen Hader, wie er leider in vielen anderen ^Gemeinden getroffen

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