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Der Israelit · 1886-10-12 · Heft 81-82 (12.10.1886) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 81-82 (12.10.1886)
Date
1886-10-12
Page
– (sequence 16)
Language
German
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/TD. *TÖ<S iiü°üHü i Jerusalem, im G(u[. Wenn schon ein Asyl sür Arme in allen bedeutenderen Städten Europas ein fühlbares Bedürfniß ist, nur wie viel nolhweudiger ist ein solche-: .in der heiligen Stadt Jerusalem. Biele unserer armen Brüder, die ihre letzten Tage im gelobten Lande beschließen wollen, kommen ohne einen Zehrpfenrng hierher, zu ihren: Aufenthalte wählet» sie sich eines der c«mü va, wo sie auf harten Bänken die Nächte vcrbriugell, dort genießen sie ihr zu Zwieback getrocknetes Brod, welches sie zum Theile bei ihren armen Glaubensgenossen erbitten müssen. Mit der drückendsten Noth ringend, verschlimmert sich ihr Gesundheitszustand täglich und viele fallen derselben als Opfer anheim. Dies bewog unS vor sieben Jahren ein Asyl sür arme Alte zu gründen. und eS gelang uns auch mit GottrS Beistand viele Unglückliche vom Untergange zu retten. 20 alte c-can «i-nSr finden daselbst Wohnung und ständige Kost. Den Armen, welche die engen Räume dieser wohlthätigen Anstalt" nicht fassen können, wird nicht unbedeutende Hülse geleistet, indem wir ihnen täglich 2—3 mal und im Winter auch in der Nacht unentgeltlich Thee reichen, worin sie oft ihr mitgebrachtes Brod tauchen, was ihre Mahlzeit ausmacht. Doch ist hiermit durchaus nicht Allen geholfen und eS gibt leider noch sehr Biele mit dem unerbittlichen Hunger ringende, von aller Welt verlassene Alte in der heiligen Stadt, denen wir zu Helsen, zu unserem Leidwesen nicht in der Lage sind, da diese Gründung nur von zufälligen Spenden erhalten wird und wir jährlich eine Miethe von ca. 500 francs bezahlen müssen, der Rest' derselben kaum sür den Unterhalt der 20 Erstgenannten hinreichend ist. Um auch der großen Noth umfangreicher entgegentreten zu können, haben wir die Errichtung eines Hauses für C':pr asm höchst nothwendig gesunden. So groß und erhaben ein solches Unternehmen für die heilige Stadt auch ist, wäre ein solches unseren ebfen Brüdern und Zions freunden doch nicht unmöglich zur Ausführung zu bringen,-da wir bloß gewöhnliche Zimmer von 36 f^Ellen inneren Raum zu errichten gedenken, welche je 4 Bettstellen für ebensoviel Personen nnd einen Tisch fassen sollen. Solche Zimmer sammt den dazu erforderlichen Grund erfordern nicht mehr als 350 Rubel oder 900 Frcs. Ein solches Zimmer soll den Namen des edlen Spenders führen. Spenden mehrere ein Zimmer, so soll dasselbe die Namen sämmtlicher Spender führen; ebenso wenn eine Gemeinde ein solches bewilliget. Aus diese Weise dürfen wir hoffen allmähtig ein bedeutendes c'jpt usnc zum Ruhme der heiligen Stadt und ihrer Verehrer mit göttlichem Beistände errichten zu können. Sämmiliche Spenden sollen bei den Herren N. Hamburger n. Co. hier deponirt und können zu diesem Zwecke sogar ihnen direct zugesendet werden. Sobald vaS für 2 Zimmer erforderliche Geld gesammelt ist, schreiten wir zur Arbeit; und so oft eineshinzugesügt wird, bringen wir dieser Unterstützung Würdige in dasselbe und hoffen von den uns znfließenden milden Gaben, die unsere wahrmfühlenden Brüder, unS auch in Zukunft hoffentlich nicht entziehen werden, sie zu verpflegen. Möge der Allgütige, der in Zion thront, den Segen so vieler armen imd 2'van *-vi£n allen edlen Spendern und Zionsfreunden in reichlichem Maße zu Theil werden lasse»! Für die Verwaltung > S. B. SaunderS. /Tlcbicflcnc jüdische Pension in vt' Dresden, Mittelpunkt der 1-oradt, zu haben bei M. Schcy, 5137) WaifenhsnZstr. 4 II. C£ür einen alleinstehenden WittwersJsr.) ö wird eine ältere Wirthfchafteriu gesucht. Eonvenirrnden Falls Herrath in Aussicht. Damen, welche geneigt, wollen Adresse inner 3l. 8. Nr. 5127 an die Erped. d. Bl. gelangen lassen. /Lin j. geb. Mädchen (Israel.) aus g. Familie sucht Stelle zur selbst. Führ, des Haushalts bei einz. Leuten oder Herrn. 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