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Der Israelit · 1886-09-28 · Heft 77-78 (28.9.1886) · page 30

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 77-78 (28.9.1886)
Date
1886-09-28
Page
– (sequence 30)
Language
German
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östlich, der Berg "{$"113 12N' ^D*4 »i«>i*ilwi?sllirli, in «iiii»*r Knlfernung von nn^flVifir 2 Stunden; und westlich, in einer Entfernung von rinn 3 Stunden il**r p-,' an der Führte, welche von dun dortigen Einwohnern go nannt wird. Vondort bis pir" sind etwa 3 Stunden, während der Hafen ungefähr zehn Stunden umfasst. 2) Dieses Grundstiick heisst gegenwärtig: ui>'2Trin — »Trümmer einer römischen Stadt“, — weil hier in früheren Zeiten eine grosse, von Römern bewohnte römische Stadt war, wo sich noch heute viele römische Ruinen vorfinden, wie auch grosse Bau- und Edelsteine; unter letzteren sogar mitunter welche von eiuer Länge bis zu vier Ellen. Zuweilen sind \och alte, römische Inschriften und Figuren zu selten; ausserdem befinden sich dort sehr viele Bausteine, deren Zahl vollkommen genügen würde, um eine neue, grosse Stadt zu gründen. Gegenwärtig haben wir ein neuerbautes, grosses Vorrathshaus, welches eine Länge von 38 und eine Breite von IS Ellen hat, und sechs Zimmer einschliesst. Wir sind entschlossen, im Laufe dieses Sommers, wenn Mittel zur Genüge vorhanden sind, noch mehr Häuser zu errichten. 3) Das Stück Land, das wir besitzen, und worin 3 grosse und 13 kleine über die ganze Fläche sich verbreitende Quellen vorhanden sind, rei>räsentirt einen Werth von ca. 15,00t) Dollar. Davon kommen auf: Weideplätze 5000, Weinberge und Lustgärten 2000, Gemüsegärten und am Wasser geptlanzte Frachtbäume 1000, Getreidefelder TüOO Dollar, die nach dem Feldmasse „Padau“ unter den Mitgliedern des 52 Familien umfassenden Vereins vertheilt wurden. 4) Das Klima des Ortes ist kühl, angenehm und sehr gesund. Das Wasser gut, süss und etwas hart, der Boden fett und sehr fruchtbar, geeignet zur Saat von Getreide. Gemüse und zur Pflanzung aller Obstbaumarten. Die Bewohner sind Araber, Bekenner der muhamedanischen Religion, redliche Leute, die ihre Hände nicht nach Unrechtem Gute ausstrecken, und treue Freunde der Israeliten und Semiten. Die Regierung der Stadt rnrrrc erstreckt sieh über die ganze Umgegend; durch ihre strenge Gerechtigkeit setzt sie alle Bewohner in grosse Ehrfurcht vor dem Gesetze. Audi befindet sich allda ein Postamt und rin Telegraph nach europuLclur Einrichtung. 5) Was den Kaufpreis des Higentbuins ,,,„1 des Bodens hütrillt, so ist es uns mit <lüttes Hilfe gelungen, dieselben um einen billigen Preis zu erwerben, so wie er früher war, bevor tii« Preise infolge der neugegründeten Kolonien in die Höhe gegangen waren, und hier sind wir die Begründer der ersten Koloni e. Und so es der Wille Gottes ist, wird es uns ein Leichtes sein, von hier aus unseren Brüdern behilflich zu sein, noch mehr Kolonien zu errichten, immer weiter fort zuschreiten, und die Besitzungen im Lande um einen nicht zu hohen Kaufpreis und mit Genehmigung der Regierung in Ruhe und Behagen auszudehnen. Möge Gott Alles zum Guten lenken, nach unseren besten Wünschen I 6) Im Anfang des Winters im Jahre geschah der Kauf, und wurden die KanfsurKtmden rechtskräftig nach den Landesgesetzen in Damaskus angefertigt. Das Geld wurde von den Mitgliedern unseres Vereins mit Aufopferung des letzten Sparpfennigs willigst herbeigesehafft und legten Alle «nmüthig selbst Hand an’s Werk, um mit grösster Kraftanstrengung sich Häuser za bauen, indem noch Einer den Anderen aufmunterte, für die Ehre und Hebung unseres väterlichen Erhtheils zu wirken. 7) Als wir uns anschickten, zur Bebauung des Bodens zu schreiten, die Winter- und Sommersaat zur bestimmten Zeit auszustrenen. aber nicht im Stande waren, für alle Vereinsmitglieder ausreichende Arbeit zu finden, und zwar ans Mangel an den erforderlichen Mitteln zum Ankauf von Rindern und um die Säer mit Samen zur Saat und Speise zur Nahrung zu versehen, mussten wir die Arbeit nach unseren Verhältnissen einschränken, kleine Anleihen machen und einzelne Felder gemeinschaftlich mit unseren arabischen Nachbarn besäen. Wir kauften daher einige Gespanne Rinder auf Credit, mit des» Versprechen. dieselben zur Erntezeit zu bezahlen und wählten Männer aus dem Vereine, welche die Geschäfte desselben zu besorgen übernahmen und die an Ort und Stelle wohnten, um alles Nöthige zu verrichten. S) Jetzt zur Sommerzeit, die sich am besten eignet zum* Ifäuserbanen, die Felder von den Steinen zu reinigen, dieselben einznzänmen. di* Gemüsegärten mit der nöthigen Saat za versehen-

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