Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 77-78 (28.9.1886)
- Date
- 1886-09-28
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
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j,.(j,t(1i zu unserem Leidwesen mich zu Arl..ii die Veieinsmiiglicder .sich nicht uul' einmal vvrsuiUHcin könntun, du unser anner Verein die Min«! nicht liesuss die Arbeiter zu beköstigen, die sonstigen unumgänglichen Kosten ailfziihi'ingen, so haben wir die Arbeit in 4 Abtheilungeu ciugelheilt, so, dass wechselweise jede Abtheilung wahrend 15 Tage zur Arbeit geht, und somitjedes arbeitfahige Mitglied je alle zwei Monate an die Reihe kömmt.!1) Gegenwärtig haben wir wöchentlich ungefähr 200 Francs nötliig für die Beköstigung der Arbeiter, die ihre Häuslichkeit verlassen haben, ihre Familie in Brodmangel zurücklassend, S'.wie zur Bestreitung der Kosten für Werkzeuge, Holz, Elsen u. s. w., um das erstrebte Ziel zu beschleunigen, das darin besteht, Kolonien zu errichten und allen Vereinsmitgliedern für den Anfang des kommenden Jahres zur Zeit des Pdngens, der Aussaat und sonstiger Feldarbeit genügende Beschäftigung zu verschaffen. Alsdann wird für jede Familie umgefahr bis 2000 Francs nötliig sein, um unseren Lebensbedürfnissen zu genügen, ohne auf fremde Unterstützung angewiesen zu sein. In Gott werden wir die Kraft linden, auf der Leiter des Glückes von .Jahr zu Jahr emporzusteigen zur Ehre und zum Ruhme unseres Volkes und unseres heiligen Landes. Doch täuschen wir nicht uns selbst zu sagen, dass wir schon so weit es gebracht hätten. um sonstige milde Gaben nicht mehr annehmen zu dürfen; sind wir ja nicht weniger unterstützungsbedürftig als unsere übrigen Brüder in anderen Kolonien, über welche der bekannte edle Wohlthäter die Fittige seines Wohlwollens ansgebreitet hat, und die ehedem von unseren edlen Brüdern, den „Zionsfreunden*. nach Kräften gefördert worden. Ebenso ist unsere Lage eine nicht minder gedrückte, ja gewissermassen eine noch viel schlimmere als die anderer Kolonisten, da wir unsere früheren Geschäfte und Beschäftigungen, die wir in der Stadt tauten, gänzlich aufgegeben haben, um unser einziges Streben mit allen Kräften auf die Kolonie-Arbeiten zu richten, und so schwebt unser Lehen ohne feste Grundlage. Jedoch halen wir nicht den Math, für uns selbst um milde Gaben zu bitten, da “wir wohl wissen, dass wenn törnur das Wort ..Almosen** (npTÄ) aassprechen, einzelne unserer Gegner einen Vorwand finden werden, uns den Vorwurf enlgegen/.tts, hlemlett,. als sei dieses uns wie ein (iesehäi’i, Noch immer von Almosen zu leben und an der „Uhalukah“ Tiiei! zu nehmen, so wie. wir uns das Loos unsrem' bedräng!en Brüder im heiligen Lande nicht verbell len können, die selbst von vielen Wohlgesinnten und Edlen in Israel hart beurtheilt werden, indem man sie beschuldigt, das Brod der Trägheit gemessen zu wollen und ihre tägliche Hoffnung auf die Mildthätigkeit zu setzen. Wer weiss, welches Urtheil dieselben heute auch über uns lallen werden! Wer wird uns Glauben schenken, wenn wir versichern, dass sich unter den Eingeborenen des heiligen Landes Männer befinden , die, unter der „Chalukah“ grossgezogen, gottesüirchtige, gesetzeskundige, tugendhafte, ehrbare Schrift gelehrte sind, die ausnahmsweise — lieldenmiithig —jedes Almosen, jede milde Gabe von sich abweisen und in unbewohnten Gegenden umherirren, um mit Mühe und Arbeit den Acker zu bebauen, um ihr Brod durch ihrer Hände Mühe und im Schweisse ihres Angesichtes zu erringen, wie Aehnliclies noch nie geschehen war in den Tagen ihrer Väter und Grossväter, seit dem Tage, da sie das heilige Land bewohnten, und deren ganzes Sein in Türahstudium und Gebet aufgegangen. Trotz alledem, ohne uns durch Worte zu rechtfertigen, erröthen wir nicht, es öffentlich zu bekennen, dass wir in Aufrichtigkeit und in Geradheit des Herzens unseren Weg vor Gott wandeln; gerüstet wollen wir einherschreiten, bis wir zu unserem erstrebten Ziele gelangen werden; in Ruhe und Gelassenheit, ohne jede Störung, auch ohne zu grossen Geldaufwand, da wir mit Gottes Hilfe die Mittel besitzen, Wege zu finden und Rath zu schaffen. Möge unser redliches Streben für uns zeugen; denn frage man nur nach den früheren Zeiten, da dieser Gedanke sich zum ersten Male in den Herzen der Grossen und Edlen unseres Volkes zu regen begann, als da sind: CrGmieux sei. Andenkens und seine Genossen, die Häupter und Gründer der erhabenen „Alliance Israelite Universell ea (m T)? die in ihrer Weisheit beim Beginne ihres Werkes.es für gilt fanden,)den Grundstein auf heiligem Boden nur durch Eingeborene zu legen, alsdann allmählich langsamen Sclirittes mit offenen Augen auf diesem heiligen Wege fortschritten und mit Erlaubniss der Regierung die