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Der Israelit · 1886-09-16 · Heft 74 (16.9.1886) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 74 (16.9.1886)
Date
1886-09-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Bitte, die ich jedoch siet-- hartherzig abschlagen mnstte, da ich auch nii!)t eine einzige P!iolograp!,ie de-- iivctini /volüiuanMuillo bei mir baue. Da mein Wirkt; iinn sah, das; ich durchaus Lider Rijibis Pedell wnttte, so riet!) er mir, mul) an die zwei jüdischen .uanstenle im Slädtchen, David cchemschi und Ehacham ^liachman Ben Inssns, zu wenden, da diese nach den Feiertagen eine Geschäftsreise nach Diar-Belir rnachen werdell iuid könnte ich mich dann ilmeit auschliesren. Ich stattete nach am selben Tage den beiden .Staufleutcn meinen Besuch ab und in dem grasten Kricgsrathe, den wir drei dann stielten, ward nnser ganzer Fetdzngsplan für die Reise vom Euphrat zun: Tigris ' festgesetzt. Ich lllilst auch auf meine zwei neuen Freunde keinen ungünstigen Eindruck gemacht staden, denn der erstgenannte von ihnen zwang mich nocham selben Astend, also am Schemini Azeretst, sein Eiast zu sein, während der zweite mich für den nächstfolgenden Abend, also für Simchath-Thora, zum Nachtessen lud. Ich nahm selbstverständlich beide Einladungen mit Freuden an, hatte ich doch so Gelegenheit, meine zukünftigen Reisegefährten näher kennen zu lernen, aber am meisten freute es mich doch, die Bekanntschaft des (5 hach am Rachmann gemacht zu haben, denn derselbe war nicht unrein tüchtiger.Kaufmann, sondern auch ein Manu des Wissens und hatte er nach Beendigung seiner Studien auf der Iefchibah zu Mossnl, mehrere große Reisen nach Syrien, Arabien, Egypten, Persien und Armenien gemacht, und sprach er daher nebst dem Türkischen auch das Arabische und Persische sehr gelänsig, während er sich im Griechischen und Armenischen, welche zwei Sprache er gleisalls ans seinen weiten Reisen erlernt hatte, so ziemlich verständlich machen konnte. Ich erwähne dies nur so beiläufig hier, um nachznweiscn, dast, wenn auch die meisten jüdischen jkaustcutc im Oriente in ihrer Jugend stau einer Handelsschule eine Iefchibah besuchen, so werden sie dennoch später recht tüchtige Geschäftsmänncr, da das Ieschibahleben sie eben daran gewöhnt har, die Unannehmlichkeiten des Lebens mit Geduld zu ertragen, während das Studium des Talmud ihren Geist schärfte und ihre Anffassungskrasr stärkte. Ter Ipru-Estag (Tag nach dem Feste) war dann gänzlich für unsere Reisevorbereilungen bestimmt. (Schlnst folgt.) F e tt i 1 l e t u ii. M i ch ü e l'. von E. Kvhir, Verfasser von «Gabriel. (Fortsetzung.) w ölstes M apit e l. Seit dem letzterzähllen Ereignisse waren sechs Jahre verflossen, während iucldjev Alles iu Bracks Hanse seinen regelinästigen Gang nahm. — Tie Lage der Inden hatte sich im Allgemeinen gebegerr. Kaiser Josef war nicht stebc» geblieben. Er hatte eine ganze Gleiste von Bervrdnungen erlassen, welche ihre Stellung menschenwürdiger machten, ihnen früher verschlossene Bahnen eröffnten, neue Bcrnsszweige zugänglich machten, Gesetze, welche gleichzeitig bezweckten, ebenso ihren Sinn für die Wiffenschast zn Wecken, als auch sie den andern Staatsangehörigen näher zu führen, eine Amalgamation der verschiedenen Bevölkerungsschichteu zu erzielen, den Bekenncrn des jüdischen Glaubens die Möglichkeit zu bieten» ihre Ratnranlagen unbeschränkt ansznbilden, ihre Kräfte zu ihrem eigenen und dem Gemeinwohl zn^vcrwcrrhen, sie selbst zu nützlichen Atcnschen und Staatsbürgern heranzubilden. — Wenn auch Kaiser Josef nicht so rasch vorwärts schreiten konnte, als er gemocht hätte, so war der doch sehr hoch zu schätzende Bortheil erlangt, das; ein Theil der Beamtenschaft von dem milderen Geiste, der jetzt in den höheren Staatsregionen wehre, ergriffen wurde. Tie kaiserlichen und die Pairimonialbeamten, ja auch die Grund- Herren halten früher die leibeigenen Bauern und die Juden als eine Art Mastvieh betrachtet, das der liebe Gott zn ihrem Nutz und Frommen geschaffen, welches sie nach bester Möglichkeit aussangen, nach Herzenslust anälen und Lrangsallceu tiuimai. Jetzt fanden — was früher nicht geschehen war — die Beschwerden der Bauern und der Juden bei den Oberbehörden Gehör, und diese entschieden in mehreren Fällen zu Gunsten der Bedrückten. — Brack sreure sich des Anbruchs der neuen Aera doppelt, der Allgemeinheit, feiner Glaubensgenossen willen, und auch weil hierdurch seines Pstegefohnes und seiner leiblichen Tochter Glück befördert werden konnte. Auch sein Amt als Vorsteher der jüdischen Gemeinde, das er mir großer Gewissenhaftigkeit und Aufopferung verwaltete, bereitere ihm in Folge der geänderten Vcrhältnine weniger Schwierigkeiten, als er ursprünglich hatte. Er erlebte auch an Sara und Michael; Freuden. Tiefer wuchs zn einem ungemeinstatt- ^i f ‘i'" V VV; .v\- ^T-^r v i \

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